Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss
Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Energieeffizienz & Erneuerbare Energien; Wohnungsbau & -modernisierung
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Privatperson
Ansprechpartner: KfW Bankengruppe

Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss
– Merkblatt der KfW –
Investitionszuschüsse für die energetische Sanierung von Wohngebäuden einschließlich der Umsetzung von Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Rahmen des „CO 2-Gebäudesanierungsprogramms“ des Bundes. 15.07.15

Förderziel

Das Förderprogramm dient der Förderung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Minderung des CO 2-Ausstoßes bei bestehenden Wohngebäuden. Es trägt dazu bei, die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung, insbesondere einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand bis zum Jahr 2050 zu erreichen. Die Förderung soll darüber hinaus die finanzielle Belastung durch die Investitions- und Heizkosten reduzieren und diese für den Nutzer langfristig kalkulierbarer machen. 15.07.15

Wer kann Anträge stellen?

Natürliche Personen als:
Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern mit maximal 2 Wohneinheiten
Ersterwerber von neu sanierten Ein- und Zweifamilienhäusern mit maximal 2 Wohneinheiten oder Eigentumswohnungen innerhalb von 12 Monaten nach Bauabnahme 15.07.15
Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften
Für Wohnungseigentümer erfolgt die Antragstellung gemeinschaftlich durch die Wohnungseigentümergemeinschaft (siehe unter „Wie erfolgt die Antragstellung?“).
Für die Antragstellung ist ein sachverständiger Energieberater (im Folgenden: Sachverständiger) für Förderprogramme der KfW aus der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes (im Folgenden: Expertenliste) unter http://www.energie-effizienz-experten.de einzubinden.

Information für Vermieter:

In dieser Programmvariante vergibt die KfW Beihilfen nach der De-minimis-Verordnung (Nr. 1407/2013/EU vom 18.12.2013, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union L 352 am 24.12.2013) an Eigentümer von Mietwohnraum. Diese verpflichten KfW und Antragsteller zur Einhaltung spezifischer Vorgaben. Detaillierte Informationen zu den beihilferechtlichen Vorgaben für den Antragsteller enthalten das „Allgemeine Merkblatt zu Beihilfen“ (Formularnummer 600 000 0065) sowie das Merkblatt zu Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten (Formularnummer 600 000 0193).

Hinweis Kreditvariante:

Für alle nachfolgend aufgeführten Fördermaßnahmen steht Ihnen alternativ die Kreditvariante „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ (Programmnummer 151/152) zur Verfügung. Antragsberechtigt sind dort alle Träger von energetischen Investitionsmaßnahmen an selbst genutzten und vermieteten Wohngebäuden sowie Eigentumswohnungen und Ersterwerber von neu sanierten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen. Nähere Programminformationen erhalten Sie unter http://www.kfw.de/151 (KfW-Effizienzhaus) oder http://www.kfw.de/152 (Einzelmaßnahmen).

Förderung

Was wird gefördert?

