Fördersuche

Direktlink:
Inhalt; Accesskey: 2 | Hauptnavigation; Accesskey: 3 | Servicenavigation; Accesskey: 4
Trefferliste  

BioÖkonomie 2030 (Fachprogramm)

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Forschung & Innovation (themenspezifisch)
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Unternehmen; Forschungseinrichtung; Hochschule
Ansprechpartner: Förderberatung Forschung und Innovation des Bundes; Projektträger Jülich (PtJ)
BioÖkonomie 2030 (Fachprogramm)

Ziel und Gegenstand

Mit dem Programm BioÖkonomie 2030 unterstützt die Bundesregierung Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur nachhaltigen Nutzung von biologischen Ressourcen wie Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen in der Agrarwirtschaft sowie anderen produzierenden Bereichen.
Dieses Programm ist ein sogenanntes Fachprogramm. Diese Programme haben zum Ziel, in ausgewählten Bereichen einen im internationalen Maßstab hohen Leistungsstand von Forschung und Entwicklung zu gewährleisten.
Die Förderung wird durch die institutionelle Förderung außeruniversitärer Einrichtungen, die Ressortforschung und definierte Fördermaßnahmen der Projektförderung konkretisiert. Letztere ist Gegenstand dieser Übersicht.
Einzelne Förderbereiche sind:
Sicherung weltweiter Ernährung:
Ausbau des Leistungspotenzials der Kulturpflanzen und Stabilisierung der Erträge durch verbesserte Resistenzen. Erforschung regional bzw. lokal angepasster Bewirtschaftung in Entwicklungsländern zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und für stabile Erträge bei geringerem Betriebsmitteleinsatz. Hierzu beitragen soll die Bestandsaufnahme der genetischen Vielfalt vor allem landwirtschaftlich genutzter Tiere und Pflanzen sowie eine systematische Aufklärung der Beziehung zwischen Umweltfaktoren und Pflanzeneigenschaften. Zur Reduktion der Nach-Ernte-Verluste sollen technische und logistische Ansätze entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Prozessketten erforscht werden. Um die weltweite Nachfrage nach tierischen Nahrungsmitteln in Zukunft zu befriedigen, sollen Forschungsanstrengungen zur Produktivitätssteigerung im Einklang mit Mensch, Tier, Natur und Umwelt bzw. zur Entwicklung eines alternativen pflanzlichen Proteins geleistet werden.
Nachhaltige Agrarproduktion:
Erarbeitung von Nutzungs- und Wiedergewinnungskonzepten für begrenzt verfügbare Düngemittel. Verbesserung der Anbaupraktiken und Optimierung von Pflanzen. Weiterentwicklung integrierter Pflanzenschutzverfahren zur Minimierung der Risiken des Pflanzenschutzes. Verantwortungsvoller Umgang mit gentechnisch veränderten Pflanzen und Vorantreiben der biologischen Sicherheitsforschung. Unterstützung des nachhaltigen Landmanagements und Förderung eines integrierten Ansatzes in der agrar- und forstwirtschaftlichen Forschung in Hinblick auf Klima- und Umweltschutz. Förderung von innovativen Konzepten in der Tierzüchtung, -haltung und -ernährung für eine klima-, natur-, umwelt- und ressourcenschonende, tiergerechte aber auch wirtschaftliche Produktion.
Produktion gesunder und sicherer Lebensmittel:
Unterstützung von verbraucherorientierten Produkt- und Prozessinnovationen für gesunde, qualitativ hochwertige, schmackhafte, preiswerte und sichere Nahrungsmittel. Vermeidung von Rückständen chemisch-synthetischer Dünge- und Pflanzenschutzmittel in Lebensmitteln und Verringerung des Einsatzes von Zusatzstoffen und Verarbeitungshilfsstoffen in der Lebensmittelverarbeitung. Förderung der Erforschung von Tierseuchen und -krankheiten sowie von Strategien zur Minimierung des Arzneimitteleinsatzes. Entwicklung von innovativen Technologien und Methoden zur Gewährleistung der Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln tierischer und pflanzlicher Herkunft.
Industrielle Nutzung nachwachsender Rohstoffe:
Ziel ist die innovative Anwendung nachwachsender Rohstoffe in der Medizin, Industrie, Agrarwirtschaft und für die Umwelt. Dies soll vor allem durch Koppel- und Kaskadennutzung geschehen und erfordert eine vertiefte Verfahrens- und Prozessentwicklung für die Verarbeitung von Biomasse in Zero-Waste-Bioraffinerien. Neue bio-aktive Substanzen sollen erforscht und identifiziert werden. Für den Transformationsprozess hin zu einer Bioökonomie sollen strategische Allianzen zwischen Forschungseinrichtungen, Hersteller- und Anwenderunternehmen sowie verbundenen Institutionen etabliert werden.
Energieträger auf der Basis von Biomasse:
Gefördert wird die energetische Nutzung von Biomasse, ohne dass die Nahrungsmittelproduktion eingeschränkt werden soll. Dies kann vor allem durch die Ausschöpfung der Potenziale von Rest-Biomasse geschehen. Weiterhin ist es Ziel durch die Optimierung der Prozess- und Wertschöpfungskette von Rohstoffen für Bioenergie die Wirtschaftlichkeit der Verfahren sowie Ressourcen-, Prozesseffizienz und Umweltverträglichkeit zu steigern.
Besonderes Augenmerk wird zudem auf Querschnittsaktivitäten gelegt, die die Interdisziplinarität in Forschung und Entwicklung ausbauen, den Transfer in die Praxis beschleunigen, die Potenziale der internationalen Zusammenarbeit nutzen sowie den Dialog mit der Gesellschaft intensivieren.
Ziel ist es, mit Forschung und Innovation einen Strukturwandel von einer erdöl- zu einer bio-basierten Industrie zu ermöglichen, der mit großen Chancen für Wachstum und Beschäftigung verbunden ist.

