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Auslandsmesseprogramm

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Außenwirtschaft; Messen & Ausstellungen
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Unternehmen
Ansprechpartner: Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA)

Anlage 1

Erfolgreiche Messebeteiligung
Teil 2: Spezial Auslandsmessenbeteiligungsformen (Auszug)
[...]

III. Die Auslandsmesseprogramme des Bundes und der Bundesländer

1. Die Programme der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi) und für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Wie kommt es zum Auslandsmesseprogramm?

Im Rahmen des Auslandsmesseprogramms wird die Beteiligung deutscher Firmen an ausgewählten Auslandsmessen aus Bundesmitteln unterstützt.
Die Teilnahme an den Beteiligungen steht allen deutschen Unternehmen offen, die deutsche Produkte ausstellen. Größe, Herkunft, Branchen- und Verbandszugehörigkeit spielen keine Rolle.
Im Auslandsmesseprogramm der Bundesrepublik Deutschland werden jährlich durch den AUMA die geplanten Beteiligungen veröffentlicht. Am Außenhandel interessierte Verbände und Spitzenorganisationen der Wirtschaft, die deutschen Auslandshandelskammern und die deutschen diplomatischen Vertretungen ebenso wie die beteiligten Bundesministerien und der AUMA wirken im „Arbeitskreis für Auslandsmessebeteiligungen beim AUMA” hinsichtlich Programm und Umsetzung mit. Bei der Auswahl dieser Messen durch den Arbeitskreis erfolgt eine wirtschaftlich sinnvolle Konzentration auf Märkte, deren Potenzial wegen schwieriger Zugangsbedingungen gerade von kleineren und mittleren Unternehmen ohne unterstützte Auslandsmessebeteiligungen nicht angemessen ausgeschöpft werden kann. Durch die Einbindung gerade der Branchenfachverbände ist das Programm besonders nachfrageorientiert.
Die in diesem Gremium beschlossene Messe-Auswahl wird unmittelbar nach Verabschiedung im Frühjahr in der Online-Messedatenbank des AUMA veröffentlicht. Änderungen im Auslandsmesseprogramm werden tagesaktuell eingepflegt. So sind auch die Ergebnisse einer zweiten Sitzung des Arbeitskreises, die regelmäßig im Herbst stattfindet, umgehend online abrufbar. ( http://www.auma.de -> Messedatenbank Auslandsprogramme Bund). Im November jeden Jahres wird zusätzlich eine Printversion veröffentlicht. Das „Auslandsmesseprogramm” wird vom AUMA auf Anforderung kostenfrei zugesandt und wird auch in der Printversion als PDF-Datei auf der AUMA-Website im Downloadbereich bereitgestellt.
Die Finanzmittel aus den öffentlichen Haushalten werden für die Organisation und Durchführung der Beteiligungen und für die Veranstaltung eigener deutscher Ausstellungen im Ausland eingesetzt.
Das jährlich neu beratene Programm ermöglicht eine flexible Anpassung an sich ändernde wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Voraussetzungen. Organisation, technische und finanzielle Abwicklung der Beteiligungen werden Durchführungsgesellschaften übertragen. (Eine vollständige Adressenliste findet sich als Anhang im „Auslandsmesseprogramm”.)
Die jeweilige Gesellschaft, die von den Ministerien mit der Durchführung einer Beteiligung beauftragt wurde, ist für die Aussteller aus Deutschland in allen organisatorischen Fragen der Ansprechpartner. Für den Aussteller steht somit in Deutschland ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.

Informationsstand (I)

