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Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) - Gewerbliche Wirtschaft

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Arbeit; Regionalförderung; Unternehmensfinanzierung
Fördergebiet: Mecklenburg-Vorpommern
Förderberechtigte: Unternehmen
Ansprechpartner: Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI)
Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) – Gewerbliche Wirtschaft

Ziel und Gegenstand

Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) Investitionen der gewerblichen Wirtschaft.
Förderfähig sind folgende Vorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen:
Errichtungsinvestitionen,
Erweiterungsinvestitionen,
Diversifizierung der Produktion in vorher dort nicht hergestellte Produkte,
grundlegende Änderung des gesamten Produktionsprozesses,
Erwerb von unmittelbar mit der Betriebsstätte verbundenen Vermögenswerten, sofern die Betriebsstätte geschlossen wurde oder ohne diesen Erwerb geschlossen worden wäre, sofern der Investor in keiner Beziehung zum Verkäufer steht (mit Ausnahme kleiner Unternehmen, die von Familienmitgliedern ursprünglicher Eigentümer oder ehemaligen Beschäftigten übernommen werden).
Bei großen Unternehmen sind Erstinvestitionen in eine neue Wirtschaftstätigkeit förderfähig:
Investitionen in Wirtschaftsgüter zur Errichtung einer neuen Betriebsstätte oder zur Diversifizierung der Tätigkeit einer Betriebsstätte,,
Erwerb der Vermögenswerte einer Betriebsstätte, die geschlossen wurde oder ohne diesen Erwerb geschlossen worden wäre, sofern der Investor in keiner Beziehung zum Verkäufer steht und die neue Tätigkeit nicht dieselbe oder eine ähnliche Tätigkeit wie die vor dem Erwerb in der Betriebsstätte ausgeübte Tätigkeit ist.
Ziel ist der Abbau von regionalen Unterschieden in der Wirtschaftsentwicklung durch Schaffung und Sicherung wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft.
Bestimmte Wirtschaftszweige bzw. Tätigkeiten sind von der Förderung ausgeschlossen oder können nur nach Einzelfallprüfung gefördert werden.

Voraussetzungen

Investitionsvorhaben können gefördert werden, wenn sie geeignet sind, durch Schaffung von zusätzlichen Einkommensquellen das Gesamteinkommen in dem jeweiligen Wirtschaftsraum unmittelbar und auf Dauer nicht unwesentlich zu erhöhen (sog. Primäreffekt).
Mit den Investitionsvorhaben müssen neue Dauerarbeitsplätze geschaffen oder vorhandene gesichert werden.
Es werden nur Arbeitsplätze berücksichtigt, bei denen die Stundenvergütung die Lohnuntergrenze von 8,50 EUR (Arbeitnehmerbrutto) nicht unterschreitet und die nicht dauerhaft durch Leiharbeitnehmer besetzt werden sollen.
Es werden nur Investitionen gefördert, bei denen die Zahl der bei Investitionsbeginn in der zu fördernden Betriebsstätte bestehenden Arbeitsplätze um mindestens 15 Prozent erhöht wird oder bei denen der Investitionsbetrag bezogen auf ein Jahr die in den letzten drei Jahren durchschnittlich verdienten Abschreibungen (ohne Sonderabschreibungen) um mindestens 50 Prozent übersteigt.
Nicht gefördert werden Ausgaben für den Grunderwerb, zur Schaffung zusätzlicher Bettenkapazitäten sowie für geringwertige und immaterielle Wirtschaftsgüter. Gebrauchte Wirtschaftsgüter sind nur bei Betriebsübernahmen oder bei Erwerb durch kleine oder mittlere Unternehmen in der Gründungsphase förderfähig.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses.
Der Basisfördersatz beträgt
bei Errichtungsvorhaben für große Unternehmen 15%, für mittlere Unternehmen 20% und für kleine Unternehmen 30% der förderfähigen Kosten,
bei sonstigen Investitionsvorhaben für große Unternehmen 10%, für mittlere Unternehmen 15% und für kleine Unternehmen 25% der förderfähigen Kosten.
Im Einzelfall kann die Förderung bei Vorliegen bestimmter Kriterien um 5% erhöht werden.
Zuwendungsfähig ist nur der Teil der Investitionsausgaben, der je geschaffenem Arbeitsplatz 500.000 EUR und je gesichertem Arbeitsplatz 250.000 EUR nicht übersteigt.
Die zuwendungsfähigen Ausgaben müssen mindestens 50.000 EUR betragen.

Antragsverfahren

Die Anträge sind vor Beginn des Vorhabens unter Verwendung der Antragsformulare an das
Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI)
Werkstraße 213
19061 Schwerin
Tel. (03 85) 63 63-0
Fax (03 85) 63 63-12 12
E-Mail: info@lfi-mw.de
Internet: http://www.lfi-mv.de
zu richten.
Die Antragsformulare können im Internet abgerufen werden.

Quelle

Richtlinie des Ministeriums für Wirtschaft, Bau und Tourismus vom 30. September 2014, Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern Nr. 41 vom 20. Oktober 2014, S. 1100; Informationen des Landesförderinstituts Mecklenburg-Vorpommern, Stand Mai 2016.

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2017.

Wichtige Hinweise

Das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus hat im April 2016 neue Verfahrensgrundsätze zur ergänzenden Gewährung von zinsgünstigen Darlehen für Vorhaben gemäß der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) veröffentlicht. Die Verfahrensgrundsätze zur GRW-Ergänzungsdarlehensfinanzierung gelten bis zum 31. Dezember 2016. 27.09.16
Das Ergänzungsfinanzierungsprogramm kann Reduzierungen der Förderintensität ddurch ein Darlehen kompensieren, da die für die Zuschussförderung geltenden Restriktionen im Darlehensprogramm nicht wirken.

Ansprechpartner

Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI)
Werkstraße 213
19061 Schwerin
Tel. (03 85) 63 63-0
Fax (03 85) 63 63-12 12
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