Antragsberechtigte

Anträge können von Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen gestellt werden.

Voraussetzungen

Die Antragsteller müssen über die notwendige fachliche Qualifikation und eine ausreichende Kapazität zur Durchführung ihres Vorhabens verfügen.
Die Vorhaben müssen
die Kompetenz zur Lösung definierter Probleme stärken,
den Stand der Technik fortentwickeln,
mit einem hohen technischen und wirtschaftlichen Risiko verbunden sein und
hinsichtlich der Themenstellung und der Ziele im Interesse des Bundes liegen.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt durch einen Zuschuss.
Bei der Förderung von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft wird eine angemessene Eigenbeteiligung des Zuwendungsempfängers von in der Regel mindestens 50% vorausgesetzt. Die tatsächliche Höhe der Förderung richtet sich nach der Höhe der entstandenen Kosten.
Die Höhe des Zuschusses bei Vorhaben von Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen richtet sich nach der Höhe der entstehenden Ausgaben.

Antragsverfahren

Zur Umsetzung des Programms werden Bekanntmachungen zu einzelnen Schwerpunkten veröffentlicht.
Erstanlaufstelle für alle Fragen zur Forschungs- und Innovationsförderung des Bundes ist die
Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes
beim Projektträger Jülich
Forschungszentrum Jülich GmbH
Zimmerstraße 26-27
10969 Berlin
Tel. (08 00) 26 23-0 08
Fax (0 30) 2 01 99-4 70
E-Mail: förderinfo@bmbf.bund.de
Internet: http://www.foerderinfo.bund.de
Informationen erteilt auch der Projektträger
Projektträger Jülich (PtJ)
Geschäftsbereich Biotechnologie
52425 Jülich
Tel. (0 24 61) 61-38 55
Fax (0 24 61) 61-69 99
E-Mail: h.-m.biehl@fz-juelich.de
Internet: http://www.ptj.de/biooekonomie

Quelle

Informationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Stand September 2014.

Wichtige Hinweise

Im Rahmen der „Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“ stellt die Bundesregierung zwischen 2010 und 2016 2,3 Mrd. EUR für Forschung zur Umsetzung einer wissensbasierten Bioökonomie zur Verfügung. 02.09.14
Weitere Informationen zum Förderprogramm sowie das Programm BioÖkonomie 2030 im Volltext können im Internet abgerufen werden. 23.03.11

Ansprechpartner

Förderberatung Forschung und Innovation des Bundes
beim Projektträger Jülich
Zimmerstraße 26-27
10969 Berlin
Tel. (08 00) 26 23-0 08
Fax (0 30) 2 01 99-4 70
E-Mail
Internet

Projektträger Jülich (PtJ)
Geschäftsbereich Biotechnologie
Forschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich
Tel. (0 24 61) 61-38 55
Fax (0 24 61) 61-69 99
E-Mail
Internet