Eine Beteiligung nur durch einen Informationsstand ist die einfachste Form einer deutschen Auslandsmessebeteiligung. Ein Informationsstand zeigt das offizielle deutsche Interesse am Land und am Warenaustausch mit dem Land, eine „Visitenkarte”, die künftige Geschäftsbeziehungen anbahnen kann.
Jede Beteiligung hat einen Informationsstand. Er ist mit Fachleuten besetzt, die aus der betreffenden Branche kommen (Auskunftspersonen). Sie werden nach Abstimmung mit dem zuständigen Bundesministerium vom AUMA beauftragt.
Ihre Aufgabe ist die Erteilung von Auskünften an die Messebesucher über die anwesenden deutschen Aussteller und deren Produkte und über Hersteller und Produkte aus Deutschland, die nicht auf der Messe vertreten sind. Durch ihre spezielle Vorbereitung auf die Messe und die Kenntnis der Branche kann die Auskunftsperson auch für die teilnehmenden Aussteller eine wichtige Funktion wahrnehmen: Benennen von Trends und Tendenzen, Brücken schlagen zu offiziellen Stellen, Zusammenfassen der Messeerfahrungen und Berichterstattung.
Der Informationsstand wird aus Mitteln des zuständigen Bundesministeriums errichtet und sachlich und personell ausgestattet. Es trägt auch die Kosten für die Entsendung und den Aufenthalt der Auskunftsperson.

Firmengemeinschaftsausstellung (G)

Die übliche Beteiligungsform ist die Firmengemeinschaftsausstellung, die durch die Verbindung einer Ausstellergruppe mit einem Informationsstand (I) gekennzeichnet ist. Sie ist die häufigste, wirksamste und meist auch umfangreichste Art der deutschen Beteiligung an ausländischen Messen. Die Firmenstände sind räumlich zusammengefasst, optisch hervorgehoben und wirkungsvoll präsentiert. So orientiert sich der Besucher zunächst am „Unternehmen Deutschland” und der Dachmarke „made in Germany”, um sich dann einen Überblick über die angebotenen deutschen Erzeugnisse zu verschaffen.
Das Auslandsmesseprogramm kommt den Firmen indirekt zugute, direkte Zahlungen an einen Aussteller werden nicht geleistet. Durch die Unterstützung ergeben sich für die Aussteller aus Deutschland oder deren örtliche Vertreter Kostenersparnisse. Für viele Aussteller haben andere Effekte neben der Kostenersparnis ihre Bedeutung.
Dazu gehören, so zeigen Befragungen:
die technisch-organisatorische Unterstützung,
die positive Wirkung des Gemeinschaftsstandes unter der Dachmarke „made in Germany”.
Gemeinschaftsstände kommen nur zustande, wenn sich bis zum Anmeldeschluss (meist vier Monate vor Messebeginn) mindestens zehn Firmen verbindlich angemeldet haben.
Die Leistungen sind generell in den Allgemeinen Teilnahmebedingungen (ATB) und für jede Messe speziell in den Besonderen Teilnahmebedingungen (BTB) festgelegt. Diese sind bei der beauftragten Durchführungsgesellschaft erhältlich.
In der Regel sind folgende Leistungen eingeschlossen, wenn sich der Aussteller bei der Durchführungsgesellschaft anmeldet:
Vermietung der Standfläche,
(meist) Standbau,
allgemeine Rahmengestaltung unter Verwendung der Dachmarke „made in Germany” und Grundausstattung des Standes, inkl. Licht- und Stromanschluss,
Erfolgreiche Messebeteiligung Ausland,
einheitliche Standbeschriftung,
Bereitstellung eines Kopiergeräts im Büro der Durchführungsgesellschaft, Bereitstellung eines Internetanschlusses am Informationsdesk,
kostenfreie Aufnahme in den Internetauftritt der deutschen Beteiligung und in die Ausstellerbroschüre (Flyer), bzw. alternativ, kostenfreier Eintrag ins deutsche Ausstellerverzeichnis,
allgemeine Hallenbeleuchtung,
Bewachung und Ordnungsdienst,
Reinigung der Gänge,
Kompetente Betreuung durch die Durchführungsgesellschaft. Die Durchführungsgesellschaft ist bei der Entscheidungsfindung, in der Vorbereitung und am Messeort ein ständiger Ansprechpartner und hilft bei der Problemlösung.
In Einzelfällen trägt der Bund auch Kosten für Begleitmaßnahmen, wie:
Pressekonferenzen,
Symposien/Fachvorträge (Organisation und technische Betreuung),
Empfang durch die deutsche diplomatische Vertretung.
Dienstleistungen des Informationsstandes, z.B. Dolmetscher
Der Aussteller hat bei einer Teilnahme an einer Firmengemeinschaftsausstellung den Beteiligungspreis zu zahlen, der alle in den Besonderen Teilnahmebedingungen aufgeführten Leistungen einschließt. Hinzu kommen die eigenen Reise- und Aufenthaltskosten, sowie Kosten für Transport von Exponaten, Sonderausstattung am Stand, Ortskräfte, Teilnahme an Symposien, Werbung und Bewirtung. Bei der Vermittlung solcher Leistungen kann die Durchführungsgesellschaft behilflich sein.
Häufig sind auch in der Regel noch kurzfristig zusätzliche Ausstattungswünsche (Standbau-Ergänzungen, Lampen, Möbel, elektronische Geräte etc.) realisierbar.
Die dafür in Rechnung gestellten Kosten sind zumeist höher als für vergleichbare Leistungen, die bereits frühzeitig in Auftrag gegeben wurden. Deshalb empfiehlt sich eine möglichst frühzeitige und vollständige Planung.

