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Regionales Wirtschaftsförderungsprogramm - Gewerbliche Wirtschaft einschließlich Tourismusgewerbe (RWP.NRW 2018)

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Arbeit; Regionalförderung; Unternehmensfinanzierung
Fördergebiet: Nordrhein-Westfalen - GRW-Gebiete
Förderberechtigte: Unternehmen
Ansprechpartner: NRW.BANK
Regionales Wirtschaftsförderungsprogramm – Gewerbliche Wirtschaft einschließlich Tourismusgewerbe (RWP.NRW 2018)
Aktueller Hinweis:
Aufgrund des hohen Antragsaufkommens für die gewerbliche Förderung werden nach Informationen der NRW.BANK die aktuell verfügbaren Haushaltsmittel nicht ausreichen, um alle bewilligungsreifen Förderanträge zeitnah bedienen zu können. Um dennoch die gewerbliche Förderung fortführen zu können und einen Antragsstopp zu vermeiden, ist bis auf weiteres eine Priorisierung der Fördervorhaben erforderlich. Siehe weitere Einzelheiten unter „Wichtige Hinweise”.

Ziel und Gegenstand

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” (GRW) Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Tourismusgewerbes sowie nicht-investive Maßnahmen.
Unterstützt werden Investitionsvorhaben vorrangig von kleinen und mittleren Unternehmen in den ausgewiesenen Fördergebieten des Landes, durch die Dauerarbeitsplätze neu geschaffen oder gesichert werden. Förderfähig sind
die Errichtung neuer oder Erweiterung bestehender Betriebsstätten,
der erstmalige Erwerb bzw. die erstmalige Errichtung einer Betriebsstätte in der Gründungsphase,
die Übernahme einer von Stilllegung bedrohten Betriebsstätte,
die Diversifizierung der Produktion einer Betriebsstätte in vorher dort nicht hergestellte Produkte,
die grundlegende Änderung des gesamten Produktionsprozesses einer bestehenden Betriebsstätte.
Investitionsvorhaben großer Unternehmen können gefördert werden, wenn ein besonderer Struktureffekt erzielt wird und mindestens 30 neue Dauerarbeitsplätze geschaffen werden. Dabei muss es sich um eine Investition in eine neue Betriebsstätte handeln oder eine Investition zur Diversifizierung der Tätigkeit in einer Betriebsstätte.
Darüber hinaus können Maßnahmen kleiner und mittlerer Unternehmen zur Beratung und Schulung sowie zur Markteinführung innovativer Produkte gefördert werden.
Ziel ist es, in den strukturschwachen Regionen (Fördergebieten) des Landes Investitionsanreize zur Schaffung und Sicherung von Dauerarbeits- und Ausbildungsplätzen zu schaffen, die mit sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern besetzt werden. Die Investitionsvorhaben sollen zur Verbesserung der Einkommenssituation und zur Stärkung der regionalen Wirtschaftsstruktur beitragen.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die betriebliche Investitionen in Betriebsstätten im Land Nordrhein-Westfalen vornehmen.
Gefördert werden ausschließlich Investitionen in den ausgewiesenen Fördergebieten.
Von der Förderung ausgeschlossen sind insbesondere folgende Wirtschaftsbereiche: Land- und Forstwirtschaft, Aquakultur, Fischerei, Eisen- und Stahlindustrie, Bergbau/Urproduktion, Energie- und Wasserversorgung, Baugewerbe (mit Ausnahmen), Einzelhandel (soweit nicht Versandhandel), Transport- und Lagergewerbe, Krankenhäuser, Kliniken, Sanatorien, Altenheime oder ähnliche Einrichtungen, Kunstfaserindustrie, Flughäfen, Finanz- und Versicherungsdienstleister sowie Unternehmensberatungen.
Einschränkungen gelten für die Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und von Erzeugnissen der Fischerei und Aquakultur.