Gefördert wird die energetische Sanierung von Wohngebäuden (wohnwirtschaftlich genutzte Flächen), für die vor dem 01.02.2002 der Bauantrag gestellt oder Bauanzeige erstattet wurde. 15.07.15
Die Bemessungsgrundlage für den Zuschussbetrag ist die Anzahl der Wohneinheiten nach Sanierung. Dies gilt auch bei Umwidmung (Nutzungsänderung) von beheizten Nichtwohnflächen.
Die Erweiterung bestehender Gebäude (z.B. durch einen Anbau) oder der Ausbau von vormals nicht beheizten Räumen (z.B. Dachgeschossausbau) ist förderfähig. Ausnahme: Ausschließlich in der Erweiterung oder im Ausbau neu entstehende Wohneinheiten werden im Programm „Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153) gefördert. 15.07.15
Bei unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden sowie Gebäuden mit sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz im Sinne des § 24 Absatz 1 der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind durch Erweiterung oder Ausbau neu entstehende Wohneinheiten als energetische Sanierung förderfähig. Nicht als Erweiterung förderfähig sind Anbauten, die ein selbständiges neues Gebäude bilden oder durch die der Denkmalstatus des Gebäudes eingeschränkt oder aufgehoben wird. 15.07.15
Wohneinheiten sind in einem abgeschlossenen Zusammenhang liegende und zu dauerhaften Wohnzwecken bestimmte Räume in Wohngebäuden, welche die Führung eines Haushalts ermöglichen (Zimmer, Küche/Kochnische und Bad/WC). 15.07.15
Förderfähige Investitionskosten sind die durch die fachgerechte Durchführung der energetischen Maßnahmen unmittelbar bedingten Kosten einschließlich der Beratungs-, Planungs- und Baubegleitungsleistungen durch einen Sachverständigen sowie die Kosten notwendiger Nebenarbeiten, die zur ordnungsgemäßen Fertigstellung und Funktion des Gebäudes erforderlich sind (z.B. Erneuerung der Fensterbänke, Prüfung der Luftdichtheit). Die Definition der förderfähigen Maßnahmen finden Sie unter http://www.kfw.de/430 in der „Liste der förderfähigen Maßnahmen“. 15.07.15
Die Anforderungen an die Rechnungen finden Sie unter „Nachweis der Vorhabensdurchführung“ in diesem Merkblatt.
Nicht gefördert werden Maßnahmen an Ferienhäusern und -wohnungen sowie Wochenendhäusern.
Die Förderung erfolgt wahlweise für ein KfW-Effizienzhaus oder Einzelmaßnahmen. Alle Maßnahmen müssen den technischen Mindestanforderungen entsprechen und sind durch Fachunternehmen des Bauhandwerks auszuführen. Erläuterungen und die anzuwendenden technischen Mindestanforderungen zu den KfW-Effizienzhäusern und den Einzelmaßnahmen finden Sie in den Anlagen „Technische Mindestanforderungen“ und „Liste der technischen FAQ“. 15.07.15

KfW-Effizienzhaus

Gefördert werden Maßnahmen, die dazu beitragen, das energetische Niveau eines KfW-Effizienzhauses zu erreichen. Auf Grundlage der geltenden EnEV werden folgende Niveaus gefördert (Je geringer die Zahl, desto effizienter ist das Gebäude): 15.07.15
KfW-Effizienzhaus 55
KfW-Effizienzhaus 70
KfW-Effizienzhaus 85
KfW-Effizienzhaus 100
KfW-Effizienzhaus 115
KfW-Effizienzhaus Denkmal
Die Förderung für ein KfW-Effizienzhaus Denkmal kann nur für Baudenkmale oder sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz gewährt werden. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.kfw.de/denkmal. 15.07.15

Einzelmaßnahmen

Folgende Einzelmaßnahmen werden gefördert:
Wärmedämmung von Wänden
Wärmedämmung von Dachflächen
Wärmedämmung von Geschossdecken
Erneuerung der Fenster und Außentüren
Erneuerung/Einbau einer Lüftungsanlage
Erneuerung der Heizungsanlage
Optimierung bestehender Heizungsanlagen (sofern diese älter als zwei Jahre sind)
Für Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz sind in der Anlage „Technische Mindestanforderungen“ Ausnahmeregelungen zur Wärmedämmung von Außenwänden und Dachflächen sowie zur Fenstererneuerung definiert.

Einbindung des Sachverständigen

Eine energetische Sanierung erfordert eine fundierte Fachplanung und qualifizierte Begleitung bei der Umsetzung. Im Rahmen der Planung, Antragstellung und Durchführung eines geförderten Vorhabens ist zur Unterstützung des Bauherrn ein Sachverständiger erforderlich.

Vor Beginn der Sanierung empfehlen wir eine Energieberatung!