Informationszentrum (IZ)

Ein Informationszentrum ist ein um Besprechungs-/Präsentationsmöglichkeiten (i.d.R 2 m 2) für interessierte Firmen erweiterter Informationsstand. Damit stehen Räumlichkeiten für Gespräche mit potenziellen Kunden zur Verfügung. In begrenztem Umfang können auch Prospekte, Modelle oder kleinere Exponate ausgestellt werden. Für die Nutzung der bereitgestellten Teilnahmemöglichkeit wird ein Kostenbeitrag erhoben. Der Umfang möglicher Begleitmaßnahmen entspricht dem einer Firmengemeinschaftsausstellung (G). Ein Informationszentrum wird ab einer Mindestteilnehmerzahl von zehn Firmen durchgeführt. Informationszentren werden meistens zusammen mit Firmengemeinschaftsausstellungen (G) angeboten.

Sonderschau (S)

Eine Sonderschau ermöglicht ein räumlich separates Ausstellen von attraktiven Exponaten ohne Standpersonal des Ausstellers in der Regel im Zusammenhang mit einer G (ausnahmsweise mit IZ möglich). Sie dient der Darstellung einzelner Wirtschaftszweige und ist immer mit einem Informationsstand verbunden. Bei Fachmessen ist die Thematik einer Sonderschau durch die Veranstaltung vorgegeben. Bei Messen mit einer breiten Thematik wird das Thema der deutschen Sonderschau mit den Wirtschaftsverbänden abgestimmt.

Branchenleistungsschau (BLS)

Eine besonders exponierte Plattform für Branchendarstellungen bieten Branchenleistungsschauen, die parallel zu bestehenden Fachmessen veranstaltet werden. Als besondere Highlights des Auslandsmesseprogramms stehen sie unter einem eigenen Beteiligungsmotto wie: „German Living”, „High-Tex from Germany” oder „German World of Laser & Photonics” und enthalten einen über normale Beteiligungen hinausgehenden Umfang an Begleitmaßnahmen. Hierzu gehören eine intensive Bewerbung in den Medien, zahlreiche Sonderschauflächen mit Exponaten aus der Branche, ein besonders exklusiver Standbau unter der Dachmarke „made in Germany” sowie ein kulturelles Rahmenprogramm.
Daneben gibt es branchenspezifische Fachsymposien bzw. Ausstellerforen.
Die Beteiligungsmöglichkeiten deutscher Firmen an solchen Leistungsschauen sind unterschiedlich und werden den jeweiligen Zielen der Veranstaltung angepasst. Die Unterstützung entspricht weitgehend den Konditionen einer Firmengemeinschaftsausstellung auf Auslandsmessen.

Sonderveranstaltung der Exportinitiative Energie (SVEE)

