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Gründungs- und Mittelstandsförderung - Existenzgründungsberatung, Unternehmensberatung, Coaching und Check-Ups

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Beratung; Existenzgründung & -festigung; Unternehmensfinanzierung
Fördergebiet: Hessen
Förderberechtigte: Existenzgründer/in; Unternehmen; Kommune; Öffentliche Einrichtung; Verband/Vereinigung
Ansprechpartner: Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank)
Richtlinien des Landes Hessen zur Gründungs- und Mittelstandsförderung
Teil II, Ziffer 1: Existenzgründungsberatung, Unternehmensberatung, Coaching und Check-Ups sowie Projekte zur Stärkung der Gründungsbereitschaft, zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Verbesserung der unternehmerischen Qualifikation

1. Existenzgründungsberatung, Unternehmensberatung, Coaching und Check-Ups sowie Projekte zur Stärkung der Gründungsbereitschaft, zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Verbesserung der unternehmerischen Qualifikation

1.1 Gegenstand der Förderung

Gefördert werden Existenzgründungsberatungen von Gründern mit geplanter Betriebsstätte in Hessen, Unternehmensberatungen, Coachings (zeitlich begrenzte Betreuung von Unternehmen) und Check-Ups (zielgerichtete Unternehmensanalysen zur Ermittlung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens) von KMU mit bestehender oder geplanter Betriebsstätte in Hessen sowie Projekte zur Stärkung der Gründungsbereitschaft, zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Verbesserung unternehmerischer Qualifikation. Die Projekte müssen in Hessen durchgeführt werden.

1.1.1. Existenzgründungs- und Unternehmensberatungen, Coaching und Check-Ups

Gefördert werden sowohl Beratungen von Einzelnen als auch von Gruppen von Existenzgründern und Unternehmen. Als Gruppenberatung gilt die gemeinsame Beratung von mindestens drei Existenzgründern oder Unternehmen.
Förderfähig sind dabei folgende Beratungen:
Existenzgründungsberatungen,
Check-Ups zur Unternehmenssicherung, auch bei Bürgschaftsfällen. Diese beinhalten eine Betriebsanalyse des gegründeten Unternehmens und die Erstellung eines Berichtes,
Beratungen im Zusammenhang mit Unternehmensübergaben,
Designberatungen,
Beratungen zum produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS-Beratungen),
Beratungen zur Antragstellung in Innovationsförderprogrammen des Bundes oder der EU (z.B. „Horizon 2020”),
Beratungen zur Digitalisierung insbesondere von Geschäftsprozessen sowie Produkten und Dienstleistungen (Strategie- und Umsetzungsberatung),
Beratungen zur Umsetzung von betrieblichen Entwicklungskonzepten,
Coaching,
allgemeine Check-Ups zur Ermittlung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Diese bestehen aus einer Analyse, Interviews und einem Bericht.
Check-Ups zur Vorbereitung auf Ratings. Diese beinhalten eine Analyse, Interviews und einen Bericht,
Beratungen zu handwerksspezifischen Themen.
Nicht förderfähig sind Beratungen, die
Rechts- und Versicherungsfragen sowie steuerberatende Tätigkeiten (z.B. Ausarbeitung von Verträgen, Aufstellung von Jahresabschlüssen, Buchführungsarbeiten) beinhalten,
überwiegend gutachterliche Stellungnahmen zum Inhalt haben,
überwiegend Architektur- und sonstige Planungen beinhalten,
überwiegend Akquisitions- und Vermittlungstätigkeiten zum Inhalt haben oder
mit Mitteln aus anderen öffentlichen Programmen zur Beratungsförderung gefördert werden (Kumulierungsverbot).
Nicht förderfähig sind zudem Beratungen von Unternehmen und Tätigkeiten, die nach Art. 1 der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 (De-minimis-Verordnung) vom Geltungsbereich der De-minimis-Verordnung ausgeschlossen sind.