Wir empfehlen vor Durchführung der Maßnahmen auf Basis einer unabhängigen Energieberatung ein umfassendes Sanierungskonzept erstellen zu lassen. Für die Energieberatung empfehlen wir die Sachverständigen aus der Expertenliste unter http://www.energie-effizienz-experten.de.
Die Verbraucherzentralen bieten eine geförderte Energieberatung an ( http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de). 15.07.15
Für eine weitergehende „Vor-Ort-Beratung“ gibt es Förderungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA, http://www.bafa.de). Förderberechtigte Energieberater sind in der Expertenliste unter http://www.energie-effizienz-experten.de in der Kategorie „Förderprogramme des BAFA“ veröffentlicht.
Wir empfehlen aufeinander abgestimmte Maßnahmen zu planen und durchzuführen. Bei einer energetischen Sanierung sollten immer auch Maßnahmen an aneinander grenzenden Bauteilen sowie Maßnahmen zur Einbruchsicherung ( http://www.k-einbruch.de) und Barrierereduzierung (vergleiche Programm „Altersgerecht Umbauen“, Programmnummer 159/455) geprüft werden. 15.07.15

Welche Anforderungen bestehen an Sachverständige?

Mit der Beantragung der Förderung und Begleitung des Vorhabens (bis zum Verwendungsnachweis) ist ein Sachverständiger zu beauftragen. Anerkannte Sachverständige sind die in der Expertenliste unter http://www.energie-effizienz-experten.de in den Kategorien für „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ geführten Personen. 15.07.15
Für Sanierungsvorhaben zum KfW-Effizienzhaus ist der Sachverständige wirtschaftlich unabhängig zu beauftragen. Neben einer Beratung, Planung und Baubegleitung für das Vorhaben darf der Sachverständige nicht 15.07.15
in einem Inhaber-, Gesellschafts- oder Beschäftigungsverhältnis zu den bauausführenden Unternehmen oder Lieferanten stehen oder 15.07.15
von diesen Unternehmen oder Lieferanten beauftragt werden oder 15.07.15
Lieferungen oder Leistungen vermitteln. 15.07.15
Nicht unter diese Regelung zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit fallen: 15.07.15
beim Antragsteller oder Verkäufer von sanierten Wohneinheiten angestellte Sachverständige. 15.07.15
Angestellte Sachverständige von Bau- und Handwerksunternehmen, deren Produkten und Leistungen nach einer Gütesicherung definiert und überwacht werden. Weitere Informationen über die zugelassenen Gütergemeinschaften finden Sie in den FAQ unter http://www.kfw.de/430
In folgenden Fällen sind ausschließlich Sachverständige der Kategorie „Energieeffizient Sanieren für Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz“ aus der Expertenliste unter http://www.energie-effizienz-experten.de zugelassen:
Sanierung von Baudenkmalen und sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz im Sinne des § 24 Abs. 1 EnEV zum KfW-Effizienzhaus Denkmal
Sanierung von Baudenkmalen zu einem sonstigen KfW-Effizienzhaus
Sanierung von Baudenkmalen mit Einzelmaßnahmen (außer bei den Maßnahmen „Wärmedämmung von Geschossdecken“, „Austausch der Heizung“ oder „Optimierung der Heizungsanlage“)
Sanierung sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz mit Einzelmaßnahmen bei Inanspruchnahme der Ausnahmeregelungen für:
„Wärmedämmung von Außenwänden“
„Wärmedämmung von Dachflächen“
„Austausch von Fenstern“
„Ertüchtigung von Fenstern“

Welche Leistungen sind durch den Sachverständigen zu erbringen?

Der Sachverständige führt eine energetische Fachplanung gemäß den Programmbedingungen dieses Merkblattes einschließlich Anlagen durch und erstellt den „Online-Antrag“. Nach Abschluss der Sanierung prüft der Sachverständige die programmgemäße Durchführung der geförderten energetischen Maßnahmen und erstellt den „Verwendungsnachweis“. Die fachlichen Anforderungen an die zu erbringenden Leistungen des Sachverständigen sind in der Anlage „Technische Mindestanforderungen“ beschrieben.

Zusätzliche Förderung der Leistungen des Sachverständigen

Für die energetische Fachplanung und Baubegleitung Ihres Vorhabens durch einen unabhängigen Sachverständigen gewährt die KfW einen zusätzlichen Zuschuss im Programm „Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung“ (Programmnummer 431). 16.07..15
Mit einer Förderzusage im Programm 430 haben Sie einen Anspruch auf eine Förderung der Baubegleitung, sofern die Förderbedingungen im Programm 431 eingehalten werden. Der Zuschuss ist nach Abschluss des Vorhabens separat zu beantragen. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.kfw.de/431. 09.01.15

Welche Kombination mit anderen Förderprogrammen ist möglich?