Die Bundesregierung stellt im Rahmen der Exportinitiative Energie die Bedeutung der erneuerbaren Energien besonders heraus und unterstützt u. a. durch Messebeteiligungen den Absatz von Produkten dieses Bereichs der deutschen Wirtschaft. Die Sonderveranstaltung kommt zustande, wenn sich bis zum Anmeldeschluss mindestens fünf Firmen verbindlich angemeldet haben.
Kern der Messebeteiligungen ist eine Themenausstellung als erweiterter Informationsstand, der Inhalte und Leitideen der Exportinitiative Energie darstellt. Ein weiterer Zweck ist es, die Energiewende zu bewerben. Der Umfang der Themendarstellung orientiert sich am inhaltlichen Aufbau der Messe, so dass entweder das Thema Erneuerbare Energien oder das Thema Energieeffizienz in den Vordergrund gestellt wird. Es können auch länderspezifische Schwerpunkte gebildet werden. Die deutschen Unternehmen können zwischen zwei Präsentationsmöglichkeiten wählen: Anmietung eines Infopoints oder Anmietung einer Standfläche mit einheitlichem Standbau und Möblierung sowie einheitlicher Rahmengestaltung im Rahmen einer geschlossenen Firmengemeinschaftsbeteiligung. Neben der Präsentation deutscher Technologien werden flankierende Maßnahmen, wie Firmenpräsentationen am Stand, unterstützt.
[...]

Anlage 2

Allgemeine Teilnahmebedingungen für Beteiligungen des Bundes an Messen und Ausstellungen im Ausland

1. Veranstalter

Veranstalter der Beteiligungen des Bundes an Messen, Ausstellungen sowie Eigenveranstaltungen im Ausland sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA) sowie das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).
Für deutsche Unternehmen besteht die Möglichkeit, sich im Rahmen von Firmengemeinschaftspräsentationen zu beteiligen.

2. Durchführung und Ausstellungsleitung

Mit der technisch-organisatorischen Durchführung der Bundesbeteiligungen werden spezialisierte Firmen (Messedurchführungsgesellschaften = DFG) beauftragt, die im Rahmen dieser „Allgemeinen Teilnahmebedingungen” und der „Besonderen Teilnahmebedingungen” im eigenen Namen handeln.

3. Anmeldeberechtigung

Anmeldeberechtigt zur Teilnahme an Firmengemeinschaftspräsentationen sind Firmen aus der Bundesrepublik Deutschland sowie deren ausländische Niederlassungen und Vertretungen mit Ausstellungsgütern gemäß Nr. 10.
Fachverbände und die Messedurchführungsgesellschaft der jeweiligen Beteiligung, Reisebüros und Speditionen werden für das Erreichen der Mindestteilnehmerzahl nicht berücksichtigt, können jedoch teilnehmen.

4. Vertragsschluss

4.01
Die Anmeldung zur Teilnahme erfolgt ausschließlich durch termingerechten Eingang des vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Anmeldeformulars sowie der Anzahlung bei der DFG. Ausstelleranmeldungen nach Anmeldeschluss werden nicht mehr berücksichtigt. Die Anmeldung ist bis zwei Wochen nach Anmeldeschluss bindend. Bedingungen und Vorbehalte bei der Anmeldung sind nicht zulässig und gelten als nicht gestellt.
4.02
Der Anmeldeschluss für die jeweilige Veranstaltung ergibt sich aus den beigefügten „Besonderen Teilnahmebedingungen”.
4.03
Der Eingang der Anmeldung wird von der DFG schriftlich bestätigt. Die Anmeldung und die Bestätigung ihres Eingangs begründen keinen Anspruch auf Zulassung oder auf eine bestimmte Größe und Lage des Standes.
4.04
Der Aussteller erhält, soweit die firmenspezifischen Voraussetzungen vorliegen, die Mindestteilnehmerzahl erreicht wird und nicht mehr Anmeldungen vorliegen als Ausstellungsfläche vorhanden ist, nach Anmeldeschluss von der DFG eine schriftliche Teilnahmebestätigung (Zulassung). Mit dem Zugang der Zulassung kommt der Vertrag zwischen Aussteller und DFG zustande. Weicht der Inhalt der Zulassung vom Inhalt der Anmeldung ab, so kommt der Vertrag nach Maßgabe der Zulassung zustande, es sei denn der Aussteller widerspricht schriftlich innerhalb einer Woche.
4.05
Firmen, die ihre finanziellen Verpflichtungen aus früheren Veranstaltungen nicht erfüllt haben, werden vom Vertragsschluss ausgeschlossen.
4.06
Der Aussteller wird bei Nichtdurchführung der Beteiligung umgehend – d.h. unverzüglich nach Eintritt der Voraussetzungen zur Nichtdurchführung (Entscheidungen der Veranstalter der deutschen Beteiligung) – informiert.
4.07
Zuweisung der Ausstellungsfläche: Der Aussteller erhält nach Genehmigung der Aufplanung einen Plan, aus dem Lage und Maße des Standes ersichtlich sind.
4.08
Die DFG kann dem Aussteller eine andere als die vorgesehene Ausstellungsfläche zuweisen, wenn
dies bei nicht vollständiger Vermietung der von der DFG angebotenen Ausstellungsfläche zur Wahrung des Gesamtbildes erforderlich ist und
dem Aussteller eine nach Lage und Größe im Wesentlichen gleichwertige Fläche zur Verfügung gestellt wird.
Sollte die DFG durch von ihr nicht zu vertretende Umstände wie behördliche Anordnung oder Anweisung der Messe- oder Ausstellungsleitung gezwungen sein, nach Übersendung der Aufplanung einzelne Stände oder Ein-, Um- und Ausgänge verlegen oder verändern zu müssen, so können daraus keine Ansprüche geltend gemacht werden. Aus etwaigen Maßdifferenzen und sich daraus ergebenden geringfügigen Unterschieden zwischen Plan- und Istgröße des Standes kann der Aussteller keine Ansprüche herleiten. Insbesondere kann die DFG nach Abstimmung mit den Veranstaltern der Beteiligung Reduzierungen der angemeldeten Quadratmeter vornehmen, wenn die zur Verfügung stehende Ausstellungsfläche überzeichnet wird. Der Aussteller hat in diesem Fall einen Anspruch auf eine anteilige Erstattung des Beteiligungspreises. Darüber hinaus bestehen keine Ansprüche auf Schadensersatz.
4.09
Stände werden dem Aussteller oder seinem Beauftragten nach Vereinbarung mit der DFG vor Beginn der Veranstaltung übergeben. Über Stände, die vom Aussteller oder seinem Beauftragten nicht vereinbarungsgemäß übernommen sind, kann anderweitig verfügt werden, ohne dass der Aussteller über die in Ziffer 8 enthaltenen Rechte hinaus Ansprüche stellen kann.