Voraussetzungen

Grundsätzlich gilt Teil II des GRW-Koordinierungsrahmens „Regelungen über Voraussetzungen, Art und Intensität der Förderung” in der jeweils geltenden Fassung.
Bei Investitionsvorhaben dürfen die förderfähigen Ausgaben 150.000 EUR nicht unterschreiten.
Das Vorhaben muss spätestens innerhalb von sechs Monaten nach Bekanntgabe des Zuwendungsbescheides begonnen und innerhalb von 36 Monaten beendet werden.
Die Gesamtfinanzierung des Vorhabens muss gesichert sein. Der Eigenanteil des Antragstellers zur Finanzierung des Investitionsvorhabens muss mindestens 25% der förderfähigen Ausgaben betragen.
Geförderte Wirtschaftsgüter müssen mindestens fünf Jahre nach Abschluss des Investitionsvorhabens in der geförderten Betriebsstätte verbleiben.
Neu geschaffene Dauerarbeitsplätze dürfen max. zu 20% mit Leiharbeiternehmern besetzt werden.
Neu geschaffene oder gesicherte Arbeitsplätze müssen für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren nach Abschluss des Investitionsvorhabens tatsächlich besetzt oder zumindest auf dem Arbeitsmarkt dauerhaft angeboten werden.
Betriebsverlagerungen innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen werden nicht gefördert. Ausgenommen sind Betriebsverlagerungen im Zusammenhang mit dem erstmaligen Erwerb bzw. der erstmaligen Errichtung eigener Räumlichkeiten in der Gründungsphase, im Zusammenhang mit einem Arbeitsplatz schaffenden Vorhaben sowie Verlagerungen von KMU innerhalb einer Gemeinde.
Unternehmen in Schwierigkeiten werden nicht gefördert.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung wird als Zuschuss gewährt.
Die Höhe der Förderung ist abhängig von der Art des Vorhabens, der Größe des Unternehmens und dem Investitionsort.
Förderhöhe in den C-Fördergebieten:
kleine Unternehmen: max. 25% bei Arbeitsplatz schaffenden und max. 15% bei Arbeitsplatz sichernden Maßnahmen,
mittlere Unternehmen: max. 15% bei Arbeitsplatz schaffenden und max. 12,5% bei Arbeitsplatz sichernden Maßnahmen,
große Unternehmen: max. 10%, max. 7,5 Mio. EUR, bei Arbeitsplatz schaffenden Maßnahmen.
Die Fördersätze für Arbeitsplatz schaffende Maßnahmen können für kleine und mittlere Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen um fünf Prozentpunkte erhöht werden.
Förderhöhe in den D-Fördergebieten:
kleine Unternehmen: max. 20% bei Arbeitsplatz schaffenden und max. 15% bei Arbeitsplatz sichernden Maßnahmen,
mittlere Unternehmen: max. 10% bei Arbeitsplatz schaffenden und max. 10% bei Arbeitsplatz sichernden Maßnahmen,
große Unternehmen: max. 10% bzw. max. 200.000 EUR bei Arbeitsplatz schaffenden Maßnahmen auf Basis der De-minimis-Regelung.
Förderfähige Ausgaben bei Investitionsvorhaben je geförderten Dauerarbeitsplatz:
250.000 EUR bei Arbeitsplatz schaffenden Maßnahmen,
100.000 EUR bei Arbeitsplatz sichernden Maßnahmen.
Förderhöhe bei nicht-investiven Vorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen:
bei Beratungsleistungen bis zu 50%, höchstens 50.000 EUR,
bei Schulungen bis zu 40% in C-Fördergebieten und bis zu 35% in D-Fördergebieten, insgesamt max. 50.000 EUR,
bei Markteinführung innovativer Produkte 50% der förderfähigen Ausgaben, max. 100.000 EUR auf Basis der De-minimis-Regelung.

Antragsverfahren

Anträge müssen vor Beginn der Maßnahme unter Verwendung der vorgesehenen Formulare bei der
NRW.BANK
Friedrichstraße 1
48145 Münster
Internet: http://www.nrwbank.de
Service-Center
Tel. (02 11) 9 17 41-48 00
Fax (02 11) 9 17 41-78 32
E-Mail: info@nrwbank.de
gestellt werden. Weiterführende Informationen, Formulare und Merkblätter finden Sie auf den Internetseiten der NRW.BANK.

Quelle

Runderlass des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen vom 1. August 2018; Rundschreiben der NRW.BANK vom 31. August 2018. 10.09.18

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2020.

Wichtige Hinweise

Laut Mitteilung der NRW.BANK sind aufgrund des hohen Antragsaufkommens für alle bewilligungsreifen Förderanträge, die seit dem 12. April 2018 im „Arbeitskreis gewerbliche Wirtschaft” zur Förderung empfohlen wurden oder seit diesem Zeitpunkt in Eigenregie durch die NRW.BANK entschieden werden, die Förderzusagen nach folgenden Prioritäten zu erteilen: 13.08.18
Vorrangig gefördert werden:
Errichtungsinvestitionen von KMU,
Errichtungsinvestitionen von Gründern in der Gründungsphase von 60 Monaten,
Übernahme von Stilllegung bedrohter Betriebe.
Wenn jeweils im Herbst noch Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, kann eine nachrangige Förderung in nachstehender Reihenfolge erfolgen:
Arbeitsplatz schaffende Erweiterungsvorhaben,
Arbeitsplatz schaffende Vorhaben von Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von > 30%,
Arbeitsplatz sichernde Vorhaben,
Vorhaben von Großunternehmen.
Die Beratungsförderung ist landesweit möglich. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Landesaufgabe.

Aktueller Hinweis

Aufgrund des hohen Antragsaufkommens für die gewerbliche Förderung werden die aktuell verfügbaren Haushaltsmittel nach Informationen der NRW.BANK nicht ausreichen, um alle bewilligungsreifen Förderanträge zeitnah bedienen zu können. Um dennoch die gewerbliche Förderung fortführen zu können und einen Antragsstopp zu vermeiden, ist bis auf weiteres eine Priorisierung der Fördervorhaben erforderlich (vgl. Abschnitt "Wichtige Hinweise").

Ansprechpartner

NRW.BANK
Friedrichstraße 1
48145 Münster
E-Mail
Internet

Service-Center
Tel. (02 11) 9 17 41-48 00
Fax (02 11) 9 17 41-78 32
E-Mail: info@nrwbank.de

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