Die Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln, z.B. Krediten, Zulagen und Zuschüssen ist grundsätzlich möglich. Dabei darf die Summe der öffentlichen Förderzusagen die förderfähigen Kosten nicht übersteigen. 16.07..15
Nicht aus Mitteln dieses Programms gefördert werden Vorhaben oder Anlagen, die aus folgenden Programmen (teil)finanziert werden: 16.07..15
Kreditvariante dieses Programms (Programmnummer 151/152) 16.07..15
In einem von der KfW aus diesen Mitteln refinanzierten Programm eines Landesförderinstituts für dasselbe Vorhaben (KfW-Effizienzhaus oder Einzelmaßnahmen) 16.07..15
Förderung von Anlagen zur Stromerzeugung (Photovoltaik, Windkraftanlagen, KWK-Anlagen) nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (Einspeisevergütung) 16.07..15
Steuerliche Förderung gemäß § 35 a Absatz 3 EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen) für in diesem Programm geförderten Maßnahmen 16.07..15
Richtlinie „Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt“ (Marktanreizprogramm) des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle http://www.bafa.de) oder im KfW-Programm „Erneuerbare Energien – Premium“ ( http://www.kfw.de/271) 16.07..15
KfW-Programm „Erneuerbare Energien – Speicher“ ( http://www.kfw.de/275)
Heizungsanlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien werden gefördert: 16.07..15
In diesem Programm bei einer Sanierung zum KfW-Effizienzhaus. Eine Kombination mit dem Marktanreizprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de) ist nicht möglich. 16.07..15
Im KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (www.kfw.de/167), auch in Kombination mit dem Marktanreizprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ( http://www.bafa.de). 16.07..15
In diesem Programm als kombinierte Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien und fossiler Energieträger: Die Förderung der kompletten Heizungsanlage (z.B. Brennwertkessel Öl/Gas mit solarthermischer Anlage) ist im vorliegenden Programm als Einzelmaßnahme möglich, wenn für den Anteil mit erneuerbaren Energien keine Zuschussförderung aus o.g. BAFA-Programm erfolgt (siehe auch Anlage Technische Mindestanforderungen unter 2.2.3 Austausch der Heizungsanlage). Als Einzelmaßnahme ist eine Förderung von Heizungsanlagen ausschließlich auf Basis erneuerbarer Energien nicht möglich. 16.07..15

Regelungen zur Antragstellung und Zuschussgewährung

Wie erfolgt die Antragstellung?