1.1.2 Projekte zur Stärkung der Gründungsbereitschaft, zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Verbesserung unternehmerischer Qualifikation

Gefördert werden Projekte, die zur Stärkung der Gründungsbereitschaft, zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Verbesserung unternehmerischer Qualifikation in Hessen geeignet sind. Dazu zählen beispielsweise regionale Gründungsoffensiven, Gründungs- und Geschäftsplanwettbewerbe, Workshops, Aktionen, Initiativen sowie andere Maßnahmen zur Informationsvermittlung, Beratung und Begleitung.
Projekte, die mit Mitteln aus anderen öffentlichen Programmen zur Beratungsförderung gefördert werden, sind von der Förderung ausgeschlossen (Kumulierungsverbot).

1.2 Antragsberechtigte

1.2.1 Existenzgründungs- und Unternehmensberatungen, Coaching und Check-Ups

Antragsberechtigt sind Kammern, Verbände und Institutionen, die in Hessen flächendeckend die fachlich qualifizierte und neutrale Beratung von Unternehmen und Existenzgründern sicherstellen. Als solche gelten insbesondere die unter Nr. 1.8. genannten Beratungsstellen, unabhängig von ihrer Rechtsform.

1.2.2 Projekte zur Stärkung der Gründungsbereitschaft, zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Verbesserung unternehmerischer Qualifikation

Antragsberechtigt sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, juristische Personen des öffentlichen Rechts und des Privatrechts. Soweit es sich um EFRE-kofinanzierte Vorhaben handelt, sind Kammern, Verbände, Regionalmanagements sowie Institute antragsberechtigt. Eingetragene Vereine und Gesellschaften mit beschränkter Haftung gelten als Institute.

1.3 Zuwendungszweck

Zweck der Förderung sind die Wissensvermittlung sowie Maßnahmen zur Befähigung von KMU und Existenzgründerinnen und -gründern in wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung, um so deren Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit und die Gründungsbereitschaft zu steigern.

1.4 Fördervoraussetzungen

1.4.1 Existenzgründungs- und Unternehmensberatungen, Coaching und Check-Ups

Bei Existenzgründungsberatungen vor der Gründung darf die Unternehmensgründung bis zum Beginn des Vorhabens nicht erfolgt sein. Bei Check-Ups zur Unternehmenssicherung muss das beratene Unternehmen mindestens 12 Monate vor Beginn des Vorhabens gegründet worden sein, bei Coaching und bei allgemeinen Check-Ups zur Ermittlung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens mindestens 24 Monate. Bei gewerblichen Tätigkeiten gelten der Tag der Gewerbeanmeldung oder des Handelsregistereintrags als Gründungsdatum, bei freiberuflichen Tätigkeiten die Anmeldung beim Finanzamt. Bei Übernahme eines Unternehmens gilt der Tag der Übernahme oder bei Unternehmensbeteiligungen der Tag der tätigen Beteiligung an einem Unternehmen als Gründungsdatum. Im Rahmen der Übernahme oder Beteiligung muss eine Führungsfunktion ausgeübt werden.
Beratungen zur Umsetzung von betrieblichen Entwicklungskonzepten, Coaching, allgemeine Check-Ups zur Ermittlung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sowie Check-Ups zur Vorbereitung auf Ratings sind nur förderfähig, wenn das beratene Unternehmen zuvor nachweislich eine dem Thema entsprechende Beratung nach der Rahmenrichtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur Förderung unternehmerischen Know-hows in der jeweils geltenden Fassung oder den Richtlinien über die Förderung der Beratungen von Handwerksunternehmen durch ihre Kammern und ihre Fachverbände in der jeweils geltenden Fassung in Anspruch genommen hat. Unbeschadet dessen sind die genannten Leistungen ohne vorherige Inanspruchnahme der Beratungsförderung des Bundes förderfähig, wenn das beratene Unternehmen nachweislich von der Beratungsförderung des Bundes nach den genannten Richtlinien ausgeschlossen ist oder die Förderung aus anderen Gründen nicht zur Verfügung steht. Die sonstigen unter Nr. 1.1.1. genannten Beratungen und Check-Ups sind stets förderfähig.
Von der Förderung ausgeschlossen sind Existenzgründungs- und Unternehmensberatungen, Coaching und Check-Ups, die dazu führen, dass einer oder einem Förderberechtigten beziehungsweise einem beratenen Unternehmen De-minimis-Beihilfen von mehr als 200.000 Euro innerhalb von drei Steuerjahren gewährt werden.