5. Unteraussteller

5.01
Standflächen werden grundsätzlich nur als Ganzes und nur an einen Vertragspartner überlassen. Dieser ist nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch die DFG berechtigt, die von ihm vorher zu benennenden Unteraussteller in seinen Stand aufzunehmen. Der Aussteller hat dafür Sorge zu tragen, dass der Unteraussteller schriftlich die Teilnahmebedingungen anerkennt.
5.02
Der Hauptaussteller haftet für ein Verschulden seiner Unteraussteller wie für eigenes Verschulden.

6. Zahlungsbedingungen

Die Anzahlung beträgt 20% des Beteiligungspreises sowie etwaiger Gebühren. Sie wird bei einer Zulassung des Ausstellers auf den zu zahlenden Beteiligungspreis angerechnet. Bei Nichtzulassung oder Nichtzustandekommen der Beteiligung wird dem Aussteller die Anzahlung erstattet. Nach der Zulassung erhält der Aussteller eine Rechnung über den Beteiligungspreis und die Gebühren. Der Rechnungsbetrag ist sofort nach Erhalt der Rechnung fällig. Die Höhe des Beteiligungspreises und die Höhe der Gebühren sind in den Besonderen Teilnahmebedingungen festgelegt.

7. Aufrechnung, Zurückbehaltungsrecht

Die Aufrechnung durch den Aussteller und das Zurückbehaltungsrecht des Ausstellers sind ausgeschlossen, es sei denn, es liegt eine unbestrittene oder rechtskräftig festgestellte Forderung gegenüber der DFG vor.