Sie stellen Ihren Antrag vor Beginn des Vorhabens direkt bei der KfW. Als Beginn eines Vorhabens gilt der Start der Bauarbeiten vor Ort. Planungs- und Beratungsleistungen sowie der Abschluss von Liefer- und Leistungsverträgen gelten nicht als Vorhabensbeginn. Bei Antragstellung zum förderfähigen Ersterwerb gilt der Abschluss des Kaufvertrages als Vorhabensbeginn.
Die Antragstellung erfolgt postalisch durch Einreichung der vollständigen Antragsunterlagen im Original bei der KfW. Eine Antragstellung per Fax, E-Mail oder in Kopie ist nicht möglich, auch nicht zur Fristwahrung vorab. Nach Prüfung der vollständig eingereichten Unterlagen und Einhaltung aller Fördervoraussetzungen erhalten Sie postalisch eine Förderzusage von uns. Es gelten dabei die Förderbedingungen zum Zeitpunkt des Antragseingangs in der KfW.
Bei gemeinschaftlichen Vorhaben von Wohnungseigentümern am Gemeinschafts- und/oder Sondereigentum ist eine Antragstellung ausschließlich durch die Wohnungseigentümergemeinschaft (z.B. durch den Hausverwalter oder einen anderen Vertretungsberechtigten) möglich. Zu beachten ist, dass innerhalb der Wohnungseigentümergemeinschaft ausschließlich natürliche Personen als Wohnungseigentümer in diesem Programm antragsberechtigt sind. Nicht förderfähige Einheiten (z.B. Einheiten im Eigentum von juristischen Personen oder gewerblich genutzte Einheiten) sind bei den beantragten Investitionskosten anhand der jeweiligen Miteigentumsanteile herauszurechnen.
Sofern die geförderten Sanierungsmaßnahmen ausschließlich am Sondereigentum eines Wohnungseigentümers erfolgen, ist eine gesonderte Antragstellung durch den Wohnungseigentümer möglich.
Im Falle eines Verzichtes können Sie einen neuen Antrag für das gleiche Vorhaben (d.h. identisches Investitionsobjekt und identische Maßnahme bzw. KfW-Effizienzhausniveau) frühestens sechs Monate nach Eingang der Verzichtserklärung bei der KfW („Sperrfrist“) stellen. Für den neuen Antrag gelten die dann aktuellen Programmbedingungen einschließlich der Regelungen zum Vorhabensbeginn. 16.07.15
Hinweis für Ersterwerber
Der förderfähige Ersterwerb ist möglich für den Kauf von nach diesem Programmmerkblatt sanierten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen. Der zuschussnehmende Ersterwerber haftet für die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen. 16.07.15
Beim Ersterwerb muss der Kauf- bzw. ein verbundener Kauf und Werkvertrag eine Haftung des Verkäufers für das vereinbarte KfW-Effizienzhausniveau oder Einzelmaßnahmen gemäß „Online-Antrag“ sowie die Übergabe der aufzubewahrenden Unterlagen gemäß dem Abschnitt „Auskunfts- und Sorgfaltspflichten des Zuschussnehmers“ an den Käufer enthalten. Der Verkäufer hat den Schaden aus der Kündigung des Zuschussvertrages zu tragen, wenn die Anforderungen an das KfW-Effizienzhausniveau oder die Einzelmaßnahmen nicht erfüllt oder mangels Unterlagen nicht nachgewiesen werden können und die KfW aus diesen Gründen den Zuschuss innerhalb von 10 Jahren nach Zuschusszusage zurück fordert. 16.07.15
Sofern für zu erwerbende Wohneinheiten bereits eine Förderung aus den Programmen „Energieeffizient Sanieren“ (Programmnummern: 151/152, 430) gewährt und ausgeschöpft wurde, ist eine erneute Förderung zugunsten des Ersterwerbers nicht möglich. 16.07.15

Welche Unterlagen sind erforderlich?

Zur Antragstellung reichen Sie uns bitte folgende Unterlagen ein:
den von einem Sachverständigen erstellten, vollständig ausgefüllten und von Ihnen im Original unterschriebenen Online-Antrag. Weitere Hinweise zum „Online-Antrag“ finden Sie unter http://www.kfw.de/430. 16.07.15
bei Zuschussbeträgen kleiner 15.000 Euro: eine beidseitige Kopie Ihres gültigen Ausweisdokuments (Staatsangehörige außerhalb Deutschlands: Kopie Ihres Reisepasses)
Zusätzlich bei Wohnungseigentümergemeinschaften:
bei Zuschussbeträgen kleiner 15.000 Euro: eine beidseitige Kopie des gültigen Ausweisdokuments der antragsunterzeichnenden Person (Staatsangehörige außerhalb Deutschlands: Kopie des Reisepasses)
bei Zuschussbeträgen ab 15.000 Euro und Antragstellung durch eine juristische Person, die den Zuschuss in Vollmacht der Wohnungseigentümergemeinschaft beantragt (z.B. Hausverwaltung): eine beidseitige Kopie des gültigen Ausweisdokuments der antragsunterzeichnenden Person (Staatsangehörige außerhalb Deutschlands: Kopie des Reisepasses)
Liste der antragstellenden Wohnungseigentümer (natürliche Personen) mit den Angaben: Name, Anschrift, Geburtsdatum, Wohnungsnummer und Miteigentumsanteil 16.07.15
Bei vermietenden Eigentümern in Wohnungseigentümergemeinschaften: Anlage „De-minimis-Erklärung für Wohnungseigentümergemeinschaften“ Formularnummer 600 000 3502 16.07.15
Kopie der Vollmacht für die Antragstellung 16.07.15
Zusätzlich bei Vermietern:
Anlage „De-minimis-Erklärung des Antragstellers“ Formularnummer 600 000 0075 über bereits erhaltene „De-minimis“-Beihilfen
Bei Baudenkmalen ist für jede Antragstellung mit Ausnahme der Einzelmaßnahmen „Wärmedämmung von Geschossdecken“, „Austausch der Heizung“ oder „Optimierung der Heizungsanlage“ zusätzlich erforderlich: 16.07.15
Formular „Zusätzliche Bestätigung für Baudenkmale oder sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz“ (im „Online-Antrag“ enthalten) 09.01.15
Handelt es sich um sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz im Sinne des § 24 Abs. 1 EnEV ist für die Antragstellung zum KfW-Effizienzhaus Denkmal und bei Inanspruchnahme der Ausnahmeregelungen bei den Einzelmaßnahmen „Wärmedämmung von Außenwänden“, „Wärmedämmung von Dachflächen“, „Austausch von Fenstern“ oder „Ertüchtigung von Fenstern“ zusätzlich erforderlich:
Formular „Zusätzliche Bestätigung für Baudenkmale oder sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz“ (im „Online-Antrag“ enthalten) 09.01.15
einschließlich der Bestätigung durch die Kommune zur Einstufung des Gebäudes als sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz (auch separat über das Formular „Zusätzliche Bestätigung für sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz“ (Formularnummer 600 000 3150) möglich) 09.01.15
Weitere Informationen zum Antragsprozess erhalten Sie im Infocenter der KfW unter der Telefonnummer 0800 53 99 002 (kostenfrei).

