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8.2.2018

Hessische Wirtschaftsförderbilanz in 2017 mehr als verdoppelt

Hessen

Hessische Unternehmen erhielten 2017 von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) für ihre Vorhaben rund 164,3 Mio. Euro an Fördergeldern. Das stellt im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um mehr als 65 Prozent dar. Mit den Fördergeldern konnten die Unternehmen 2017 Gesamtinvestitionen von mehr als 307,5 Mio. Euro anstoßen. Die gute Entwicklung resultiert vor allem aus der stetigen Anpassung des Produktportfolios an die Bedürfnisse des Marktes und der starken Nachfrage nach den Förderprogrammen Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW Hessen), Hessen-Mikrodarlehen, Innovationskredit Hessen und Kapital für Kleinunternehmen (KfK).

Mit den unterschiedlichen Wirtschaftsförderprogrammen konnten 2017 insgesamt mehr als 16.900 Arbeitsplätze gesichert bzw. neu geschaffen werden. Damit leistete die WIBank auch 2017 in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen, den Hausbanken sowie den Kooperationspartnern einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der hessischen Wirtschaft.

Existenzgründer sowie kleine und mittlere Unternehmen stehen im Mittelpunkt der Wirtschaftsförderung. So wurden im Förderprogramm GuW Hessen, das sich an Existenzgründer, Freiberufler sowie bestehende Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft richtet, 118,6 Mio. Euro in Form von Darlehen zugesagt. Das entspricht einem Anstieg von 86 Prozent im Vergleich zu 2016 (63,6 Mio. Euro). Die Gesamtzahl der zugesagten Anträge beläuft sich dabei auf 553 - das sind 124 mehr als im Vorjahr. Die signifikant gestiegene Nachfrage ist auch auf eine Verbesserung der Konditionen zurückzuführen: Als Reaktion auf den Bedarf nach langfristigen Finanzierungsmöglichkeiten wurde das Programm im Oktober 2017 um Regel-Laufzeiten von 15 und 20 Jahren erweitert.

Für Existenzgründer und besonders junge Unternehmen wurde Ende 2013 das Hessen-Mikrodarlehen ins Leben gerufen, bei dem über Kooperationspartner Direktkredite mit einem Volumen von mindestens 3.000 bis maximal 25.000 Euro angeboten werden. 2017 wurden insgesamt 82 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 1,7 Mio. Euro (2016: 1,6 Mio. Euro) bewilligt. Damit können Investitionen und Betriebsmittel finanziert werden, welche für die Gründung, Übernahme oder Festigung eines Unternehmens in Hessen innerhalb der ersten fünf Jahre nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit erforderlich sind.

Der Innovationskredit Hessen hat zum Ziel, schnell wachsende, innovative mittelständische Unternehmen in Hessen zu unterstützen. Während das in 2016 eingeführte Programm 2016 ein Gesamtvolumen von 1,2 Mio. Euro generierte, wurden 2017 Darlehen in Höhe von insgesamt 10,8 Mio. Euro gewährt. Eine Besonderheit des Programms ist, dass Land, WIBank und der Europäische Investitionsfonds gemeinsam 70 Prozent des Ausfallrisikos der Hausbank übernehmen.

Das Förderprogramm Kapital für Kleinunternehmen verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um rund 170 Prozent. Insgesamt 1,9 Mio. Euro gingen 2017 im Rahmen dieses Programms in Form von Nachrangdarlehen an 18 Kleinunternehmen und Freiberufler. Der Anstieg des Programms ist auch auf die Initiierung des Bankpartner-Forums Wirtschaftsförderung zurückzuführen, bei dem Hausbanken künftig regelmäßig und persönlich von der WIBank über Neuerungen bei ihren Förderprodukten informiert werden. Ziel ist es, Unternehmen und Gründern in Hessen künftig noch leichteren Zugang zu attraktiven Finanzierungsalternativen zu bieten.

Zusätzlich zur monetären Förderung berät die WIBank Unternehmer und Gründer in ganz Hessen kostenlos und unabhängig auf zahlreichen Veranstaltungen zu den unterschiedlichen Fördermöglichkeiten des Landes, des Bundes oder der EU.

Quelle: Pressemitteilung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) vom 5. Februar 2018