8. Rücktritt / Nichtteilnahme

8.01
Die DFG ist berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten, wenn
über das Vermögen des Ausstellers die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt wird; hiervon hat der Aussteller die DFG unverzüglich zu unterrichten,
die Zulassung aufgrund falscher Voraussetzungen oder Angaben erteilt wurde,
die Zulassungsvoraussetzungen später entfallen oder
der Zahlungstermin trotz Mahnung und Nachfristsetzung nicht eingehalten wird.
Die Folgen ergeben sich aus 8.02.
8.02
Nach der Zulassung ist ein Rücktritt oder eine Reduzierung der Standfläche durch den Aussteller grundsätzlich nicht mehr möglich. Dies gilt auch dann, wenn z.B. Einfuhrwünschen des Ausstellers nicht oder nicht in vollem Umfang seitens der dafür zuständigen Stellen entsprochen wird, das Ausstellungsgut nicht rechtzeitig (z.B. durch Verlust, Transport- oder Zollverzögerung) oder überhaupt nicht zur Veranstaltung eintrifft oder Einreisevisa für den Aussteller oder seine Beauftragten nicht rechtzeitig vorliegen. Verzichtet der Aussteller gleichwohl darauf, die ihm zugeteilte Standfläche zu belegen, so hat er
den gesamten Beteiligungspreis zu zahlen, sofern die Fläche von der DFG nicht anderweitig vermietet werden kann,
40% des Beteiligungspreises höchstens jedoch EURO 500 zu zahlen, sofern die Fläche von der Durchführungsgesellschaft anderweitig vermietet werden kann, es sei denn, er weist nach, dass ein Schaden überhaupt nicht oder in wesentlich geringerer Höhe entstanden ist.
8.03
Der Rücktritt des Ausstellers oder der Verzicht auf die zugeteilte Standfläche (Nummer 8.02) wird erst mit Eingang der schriftlichen Erklärung bei der DFG wirksam.

9. Standausrüstung, Gestaltung und Beschriftung

Ausstattung und Einzelgestaltung der Stände, soweit sie in den „Besonderen Teilnahmebedingungen” genannte Leistungen der Veranstalter der Beteiligung überschreiten, sind Angelegenheit eines jeden Ausstellers. Für die Art der Gestaltung sind jedoch die am Veranstaltungsort geltenden Bauvorschriften und die Baurichtlinien der DFG maßgebend. In zusätzlichen Beschriftungen ist zur Angabe des Herkunftslandes nur die Staatsbezeichnung „Bundesrepublik Deutschland” bzw. die entsprechende fremdsprachliche Fassung zulässig. Der Aussteller ist verpflichtet, seine Gestaltungsmaßnahmen vorher mit der DFG abzustimmen. Eine Standgestaltung, die den am Veranstaltungsort geltenden Bauvorschriften oder den Baurichtlinien der DFG nicht entspricht, kann von der DFG auf Kosten des Ausstellers entfernt oder geändert werden.

10. Ausstellungsgüter, Direktverkauf und Standpersonal

10.01
Es dürfen nur Waren ausgestellt werden, die in der Bundesrepublik Deutschland oder im Ausland von deutschen Niederlassungen bzw. in deutscher Lizenz hergestellt wurden. Ausländische Erzeugnisse, die als Ergänzung deutscher Produkte notwendig sind und zu diesen in einem angemessenen Größen- und Wertverhältnis stehen, können nach Abstimmung mit den Veranstaltern der Beteiligung zugelassen werden. Alle Ausstellungsgüter sind in der Anmeldung einzeln und mit genauer Bezeichnung aufzuführen. Feuergefährliche, stark riechende oder Ausstellungsgüter, deren Vorführung mit Lärm verbunden ist, dürfen nur nach vorheriger Zustimmung der DFG ausgestellt werden.
Güter, die dem Kriegswaffenkontrollgesetz (KWKG) unterliegen, sowie deren Modelle oder sonstige Darstellungen dürfen nicht ausgestellt werden. Bei der Ausstellung der Zivilversion von Gütern, die nach dem Außenwirtschaftsgesetz oder der Außenwirtschaftsverordnung ausfuhrgenehmigungspflichtig sind, sowie deren Modellen oder sonstigen Darstellungen dürfen keinerlei Hinweise auf eine militärische Verwendbarkeit erfolgen. In begründeten Ausnahmefällen kann der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie eine Ausnahme vom Ausstellungsverbot erteilen. Entsprechende Anträge sind über die DFG an ihn zu richten. Sie müssen eine genaue Bezeichnung der vorgesehenen Ausstellungsgüter enthalten.
Ein Direktverkauf (Einzelverkauf an Besucher) ist grundsätzlich nicht gestattet. Der Aussteller ist verpflichtet, für eine fachkundige Standbetreuung während der gesamten Veranstaltungsdauer zu sorgen.
10.02
Werden nicht nach 10.01 zugelassene Waren ausgestellt, kann die DFG im Namen des Veranstalters die sofortige Entfernung dieser Waren auf Kosten des Ausstellers verlangen. Entspricht ein Aussteller dem schriftlich erklärten Verlangen nach Entfernung der Waren nicht, wird eine Vertragsstrafe in Höhe von 5.000 EURO fällig.
10.03
Die Verfolgung gewerblicher Schutzrechte (u.a. Marken-, Muster- und Patentrechte) liegt im Verantwortungsbereich des Ausstellers. Die Veranstalter haften insbesondere nicht für Schäden bei Ausstellern, die durch Verletzung derartiger Schutzrechte von anderen Ausstellern eingetreten sind. Bei Fragen der Beweissicherung ist die DFG im Rahmen der vor Ort gegebenen und zumutbaren Möglichkeiten behilflich, insbesondere durch Kontaktaufnahme zur Messeleitung, Inaugenscheinnahme oder technische Bildaufzeichnung (ggf. Fotos) des in Frage stehenden Exponats.