Zuschusshöhe

Mit Nachweis der Einhaltung der Programmanforderungen für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus und der Durchführung von Einzelmaßnahmen können folgende Investitionszuschüsse gewährt werden:
KfW-Effizienzhaus 55:
30% der förderfähigen Kosten, maximal 20.000 EUR pro Wohneinheit 16.07.15
KfW-Effizienzhaus 70:
25% der förderfähigen Kosten, maximal 25.000 EUR pro Wohneinheit 16.07.15
KfW-Effizienzhaus 85:
20% der förderfähigen Kosten, maximal 20.000 EUR pro Wohneinheit 16.07.15
KfW-Effizienzhaus 100:
17,5% der förderfähigen Kosten, maximal 17.500 EUR pro Wohneinheit 16.07.15
KfW-Effizienzhaus 115:
15% der förderfähigen Kosten, maximal 15.000 EUR pro Wohneinheit 16.07.15
KfW-Effizienzhaus Denkmal:
15% der förderfähigen Kosten, maximal 15.000 EUR pro Wohneinheit 16.07.15
Einzelmaßnahmen:
10% der förderfähigen Kosten, maximal 5.000 EUR pro Wohneinheit
Bemessungsgrundlage für die Zuschusshöhe ist die Anzahl der Wohneinheiten nach Sanierung.
Beim Ersterwerb von sanierten Wohngebäuden/saniertem Wohnungseigentum ist die Bemessungsgrundlage die Anzahl der zu erwerbenden Wohneinheiten gemäß Kaufvertrag.
Die förderfähigen Kosten können bis maximal 100.000 EUR pro Wohneinheit bei einer Sanierung zum KfW-Effizienzhaus bzw. maximal 50.000 EUR pro Wohneinheit bei der Durchführung von Einzelmaßnahmen bezuschusst werden. 16.07.15
Für alle Investitionszuschüsse gilt: Zuschussbeträge unter 300 EUR werden nicht ausgezahlt.