1.4.2 Projekte zur Stärkung der Gründungsbereitschaft, zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Verbesserung unternehmerischer Qualifikation

Im Falle der Förderung aus EFRE-Mitteln müssen die unter Nr. 1.1.2 genannten Projekte zu über 50 Prozent der Stärkung der Gründungsbereitschaft dienen, eine größere Anzahl von Gründern und Unternehmen erreichen sowie allen Interessierten offen stehen.

1.5 Art und Umfang, Höhe der Förderung (Zuwendung)

1.5.1 Existenzgründungs- und Unternehmensberatungen, Coaching und Check-Ups

Art der Förderung
Die Zuwendung wird als Projektförderung im Wege der Anteilfinanzierung als nicht rückzahlbarer Zuschuss zu den zuwendungsfähigen Ausgaben gewährt.
Die Zuwendung wird ausschließlich aus Landesmitteln, aus EFRE-Mitteln oder einer Kombination aus beiden gewährt.
Zuwendungsfähige Ausgaben sind
a)
Ausgaben der Förderberechtigten für eigenes Personal, das die Existenzgründungs- oder Unternehmensberatung, das Coaching oder den Check-Up durchführt oder organisiert.
Beträgt die Zuwendung eines Begünstigten bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, sind direkte Ausgaben für im Vorhaben tätige Personen in Einzelfällen bis zur Höhe von 120 Prozent des Betrages zuwendungsfähig, der für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Entgeltgruppe E 15 als durchschnittliche Personalkosten ohne Arbeitsplatzkosten in der jeweils gültigen Personalkostentabelle für die Kostenberechnungen in der Verwaltung des Hessischen Ministeriums der Finanzen angegeben ist.
Beträgt die Zuwendung mehr als 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben eines Begünstigten, gilt Nr. 1.3 der Anlage 2 zu den VV zu § 44 LHO;
b)
Sachausgaben der Förderberechtigten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem geförderten Vorhaben stehen. Hierzu zählen beispielsweise Ausgaben für an Dritte vergebene Aufträge (z.B. für die Gestaltung von Printmedien), Ausgaben für geringwertige Wirtschaftsgüter, Miete oder Leasing von Ausstattungsgegenständen, Druckkosten von Printmedien/Werbung und Miete für Räume, die für Beratungen genutzt werden, sowie Ausgaben für Honorare.
Höhe der Förderung
Die zuwendungsfähigen Ausgaben sind bis zu 60 Prozent förderfähig.
Bei Beratungen darf die Zuwendung 600 Euro pro Beratungstagewerk nicht übersteigen.
Innerhalb von drei Kalenderjahren können je beratenem Unternehmen mit tatsächlicher oder geplanter Betriebsstätte in Hessen Zuwendungen zu Beratungen bis höchstens 12.000 Euro (in EFRE-Vorranggebieten: 13.000 Euro) ohne Existenzgründungsberatungen, ohne Beratungen zur Digitalisierung insbesondere von Geschäftsprozessen sowie Produkten und Dienstleistungen (Strategie- und Umsetzungsberatung), ohne Beratungen zur Antragstellung in Innovationsförderprogrammen des Bundes oder der EU und ohne PIUS-Beratungen gewährt werden.
Für PIUS-Beratungen und Beratungen zur Digitalisierung insbesondere von Geschäftsprozessen sowie Produkten und Dienstleistungen (Strategie- und Umsetzungsberatung) sowie Beratungen zur Antragstellung in Innovationsförderprogrammen des Bundes oder der EU können innerhalb von drei Jahren je beratenem Unternehmen mit tatsächlicher oder geplanter Betriebsstätte in Hessen Zuwendungen bis zu 12.000 Euro (in EFRE-Vorranggebieten: 13.000 Euro) gewährt werden.
Bezieht sich die Beratung auf eine bestehende oder geplante Betriebsstätte in einem EFRE-Vorranggebiet (Teil I Nr. 3.)
erhöht sich die Zuwendung auf bis zu 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bei den Existenzgründungsberatungen,
darf bei Beratungen die Zuwendung 650 Euro pro Beratungstag nicht übersteigen.
Umfang der Förderung
Bei allen unter Nr. 1.1.1. genannten Existenzgründungs- und Unternehmensberatungen, Check-Ups und beim Coaching sind je Kalenderjahr und beratener Existenzgründerin oder beratenem Existenzgründer oder Unternehmen bis zu 5 Beratungstagewerke förderfähig. Bei Beratungen zur Antragstellung in Innovationsförderprogrammen des Bundes oder der EU, bei Strategie- und Umsetzungsberatungen sowie bei PIUS-Beratungen sind bis zu 10 Beratungstagewerke förderfähig, bei Check-Ups zur Unternehmenssicherung bis zu 2 Beratungstagewerke.
Beratungen bis zu fünf Stunden gelten als halber Beratungstag. Coaching kann stundenweise berücksichtigt werden.
Der auf die beratene Existenzgründerin oder den beratenen Existenzgründer bzw. das beratene Unternehmen entfallende Anteil der Ausgaben ist die Differenz zwischen den förderfähigen Bera-tungsausgaben und dem Zuschuss.
Bei Check-Ups zur Unternehmenssicherung in Bürgschaftsfällen kann die Bürgschaftsbank Hessen von dem Kostenanteil des beratenen Unternehmens einen Betrag von bis zu 400 Euro übernehmen.