11. Transport, Aufstellung und Demontage der Ausstellungsgüter und Standausstattungen

Der Transport der Ausstellungsgüter bis zum Ausstellungsstand und zurück, die Lagerung des Leergutes, die Benutzung von Hebe- und Förderanlagen, der Einsatz von Personal zum Ein- und Auspacken, Aufstellen der Ausstellungsgüter und deren Demontage, die Wiederverpackung und sonstige damit zusammenhängende Tätigkeit sind ausschließlich Angelegenheit des Ausstellers. Für die speditionelle Abwicklung innerhalb des Geländes der amtlichen deutschen Beteiligung können die Veranstalter auch nach Festlegung der „Besonderen Teilnahmebedingungen” einen Platzspediteur verbindlich vorschreiben.

12. Zollgarantieerklärung

Für den Fall, dass von einer amtlichen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland im Ausland für die Einfuhr von Ausstellungsgütern anstelle einer erforderlichen Sicherungsleistung eine Re-Export-Garantieerklärung für ausgeführtes Ausstellungsgut der Aussteller abgegeben wird, haftet der Aussteller unmittelbar dem Bund gegenüber, wenn Ausstellungsgüter nach Schluss der Veranstaltung nicht oder nicht rechtzeitig und/oder nicht vollständig ausgeführt werden.

13. Versicherung und Haftpflicht

13.01
Die Versicherung der Ausstellungsgüter gegen alle Risiken des Transportes und während der Veranstaltung, insbesondere gegen Beschädigung, Diebstahl etc. ist Angelegenheit des Ausstellers.
13.02
Der Aussteller haftet für alle Schäden, die durch seine Ausstellungsbeteiligung Dritten gegenüber verursacht werden, einschließlich der Schäden, die an Gebäuden auf dem Ausstellungsgelände und dessen Einrichtungen entstehen.
13.03
Die Veranstalter der Beteiligung und die DFG übernehmen keine Haftung für Sachschäden, es sei denn, ihnen, ihren gesetzlichen Vertretern oder ihren Erfüllungsgehilfen kann Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden. Die Veranstalter der Beteiligung und die DFG übernehmen ferner keine Haftung für Personenschäden, es sei denn, ihnen, ihren gesetzlichen Vertretern, ihren Verrichtungsgehilfen oder ihren Erfüllungsgehilfen kann Vorsatz oder Fahrlässigkeit nachgewiesen werden.
13.04
Die Veranstalter der Beteiligung und die DFG haften nicht für die Beschädigung der Exponate und deren Entwendung, auch dann nicht, wenn im Einzelfall die Dekoration von der DFG übernommen wurde, es sei denn, ihnen, ihren gesetzlichen Vertretern oder ihren Erfüllungsgehilfen kann Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden. Der Aussteller stellt die Veranstalter der Beteiligung und die DFG darüber hinaus mit der Anerkennung dieser Teilnahmebedingung ausdrücklich von jeglichen eventuellen Regressansprüchen Dritter frei.

