Innenstadtstabilisierungsprogramm (ISSP)
Förderkriterien
Förderart: Zuschuss; Darlehen
Förderbereich: Wohnungsbau & -modernisierung
Fördergebiet: Thüringen
Förderberechtigte: Unternehmen; Kommune; Öffentliche Einrichtung; Privatperson; Verband/Vereinigung
Ansprechpartner: Thüringer Landesverwaltungsamt (TLVwA)

Innenstadtstabilisierungsprogramm (ISSP)

Ziel und Gegenstand

Der Freistaat Thüringen fördert den Bau von Miet- und Genossenschaftswohnungen zur Innenstadtstabilisierung in Gebäuden mit mindestens drei Mietwohnungen.
Mitfinanziert wird die Schaffung von Wohnraum durch Neubau, Umbau (Ausbau) oder Erweiterung bestehender Gebäude.
Ziel ist es, mit der Errichtung von Mietwohnungen den Stadtumbauprozess in Thüringen flankierend zu unterstützen und die Innenstädte als Wohnstandort zu beleben.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind natürliche Personen und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts als Eigentümer oder Verfügungsberechtigte von Baugrundstücken.

Voraussetzungen

Förderfähig ist nur Wohnraum für Wohnungssuchende, deren Gesamteinkommen die Einkommensgrenzen des § 10 des Thüringer Wohnraumfördergesetzes um nicht mehr als 20% übersteigt.
Die Förderung erfolgt in Gebieten, in denen die Versorgung einer oder mehrerer Zielgruppen im Sinne des Thüringer Wohnraumfördergesetzes sowie von Studierenden und Auszubildenden mit Wohnraum zu angemessenen Mieten nicht in ausreichender Weise gewährleistet ist.
Das Grundstück, auf dem sich das zu fördernde Vorhaben befindet, muss
nach Baugesetzbuch bzw. Baunutzungsverordnung in einem Sanierungsgebiet, einem Erhaltungsgebiet oder einem Kerngebiet liegen oder
ein Recyclinggrundstück aus Abrissmaßnahmen des Wohnungsmarkt-Stabilisierungsprogramms oder des Stadtumbauprogramms sein oder
aus städtebaulichen oder wohnungswirtschaftlichen Gründen für den Mietwohnungsbau geeignet sein.
Es muss nachweislich Bedarf an Wohnraum bestehen.
Die technischen Wohnungsbauförderbestimmungen müssen erfüllt werden. Diese regeln u.a. städtebauliche Voraussetzungen, Anforderungen an die Planung und Ausführung der Gebäude, an die Grundrissplanung der Wohnungen, an die Planung und Ausstattung der Freiflächen sowie an die Gebäudeenergieeffizienz.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines Darlehens, das bis zum 31. Oktober 2033 zinsfrei ist und durch einen Tilgungszuschuss sowie durch einen Baukostenzuschuss ergänzt werden kann.
Das Darlehen beträgt bis zu 80% der förderfähigen Kosten.
Unter bestimmten Bedingungen wirden ein Tilgungszuschuss in Höhe von bis zu 15% auf den Darlehensanteil und/oder ein Baukostenzuschuss in Höhe von bis zu 15% der förderfähigen Kosten gewährt.
Die Höhe der eingesetzten Fördermittel (Baudarlehen und Baukostenzuschuss) dürfen einen Anteil von 80% der förderfähigen Kosten nicht übersteigen.

Antragsverfahren

Die Anmeldung des Vorhabens und die Antragstellung erfolgen auf dem amtlichen Formular beim
Thüringer Landesverwaltungsamt (TLVwA)
Jorge-Semprún-Platz 4
99423 Weimar
Tel. (03 61) 57-1 00
Fax (03 61) 57-3 32 11 90
E-Mail: poststelle@tlvwa.thueringen.de
Internet: https://www.thueringen.de/th3/tlvwa/
Antragsformulare und weitere Informationen sind im Internet erhältlich.

Quelle

Richtlinie des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft vom 5. Dezember 2018, Thüringer Staatsanzeiger Nr. 52 vom 24. Dezember 2018, S. 1757.

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2020.

Wichtige Hinweise

Die Förderung kann mit Mitteln der Städtebauförderung, der Dorferneuerung sowie des Denkmalschutzes kumuliert werden. Auch eine Kumulierung mit Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist möglich, sofern es die KfW gestattet. 07.01.18
Fußnoten


Ansprechpartner

Thüringer Landesverwaltungsamt (TLVwA)
Jorge-Semprún-Platz 4
99423 Weimar
Tel. (03 61) 57-1 00
Fax (03 61) 57-3 32 11 90
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