1.5.2 Projekte zur Stärkung der Gründungsbereitschaft, zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Verbesserung unternehmerischer Qualifikation

Die Zuwendung wird als Projektförderung im Wege der Anteilfinanzierung als nicht rückzahlbarer Zuschuss zu den zuwendungsfähigen Ausgaben gewährt.
Zuwendungsfähige Ausgaben sind mit der Durchführung des Projekts in Zusammenhang stehende
a)
Ausgaben der Antragsberechtigten für eigenes Personal. Beträgt die Zuwendung eines Begünstigten bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, sind direkte Ausgaben für im Vorhaben tätige Personen in Einzelfällen bis zur Höhe von 120 Prozent des Betrages zuwendungsfähig, der für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Entgeltgruppe E 15 als durchschnittliche Personalkosten ohne Arbeitsplatzkosten in der jeweils gültigen Personalkostentabelle für die Kostenberechnungen in der Verwaltung des Hessischen Ministeriums der Finanzen angegeben ist.
Beträgt die Zuwendung mehr als 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben eines Begünstigten, gilt Nr. 1.3 der Anlage 2 zu den VV zu § 44 LHO;
b)
Sachausgaben der Antragsberechtigten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem geförderten Vorhaben stehen. Hierzu zählen beispielsweise Ausgaben für an Dritte vergebene Aufträge (z.B. für die Gestaltung von Printmedien), Ausgaben für geringwertige Wirtschaftsgüter, Miete oder Leasing von Ausstattungsgegenständen, Druckkosten von Printmedien/Werbung und Miete für Räume, die für Beratungen genutzt werden, sowie Ausgaben für Honorare.
Die Förderung beträgt bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, soweit ausschließlich EFRE-Mittel eingesetzt werden. Soweit zusätzlich Landesmittel eingesetzt werden, kann die Förderung bis zu 90 Prozent betragen.