14. Rundschreiben

Die Aussteller werden nach Zuteilung der Standflächen durch Rundschreiben über Fragen der Vorbereitung und Durchführung der Gemeinschaftsausstellung unterrichtet. Folgen, die durch Nichtbeachtung dieser Rundschreiben entstehen, hat ausschließlich der Aussteller zu vertreten.

15. Vorbehalt

15.01
Vorschriften und Richtlinien der zuständigen Stellen der Bundesrepublik Deutschland und des Gastgeberlandes, die von diesen Teilnahmebedingungen abweichen oder zusätzliche Beschränkungen verursachen, haben jederzeit Vorrang. Die Veranstalter der Beteiligung und die DFG haften nicht für Schäden und sonstige Nachteile, die sich für den Aussteller daraus ergeben.
15.02
Die Veranstalter der Beteiligung sind berechtigt, die Beteiligung zu verschieben, zu verkürzen, zu verlängern oder abzusetzen sowie vorübergehend oder endgültig und in einzelnen Teilen oder insgesamt zu schließen, wenn unvorhergesehene Ereignisse wie Höhere Gewalt, Epidemien, Naturkatastrophen, Krieg, Unruhen, Streiks, Ausfall oder Behinderung von Verkehrs- und/oder Nachrichtenverbindungen eine solche Maßnahme erfordern. Der Aussteller hat im Falle der Verschiebung, Verkürzung, Verlängerung oder Schließung keinen Anspruch auf Ersatz der ihm hieraus entstehenden Schäden. Hat die Teilnahme infolge einer solchen Maßnahme für den Aussteller kein Interesse und verzichtet er deswegen auf die Belegung der ihm zugeteilten Standfläche, so kann er vom Vertrag zurücktreten. Der Rücktritt ist unverzüglich nach Kenntnis der Änderung schriftlich zu erklären. Für die Verpflichtungen des Ausstellers gilt in diesem Falle Nr. 8.02 zweiter Spiegelstrich. Im Falle einer Absage der Veranstaltung oder der Beteiligung des betreffenden Bundesministeriums an der Veranstaltung haften weder die Veranstalter der Beteiligung noch die DFG für Schäden oder sonstige Nachteile, die sich für den Aussteller daraus ergeben. Auf Verlangen der Veranstalter der Beteiligung ist der Aussteller verpflichtet, einen angemessenen Anteil an den durch die Vorbereitung der Veranstaltung entstandenen Kosten zu tragen. Die Höhe der von jedem Aussteller zu zahlenden Quote wird nach Anhörung der betroffenen Wirtschaftsorganisationen und der DFG von den Veranstaltern der Beteiligung festgesetzt.

16. Schlussbestimmungen

16.01
Hinsichtlich des mit dem Beteiligungspreis abgegoltenen Leistungsumfanges wird auf die „Besonderen Teilnahmebedingungen” verwiesen.
16.02
Hat der Aussteller der DFG Aufträge für kostenpflichtige Leistungen außerhalb des Rahmens der „Besonderen Teilnahmebedingungen” erteilt, so werden ihm die dafür angefallenen Kosten in Rechnung gestellt.
16.03
Die gegenseitigen Rechte und Pflichten aus diesem Vertragsverhältnis unterliegen dem Recht der Bundesrepublik Deutschland.
16.04
Gerichtsstand ist der Sitz der DFG. Erfüllungsort für Zahlungsverpflichtungen ist der Sitz der DFG, sofern nicht mit vorheriger Zustimmung der Veranstalter der Beteiligung eine andere Vereinbarung getroffen wird.
16.05
Der Vertrag und dessen Änderungen bedürfen der Schriftform. Sollte eine der vorstehenden Bedingungen nichtig sein, so gelten die übrigen gleichwohl. Diese sollen so ausgelegt werden, dass Sinn und Zweck des Vertrages erhalten bleiben. Dies gilt auch für den Verzicht auf die Schriftform.
16.06
Die Ansprüche der Aussteller gegen die DFG sind schriftlich geltend zu machen. Sie verjähren innerhalb von 12 Monaten. Die Verjährungsfrist beginnt mit dem Ende des Monats, in den der Schlusstag der Veranstaltung fällt.

Ansprechpartner

Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA)
Littenstraße 9
10179 Berlin
Tel. (0 30) 24 00 0-0
Fax (0 30) 24 00 0-3 30
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