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Einzelbetriebliche Förderung landwirtschaftlicher Unternehmen - Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP)

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss; Bürgschaft
Förderbereich: Landwirtschaft & Ländliche Entwicklung
Fördergebiet: Baden-Württemberg
Förderberechtigte: Unternehmen
Ansprechpartner: zuständige untere Landwirtschaftsbehörde in Baden-Württemberg
Einzelbetriebliche Förderung landwirtschaftlicher Unternehmen – Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP)
Aktueller Hinweis:
Die Richtlinie galt bis zum 31. Dezember 2013. Informationen zur Fortsetzung des Programms lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Weitere Auskünfte erteilt der Ansprechpartner.

Ziel und Gegenstand

Das Land Baden-Württemberg unterstützt Investitionen landwirtschaftlicher Unternehmen in langlebige Wirtschaftsgüter einschließlich der Erschließungsmaßnahmen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) sowie des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).
Gefördert werden
die Errichtung, der Erwerb und die Modernisierung von unbeweglichem Vermögen,
der Kauf von Anlagen der Innenwirtschaft, einschließlich der für den Produktionsprozess notwendigen Computersoftware,
die Anlage von Dauerkulturen im Obstbau sowie
allgemeine Aufwendungen, etwa für Architektur- und Ingenieurleistungen sowie für Beratung, Betreuung von baulichen Investitionen, Durchführbarkeitsstudien sowie den Erwerb von Patenten und Lizenzen.
Ziel ist es, einen Beitrag zu einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen, umweltschonenden, tiergerechten und multifunktionalen Landwirtschaft zu leisten und somit die Wirtschaftskraft nachhaltig zu stärken.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere landwirtschaftliche Unternehmen gemäß KMU-Definition der EU sowie Betriebszusammenschlüsse von Landwirten.
Das Unternehmen muss mehr als 25% seiner Umsatzerlöse durch landwirtschaftliche Erzeugnisse erwirtschaften und die Mindestgröße nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte (§ 1 Abs. 2 ALG) erreichen bzw. überschreiten oder als landwirtschaftlicher Betrieb unmittelbar kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke verfolgen.

Voraussetzungen

Grundlage der Förderung ist der jeweils geltende Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK).
Das Vorhaben muss der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen, Rationalisierung und Senkung der Produktionskosten oder Erhöhung der betrieblichen Wertschöpfung dienen oder zur Verbesserung des Tierschutzes und der Tierhygiene durch Schaffung der baulichen und technischen Anforderungen beitragen.
Bei einem Betriebszusammenschluss haben mehrere Landwirte, die ihr Unternehmen mindestens ein Jahr vor Antragstellung selbstständig führen, ihre Zusammenarbeit vertraglich geregelt. Der Betriebszusammenschluss muss mindestens für die Dauer von sechs Jahren vereinbart worden sein.
Investitionen in Bereichen mit betrieblichen Referenzmengen sind – mit Ausnahme im Bereich der Milcherzeugung – nur im Rahmen der vorgegebenen Referenzmengen förderbar.
Der Antragsteller muss seine beruflichen Fähigkeiten für eine ordnungsgemäße Führung des Betriebes sowie die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und des durchzuführenden Investitionskonzeptes nachweisen.
Die geförderten Investitionen in Bauten und bauliche Anlagen müssen innerhalb eines Zeitraumes von 12 Jahren nach Fertigstellung und in Maschinen, technische Einrichtungen und Geräte innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren nach Lieferung dem Zuwendungszweck entsprechend verwendet werden und dürfen nicht veräußert werden.
Von der Förderung ausgeschlossen sind Ersatzinvestitionen, Maschinen und Geräte für die Außenwirtschaft, Maschinen der Innenwirtschaft, Investitionen in Wohnungen und Verwaltungsgebäude, der Erwerb von Produktionsrechten und Gesellschaftsanteilen, Tieren, Pflanzrechten oder Pflanzen, es sei denn, sie dienen der Anlage von Dauerkulturen, sowie laufende Betriebsausgaben.
Zudem sind Unternehmen, an denen die öffentliche Hand mit mehr als 25% des Eigenkapitals beteiligt ist, und Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der Leitlinien der Europäischen Gemeinschaft von der Förderung ausgeschlossen.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung wird als Zuschuss oder als Ausfallbürgschaft zur Absicherung von Kapitalmarktdarlehen gewährt.
Die Höhe des Zuschusses beträgt für Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und für die Erschließung bis zu 20% des Investitionsvolumens. Für Junglandwirte bis zu einem Alter von 40 Jahren werden ergänzende Zuschüsse von bis zu 10% des Investitionsvolumens gewährt.
Darüber hinaus werden Zuschüsse für die Erfüllung besonderer baulicher Anforderungen und für die Betreuung gewährt.
Die Höhe der anteiligen modifizierten Ausfallbürgschaft des Landes beträgt bis zu 70% des Darlehensbetrages, maximal jedoch 1 Mio. EUR.
Das förderfähige Investitionsvolumen beträgt mindestens 30.000 EUR und maximal 1 Mio. EUR je Unternehmen bzw. 1,7 Mio. je Betriebszusammenschluss von Landwirten. Diese Obergrenzen können in der Förderperiode 2007 bis 2013 höchstens einmal ausgenutzt werden.

Antragsverfahren

Die zuständigen unteren Landwirtschaftsbehörden in Baden-Württemberg führen die betriebswirtschaftliche Beratung durch und nehmen Anträge entgegen.
Die Anschriften der unteren Landwirtschaftsbehörden finden Sie im Internet.

Quelle

Richtlinie vom 20. Mai 2010, Gemeinsames Amtsblatt des Landes Baden-Württemberg Nr. 6 vom 30. Juni 2010, S. 186; zuletzt geändert durch Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 20. September 2012, Gemeinsames Amtsblatt des Landes Baden-Württemberg Nr. 12 vom 31. Oktober 2012, S. 823.

Geltungsdauer

Die Richtlinie galt bis zum 31. Dezember 2013.

Aktueller Hinweis

Die Richtlinie galt bis zum 31. Dezember 2013. Informationen zur Fortsetzung des Programms lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Weitere Auskünfte erteilt der Ansprechpartner.

Ansprechpartner

zuständige untere Landwirtschaftsbehörde in Baden-Württemberg
Internet