1.6 Verfahren für Existenzgründungs- und Unternehmensberatungen, Coaching und Check-Ups 04.04.18

1.6.1 Verwendungsnachweisverfahren

Mit dem Zwischen- oder Verwendungsnachweis sind der WIBank je durchgeführter Beratung von der Zuwendungsempfängerin oder dem Zuwendungsempfänger unter anderem zusätzlich folgende Dokumente vorzulegen:
Beratungsvertrag mit dem beratenen Unternehmen bzw. mit der beratenen Existenzgründerin oder dem beratenen Existenzgründer,
Beratungsbericht, der von der oder dem Beratenen bestätigte Angaben zu der Beraterin oder dem Berater, dem beratenen Unternehmen, den Inhalten der Beratung, deren Ergebnissen sowie Ort, Zeit und Dauer der Beratung enthält,
Nachweis der fachlichen Eignung der Beraterin oder des Beraters,
ggf. De-minimis-Bescheinigung des beratenen Unternehmens. 04.04.18
Aufbewahrungspflicht der De-Minimis-Bescheinigung durch die Zuwendungsempfängerin oder den Zuwendungsempfänger für zehn Jahre, 04.04.18
ggf. die KMU-Erklärung des beratenen Unternehmens.
gegebenenfalls Rechnung der Zuwendungsempfängerin oder des Zuwendungsempfängers an die beratene Existenzgründerin oder den Existenzgründer bzw. das beratene Unternehmen, 04.04.18
ggf. Nachweise, aus denen hervorgeht. dass die beratene Existenzgründerin oder der beratene Existenzgründer bzw. das beratene Unternehmen den ihr oder ihm von der Zuwendungsempfängerin oder dem Zuwendungsempfänger in Rechnung gestellten Anteil der Ausgaben der Zuwendungsempfängerin oder des Zuwendungsempfängers für die Durchführung oder Organisation der Beratung vor Einreichung des Verwendungsnachweises bezahlt hat.
ggf. Nachweise. aus denen hervorgeht. dass die Zuwendungsempfängerin oder der Zuwendungsempfänger das ihr oder ihm von einer externen Beraterin oder einem externen Berater für die Durchführung in Rechnung gestellte Honorar vor Einreichung des Verwendungsnachweises bezahlt hat.
Spätestens sechs Monate nach Abschluss der Beratungsmaßnahme muss die Zuwendungsempfängerin oder der Zuwendungsempfänger gegenüber der WIBank die ordnungsgemäße Verwendung der dafür bewilligten Mittel nachweisen (Verwendungsnachweis).
Die Zuwendungsempfängerin oder der Zuwendungsempfänger ist verpflichtet, einen Sachverhalt, der zur Rückzahlung oder Minderung des Zuschusses führen kann, der WIBank unverzüglich anzuzeigen. Sie oder er ist verpflichtet. entsprechendes mit den beratenen Unternehmen zu vereinbaren.

1.6.2 Beratungsverfahren

Die Zuwendungsempfängerin oder der Zuwendungsempfänger führen die Beratungen selbst durch oder beauftragen geeignete Dritte.
Interessierte erhalten auf der Grundlage eines Angebots der Zuwendungsempfängerin oder des Zuwendungsempfängers eine individuelle Beratung.
Über jede Beratung ist von der Zuwendungsempfängerin oder dem Zuwendungsempfänger ein Beratungsbericht vorzulegen.
Der Bericht muss Angaben über die Beraterin oder den Berater und das beratene Unternehmen, Gegenstand und Ergebnis der Beratung enthalten. Ort. Zeit und Dauer der Beratung sind in einem Zeitnachweis zu dokumentieren und von der Beratenen oder dem Beratenen zu bestätigen. Beratungsberichte und Zeitnachweise dienen dem Nachweis der Verwendung der Zuwendung.

