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Förderprogramm Wohnungsbau - Sozialmietwohnraumförderung

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss; Darlehen
Förderbereich: Energieeffizienz & Erneuerbare Energien; Wohnungsbau & -modernisierung
Fördergebiet: Baden-Württemberg
Förderberechtigte: Unternehmen; Kommune; Öffentliche Einrichtung; Privatperson; Verband/Vereinigung
Ansprechpartner: zuständige Wohnraumförderungsstelle Baden-Württemberg; L-Bank
Förderprogramm Wohnungsbau – Sozialmietwohnraumförderung

Ziel und Gegenstand

Das Land Baden-Württemberg fördert im Rahmen des Förderprogramms Wohnungsbau landesweit die Schaffung von Sozialmietwohnraum für Privataushalte, die sich am Markt nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können und auf Unterstützung angewiesen sind.
Mitfinanziert werden im Rahmen der Basisförderung
der Neubau (auch Ersatzneubau) oder Erwerb neuen Mietwohnraums (innerhalb von vier Jahren nach dessen Bezugsfertigkeit); gefördert wird auch Mietwohnraum, der für Zwecke des ambulant betreuten Wohnens erstellt wird;
Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen zur Schaffung neuen, zusätzlichen Mietwohnraums unter wesentlichem Bauaufwand (u.a. Ausbau eines Dachgeschosses, Aufstocken eines Gebäudes, Umwandlung von Räumen, Erneuerung leerstehender Wohnungen);
die Begründung von Miet- und Belegungsbindungen an freiem bezugsfertigem Mietwohnraum bzw. die Fortführung von Belegungsrechten im Anschluss an bestehende Bindungen.
Die Basisförderung ergänzend werden folgende Maßnahmen im Rahmen einer Zusatzförderung gefördert:
die energetische Sanierung ab Erreichung eines bestimmten KfW-Effizienzhaus-Standards,
Herstellung von Barrierefreiheit des Mietwohnraums nach DIN,
innovative Bauvorhaben sowie
Maßnahmen zur Gestaltung des Wohnumfeldes sowie zur Stabilisierung von Quartiersstrukturen.
Je neu fertiggestellter und bezugsfertiger, im Rahmen des Programms Wohnungsbau geförderter Mietwohnung erhält die Standortgemeinde eine Nachfrageprämie.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Bauherren, die neue Sozialmietwohnungen bauen, sowie Erwerber von neuen Mietwohnungen (Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Gemeinden, Kreise, Gemeindeverbände, sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie Privatpersonen).

Voraussetzungen

Die festgelegten Wohnungsgrößen sind einzuhalten.
Die Mietpreis- sowie Belegungsbindungen sind einzuhalten.
Die geförderten Wohnungen dürfen innerhalb des Bindungszeitraums nur Haushalten überlassen werden, die über einen Wohnberechtigungsschein verfügen. Wohnungen, die im Rahmen des ambulant betreuten Wohnens gefördert werden, sind entsprechend zu binden und dürfen nur an Senioren, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, oder an schwerbehinderte Menschen vermietet werden.
Die Eigenleistung des Antragstellers beträgt mindestens 20% der Gesamtkosten.
Bei Neubauten bzw. erworbenen neuen Mietwohnraum sowie Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen gelten die anzuwendenden Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV).
Das Erreichen besonderer Energiestandards ist durch einen in der Expertenliste für die Förderprogramme des Bundes gelisteten Sachverständigen nachzuweisen.
Bei Begründung von Miet- und Belegungsbindungen gelten keine besonderen Voraussetzungen für den Energiestandard des Objektes. Der bestehende Wohnraum muss gut erhalten sein.
Die Nachfrageprämie ist zu wohnungswirtschaftlichen Zwecken einzusetzen.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines langfristigen, zinsverbilligten Darlehens. Alternativ ist auch ein Zuschuss möglich.
Basisförderung:
Beim Bau und Erwerb neuen Mietwohnraums sowie bei Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen erfolgt die Basisförderung in Form von MW 10-, MW 15-, MW 25- oder MW 30-Darlehen. Der Finanzierungsanteil beträgt bis zu 80% der Gesamtkosten des Vorhabens. Die Baukosten sind in Höhe eines Festbetrags von 3.000 EUR je m 2 förderfähiger Wohnfläche berücksichtigungsfähig. Der Subventionswert des Darlehens kann ganz oder teilweise als Zuschuss ausgezahlt werden.
Die Begründung von Miet- und Belegungsrechten wird durch einen Zuschuss gefördert. Er beträgt beispielsweise bei 10 Jahren Miet- und Belegungsbindung 335 EUR je m 2 Wohnfläche, bei 30 Jahren Miet- und Belegungsbindung 711 EUR je m 2 Wohnfläche.
Bei einer Mietabsenkung ab 34 Prozent auf die ortsübliche Vergleichsmiete wird ein Ergänzungszuschuss zur Basisförderung gewährt.
Zusatzförderung:
Für das Erreichen eines bestimmten KfW-Effizienzhaus-Standards, bei Einführung der Barrierefreiheit des Mietwohnraums, für innovative Vorhaben sowie für Maßnahmen zur Gestaltung des Wohnumfeldes sowie zur Stabilisierung von Quartiersstrukturen, werden je nach Vorhaben Tilgungszuschüsse, eine Erhöhung der Basisförderung bzw. Zuschüsse gewährt.
Nachfrageprämie:
Die Höhe des Zuschusses beträgt 2.000 EUR je Sozialmietwohnung.

Antragsverfahren

Die Anträge sind vor Baubeginn bzw. Abschluss des notariellen Kaufvertrags bei der zuständigen Wohnraumförderungsstelle (Landratsamt/Bürgermeisteramt) des Bauorts auf dem jeweiligen Vordruck der L-Bank einzureichen. Die Anschriften können im Internet abgerufen werden.
Die zuständige Wohnraumförderungsstelle leitet den Antrag zur Bewilligung an die
L-Bank
Staatsbank für Baden-Württemberg
Schlossplatz 10
76113 Karlsruhe
Hotline (07 21) 1 50-38 75
Tel. (07 21) 1 50-0
Fax (07 21) 1 50-38 29
E-Mail: mietwohnungsbau@l-bank.de
Internet: http://www.l-bank.de
weiter. Antragsformulare sind im Internet erhältlich.

Quelle

Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg zum Förderprogramm Wohnungsbau vom 26. März 2018; Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg vom 3. April 2018.

Wichtige Hinweise

Das neue Förderprogramm „Wohnungsbau BW 2018/2019” ist zum 3. April 2018 in Kraft getreten. Für die Jahre 2018 und 2019 stehen Fördermittel in Höhe von 500 Mio. EUR zur Verfügung. Die Mietwohnraumförderung wurde auf eine Festbetragsförderung umstrukturiert.
Für dieselbe Maßnahme ist eine Kumulation des Förderdarlehens mit anderen Förderprogrammen des Landes und der L-Bank sowie dem KfW-Programm Energieeffizient Sanieren (bei Umwidmung vormals beheizter Räume zu neuen Wohneinheiten) ausgeschlossen.

Ansprechpartner

zuständige Wohnraumförderungsstelle Baden-Württemberg
Internet

L-Bank
Staatsbank für Baden-Württemberg
Schlossplatz 10
76113 Karlsruhe
Hotline (07 21) 1 50-38 75
Tel. (07 21) 1 50-0
Fax (07 11) 1 50-38 29
E-Mail
Internet