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Integrierte ländliche Entwicklung

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Infrastruktur; Landwirtschaft & Ländliche Entwicklung; Regionalförderung
Fördergebiet: Rheinland-Pfalz
Förderberechtigte: Unternehmen; Kommune; Öffentliche Einrichtung; Privatperson; Verband/Vereinigung
Ansprechpartner: Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD); Dienstleistungszentren Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz
Integrierte ländliche Entwicklung

Ziel und Gegenstand

Das Land Rheinland-Pfalz fördert mit Unterstützung des Bundes und der EU Maßnahmen zur Verbesserung der ländlichen Strukturen.
Im Einzelnen können folgende Vorhaben gefördert werden:
Erarbeitung integrierter ländlicher Entwicklungskonzepte (ILEK) zur Einbindung einer nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft,
Regionalmanagement zur Initiierung, Organisation und Umsetzungsbegleitung der ländlichen Entwicklungsprozesse,
Neuordnung ländlichen Grundbesitzes und Gestaltung des ländlichen Raums zur Verbesserung der Agrarstruktur,
investive Maßnahmen, deren Vorbereitung und Begleitung im Zusammenhang mit land- und forstwirtschaftlichen Tätigkeiten und deren Umstellung sowie mit Tätigkeiten im ländlichen Raum in folgenden Bereichen:
Infrastrukturmaßnahmen zur Erschließung der landwirtschaftlichen oder touristischen Entwicklungspotenziale im Rahmen der Einkommensdiversifizierung land- oder forstwirtschaftlicher Betriebe,
Maßnahmen zur dezentralen Versorgung mit erneuerbaren Energien,
Neubau befestigter Verbindungswege und landwirtschaftlicher Wege,
Anlage von Schutzpflanzungen und vergleichbaren landschaftsverträglichen Anlagen,
Kooperation von Land- und Forstwirten mit anderen Partnern im ländlichen Raum zur Einkommensdiversifizierung oder zur Schaffung zusätzlicher Beschäftigungsmöglichkeiten sowie
Infrastrukturmaßnahmen zur Erhaltung des Steillagenweinbaus.
Umsetzung des Schwerpunktes 4 (Leader) mit Maßnahmen der GAK.
Grundlage der Förderung ist der jeweils geltende Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes” (GAK).
Ziel ist es, den ländlichen Raum als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum zu sichern und weiter zu entwickeln und somit zu einer nachhaltigen Stärkung der Wirtschaftskraft beizutragen.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind – je nach Maßnahme – Gemeinden, Gemeindeverbände, Landkreise, kommunale Gebietskörperschaften, natürliche Personen und Personengesellschaften sowie juristische Personen des privaten Rechts, öffentlich-private Partnerschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit, Teilnehmergemeinschaften, deren Zusammenschlüsse sowie Wasser- und Bodenverbände und vergleichbare Körperschaften.

Voraussetzungen

Integrierte Entwicklungskonzepte müssen auf der Basis einer Analyse der regionalen Stärken und Schwächen die Entwicklungsziele der Region definieren, Handlungsfelder festlegen, die Strategie zur Realisierung der Entwicklungsziele darstellen, die Möglichkeiten einer dezentralen Versorgung mit erneuerbaren Energien untersuchen und prioritäre Entwicklungsprojekte beschreiben. Die Bevölkerung und die relevanten Akteure der Region sind in geeigneter Weise einzubeziehen.
Die im Rahmen des Regionalmanagements durchführende Stelle muss eine hinreichende Qualifikation nachweisen.
Im Fall investiver Maßnahmen sind Anlagen mindestens 12 Jahre dem Zuwendungszweck entsprechend zu verwenden und dürfen nicht veräußert werden.
Von der Förderung ausgeschlossen sind u.a. Bau- und Erschließungsmaßnahmen in Neubau-, Gewerbe- und Industriegebieten, gesetzlich vorgeschriebene Planungsarbeiten, Beratungs- und Betreuungsleistungen der öffentlichen Verwaltung, Betriebskosten sowie Maßnahmen in Orten mit mehr als 10.000 Einwohnern, sofern die Maßnahme innerhalb der Ortslage vorgesehen ist.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung wird als Zuschuss gewährt.
Die Höhe der Förderung beträgt für
integrierte ländliche Entwicklungskonzepte: einmalig bis zu 75% der Kosten, max. 50.000 EUR,
Regionalmanagement: bis zu 70% der Kosten, max. 50.000 EUR jährlich (in Gebieten mit mehr als 60.000 Einwohnern max. 75.000 EUR) für einen Zeitraum von max. fünf Jahren bei einem Förderhöchstsatz im vierten Jahr von 40.000 EUR und im fünften Jahr von 30.000 EUR,
die Umsetzung eines ILEK und Maßnahmen im Rahmen des Schwerpunktes 4 (Leader): einen bis zu 10% erhöhten Fördersatz für investive Maßnahmen gegenüber dem Fördersatz der jeweiligen Maßnahme nach den Bestimmungen des jeweiligen Förderungsgrundsatzes,
Neuordnung Grundbesitz: abhängig von der jeweiligen Maßnahme, in der Regel bis zu 75% der zuwendungsfähigen Ausführungskosten,
Infrastrukturmaßnahmen: für Gemeinden, Landkreise und Wasser- und Bodenverbände oder ähnliche Körperschaften bis zu 45% der förderfähigen Kosten. Für Private jeder Rechtsform bis zu 25% der förderfähigen Kosten. Bei Unternehmenskooperationen mit Landwirten bis zu 30% der förderfähigen Ausgaben, bei Maßnahmen zur Erhaltung des Steillageweinbaus bis zu 80% der zuwendungsfähigen Ausgaben und bei Maßnahmen der dezentralen Versorgung erneuerbarer Energien in der Regel max. 100.000 EUR.

Antragsverfahren

Anträge für integrierte ländliche Entwicklungskonzepte, Regionalmanagement, Bodenordnungsverfahren sowie Infrastrukturmaßnahmen, Maßnahmen zur dezentralen Versorgung erneuerbarer Energien und Kooperationen von Land- und Forstwirten sind bei der
Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD)
Referat 44
Willy-Brandt-Platz 3
54290 Trier
Tel. (06 51) 94 94-0
Fax (06 51) 94 94-1 79
E-Mail: poststelle@add.rlp.de
Internet: http://www.add.rlp.de
einzureichen.
Anträge für die Förderung anderer Maßnahmen sind an die Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR) Rheinland-Pfalz zu richten. Die Anschriften der DLR sind im Internet unter http://www.dlr.rlp.de abrufbar.

Quelle

Verwaltungsvorschrift vom 8. Dezember 2004, Ministerialblatt der Landesregierung Rheinland-Pfalz Nr. 2 vom 11. Februar 2005, S. 74; zuletzt geändert durch Verwaltungsvorschrift vom 28. Juni 2011, Ministerialblatt der Landesregierung Rheinland-Pfalz Nr. 9 vom 29. Juli 2011, S. 146.

Ansprechpartner

Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD)
Referat 44
Willy-Brandt-Platz 3
54290 Trier
Tel. (06 51) 94 94-0
Fax (06 51) 94 94-1 70
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