Nachweis der Vorhabensdurchführung

Nach Abschluss der Maßnahmen, spätestens aber 36 Monate nach Zusage über die Zahlung eines Zuschusses, belegen Sie die programmgemäße Durchführung des Vorhabens wie folgt:
Der Sachverständige prüft die förderfähigen Maßnahmen und bestätigt die Umsetzung des geförderten Vorhabens gemäß der Anlage „Technische Mindestanforderungen“ und erstellt den „Verwendungsnachweis“ (Formularnummer 600 000 2782). 16.07.15
Der Zuschussnehmer bestätigt die Vorhabensdurchführung sowie die Höhe der Kosten zu den vom Sachverständigen bestätigten förderfähigen Maßnahmen im Formular „Verwendungsnachweis“ und reicht das von ihm und dem Sachverständigen unterschriebene Formular bei der KfW ein.
Die aufbewahrungspflichtigen Rechnungen (siehe unter „Auskunfts- und Sorgfaltspflichten des Zuschussnehmers“) müssen die förderfähigen Maßnahmen, die Arbeitsleistung sowie die Adresse des Investitionsobjektes ausweisen und in deutscher Sprache ausgefertigt sein.
Rechnungen über förderfähige Maßnahmen sind unbar zu begleichen und die entsprechenden Belege (z.B. Kontoauszüge) als Zahlungsnachweis aufzubewahren.

Wie erfolgt die Auszahlung?

Ist die Investitionsmaßnahme abgeschlossen, so belegen Sie uns die programmgemäße Durchführung des Vorhabens, wie im Abschnitt „Nachweis der Vorhabensdurchführung“ aufgeführt. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt drei Monate nach Prüfung und Anerkennung der eingereichten Unterlagen zur Quartalsmitte oder zum Quartalsultimo.

Auskunfts- und Sorgfaltspflichten des Zuschussnehmers

Innerhalb von 10 Jahren nach Zuschusszusage sind von Ihnen aufzubewahren und der KfW auf Verlangen vorzulegen:
Bei Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus: die vollständigen Berechnungsunterlagen sowie alle dafür relevanten Nachweise inklusive der Rechnungen und Nachweise über die geleisteten Zahlungen
Bei Einzelmaßnahmen: alle relevanten Nachweise inklusive der Rechnungen und Nachweise über die geleisteten Zahlungen
Beim Ersterwerb: die vorgenannten Unterlagen zum KfW-Effizienzhaus bzw. für die Einzelmaßnahmen anstelle von Rechnungen ein Nachweis über die förderfähigen Investitionsmaßnahmen und -kosten (mindestens durch eine Bestätigung des Verkäufers)
Unterlagen zur Dokumentation der vom Sachverständigen erbrachten Leistungen (Planung und Vorhabensbegleitung)
Sofern ein hydraulischer Abgleich durchzuführen ist: Nachweis auf dem Bestätigungsformular des VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. ( http://www.intelligent-heizen.info/broschueren)
Bei einer erforderlichen Luftdichtheitsmessung: Dokumentation des Messergebnisses in einem Messprotokoll
Bei der Sanierung von Baudenkmalen oder sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz: die für die baulichen Sanierungsmaßnahmen erforderlichen Abstimmungsnachweise und die Genehmigung der Denkmalschutzbehörde oder einer sonstigen zuständigen Behörde (z.B. Bauamt) 16.07.15
Die KfW behält sich eine jederzeitige Überprüfung der Berechnungsunterlagen und Nachweise sowie eine Vor-Ort-Kontrolle der geförderten Gebäude/Maßnahmen vor.
Sofern Sie innerhalb von 10 Jahren nach Zuschusszusage das geförderte Gebäude oder die geförderte Wohneinheit verkaufen, ist der Erwerber auf die Förderung der KfW und auf das Verschlechterungsverbot für die energetische Qualität des Gebäudes nach § 11 Absatz 1 EnEV hinzuweisen. 16.07.15
Alle Angaben im Antrag zum Verwendungszweck, zur Höhe der förderfähigen Kosten und zum Nachweis der Einhaltung der Fördervoraussetzungen sind subventionserheblich im Sinne des § 264 des Strafgesetzbuches in Verbindung mit § 2 des Subventionsgesetzes und nach § 263 des Strafgesetzbuches. 16.07.15

Weitergehende Informationen zu diesem Förderprogramm

Weitergehende Informationen zu diesem Programm (Beispiele, häufige Fragen, etc.) finden Sie im Internet unter http://www.kfw.de/430.
Anlagen
„Technische Mindestanforderungen“
„Liste der technischen FAQ“
„Liste der förderfähigen Maßnahmen“
Fußnoten


Ansprechpartner

KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main
Infocenter: (08 00) 5 39 90 02
Tel. (0 69) 74 31-0
Fax (0 69) 74 31-29 44
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