1.7 Beihilferechtliche Einordnung

Die Förderung der Existenzgründungs- und Unternehmensberatungen, des Coachings und der Check-Ups erfolgt für die zu beratenden Unternehmen als De-minimis-Beihilfe (Teil III A. Nr. 9.). Für den Träger der Maßnahmen (Zuwendungsempfänger) werden eine Begünstigung und damit ein eventueller Beihilfetatbestand durch eine bindende Auflage im Bewilligungsbescheid ausgeschlossen. Die Zuwendungsempfängerin oder der Zuwendungsempfänger leitet den Fördervorteil an die zu beratenen Unternehmen weiter und hat dies spätestens mit dem eingereichten Verwendungsnachweis zu belegen. 04.04.18
Förderungen von Beratungen zu handwerkspezifischen Themen (Teil II Nr. 1.1.1) und Projekte zur Stärkung der Gründungsbereitschaft. zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Verbesserung unternehmerischer Qualifikation erfüllen nicht den Tatbestand der „Begünstigung bestimmter Unternehmen” und sind daher beihilfenfrei (Teil III A. Nr. 8.). 04.04.18

1.8. Beratungsstellen

Beratungsstellen sind derzeit:
Für Existenzgründer und Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche
RKW Hessen GmbH
Düsseldorfer Straße 40
65760 Eschborn
Tel.: (0 61 96) 97 02 40
Fax: (0 61 96) 97 02 99
E-Mail: beratung@rkw-hessen.de
Für das Handwerk
Handwerkskammer Kassel
Scheidemannplatz 2
Postfach 10 16 20
34117 Kassel
Tel.: (05 61) 78 88-0
Fax: (05 61) 78 88-165
E-Mail: handwerkskammer@hwk-kassel.de
Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main
Hauptverwaltung Frankfurt
Bockenheimer Landstraße 21
60325 Frankfurt a.M.
Tel.: (0 69) 9 71 72-0
Fax: (0 69) 9 71 72-1 99
E-Mail: info@hwk-Fankfurt-rhein-main.de
Handwerkskammer Wiesbaden
Bierstadter Str. 45
Postfach 29 60 65189
Wiesbaden Tel.: (06 11) 1 36-0
Fax: (06 11) 1 36-1 55
E-Mail: info@hwk-wiesbaden.de
Für den Einzelhandel
Handelsverband Hessen-Süd e.V.
Flughafenstraße 4a
60528 Frankfurt am Main
Tel.: (0 69) 13 30 91-0
Fax: (0 69) 13 30 91-99
E-Mail: service@einzelhandelsverband.de
Für Freie Berufe
Institut für Freie Berufe an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Marienstraße 2
90402 Nürnberg
Tel.: (09 11) 23 56-50
Fax: (09 11) 23 56-5 52
E-Mail: gruendung@ifb.uni-erlangen.de
Nachrichtlich: Anlaufstellen
Hessische Industrie- und Handelskammern für alle Beratungen von Unternehmen des IHK-Bereichs
Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände (VhU) e.V für alle Beratungen Frankfurt am Main, Kassel oder Gießen
Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen für betriebswirtschaftliche Beratungen, Gründungsberatungen
Verband Freier Berufe Hessen, Frankfurt
Geschäftsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft bei der HA Hessen Agentur GmbH
Hessen Design e.V. Darmstadt
Innovations- und Technologieberatungsstelle der Hessischen Industrie- und Handelskammern – ITB Hessen – bei der IHK Frankfurt
Ingenieurkammer des Landes Hessen, Wiesbaden
Technologietransferstellen an den hessischen Hochschulen
EC-Kompetenzzentren (für EC-Beratungen) in Frankfurt, Darmstadt, Gießen und Kassel
jumpp – Ihr Sprungbrett in die Selbstständigkeit – Frauenbetriebe e.V. Frankfurt am Main
Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen (AGAH), Wiesbaden

Ansprechpartner

Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank)
Niederlassung Kassel
Ständeplatz 17
34117 Kassel
Hotline (06 11) 7 74-73 33
Tel. (05 61) 7 06-77 11
Fax (05 61) 7 06-77 32
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