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ERP-Kapital für Gründung

Förderkriterien
Förderart: Darlehen; Nachrangdarlehen
Förderbereich: Existenzgründung & -festigung; Unternehmensfinanzierung
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Existenzgründer/in; Unternehmen
Ansprechpartner: KfW Bankengruppe
ERP-Kapital für Gründung

Ziel und Gegenstand

Das Programm dient der Förderung von Gründungs- und Festigungsvorhaben im Bereich der mittelständischen Wirtschaft durch Nachrangdarlehen. Die Darlehen haften unbeschränkt und erfüllen somit Eigenkapitalfunktion.
Mitfinanziert werden
Grundstücke, Gebäude und Baunebenkosten,
Sachanlageinvestitionen (Kauf von Maschinen, Anlagen und Einrichtungsgegenständen),
Betriebs- und Geschäftsausstattung,
Erwerb eines Unternehmens einschließlich tätiger Übernahmen und Beteiligungen in Form von Asset Deals,
Material-, Waren- und Ersatzteillager (sofern es sich um eine Erstausstattung oder betriebsnotwendige, langfristige Aufstockung handelt),
extern erworbene Beratungsdienstleistungen, die einmalige Informationserfordernisse bei Erschließung neuer Märkte oder Einführung neuer Produktionsmethoden sicherstellen und
Kosten für erste Messeteilnahmen.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind natürliche Personen, die
ein Unternehmen oder eine freiberufliche Existenz gründen oder
innerhalb von drei Jahren nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit Festigungsmaßnahmen durchführen.
Die Kriterien der KMU-Definition der Europäischen Union müssen erfüllt sein.

Voraussetzungen

Seit Aufnahme der Geschäftstätigkeit dürfen höchstens drei Jahre vergangen sein.
Es muss sich um betriebsnotwendige Investitionen in Deutschland handeln, die dem Unternehmens-/Finanzierungsanteil des Antragstellers entsprechen.
Der Antragsteller muss die erforderliche fachliche und kaufmännische Qualifikation sowie eine hinreichend unternehmerische Entscheidungsfreiheit besitzen.
Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der Leitlinien der EU werden nicht unterstützt.
Von einer Förderung ausgeschlossen sind Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien, Umschuldungen und Nachfinanzierungen bereits abgeschlossener Vorhaben sowie Anschlussfinanzierungen und Prolongationen, Baumaßnahmen für Betreutes Wohnen (Wohngebäude) sowie Treuhandkonstruktionen und stille Beteiligungen Dritter.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines zinsverbilligten Nachrangdarlehens.
Die Höhe des Darlehens beträgt bis zu 500.000 EUR je Antragsteller.
Der Zinssatz wird in den ersten 10 Jahren der Laufzeit aus Mitteln des ERP-Sondervermögens vergünstigt und es wird eine Haftungsfreistellung auf Grund einer Bundesgarantie gewährt.
Die eingesetzten eigenen Mittel sollen 15% (alte Länder) bzw. 10% (neue Länder und Berlin) der förderfähigen Kosten nicht unterschreiten. Sie können mit dem Nachrangdarlehen bis auf 45% (alte Länder) bzw. 50% (neue Länder und Berlin) der förderfähigen Kosten aufgestockt werden.
Die Laufzeit beträgt 15 Jahre, die Tilgung beginnt nach sieben Jahren.
Zinssatz: siehe aktuelle Konditionen
Mit dem Subventionswertrechner der KfW können Subventionswerte und Beihilfeintensitäten von Krediten auf Basis aktuell gültiger Konditionen berechnet werden.

Antragsverfahren

Anträge können über jedes Kreditinstitut an die
KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5–9
60325 Frankfurt am Main
Infocenter: (08 00) 5 39 90 01
Tel. (0 69) 74 31-0
Fax (0 69) 74 31-29 44
E-Mail: info@kfw.de
Internet: http://www.kfw.de
gestellt werden. Förderanträge können auch über die elektronische Formularsammlung der KfW ausgefüllt werden. Die ausgedruckten Formulare werden nach der Prüfung durch die Hausbank bei der KfW eingereicht.

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 5. Januar 2009, Bundesanzeiger Nr. 2 vom 7. Januar 2009, S. 31; Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand August 2016; KfW-Information vom 22. Juni 2016.

Wichtige Hinweise

Zur weiteren Vereinheitlichung und Erhöhung der Transparenz der Förderbedingungen hat die KfW zum 1. August 2016 in ihren Produkten der gewerblichen Förderung eine Reihe von Anpassungen vorgenommen. 30.07.16
Aus der Neuregelung der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) im Jahr 2014 ergibt sich für das „ERP-Kapital für Gründung“ seit 2015 keine Programmänderung. Im Falle einer Darlehensbeantragung für Warenlagerinvestitionen wird die De-minimis-Regelung herangezogen. Detaillierte Informationen zu den beihilferechtlichen Vorgaben enthält das Allgemeine Merkblatt zu Beihilfen der KfW. 04.01.15
Die Allgemeinen Bedingungen für die Vergabe von ERP-Mitteln sind Bestandteil der Richtlinie. 12.03.14

Ansprechpartner

KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main
Infocenter: (08 00) 5 39 90 01
Tel. (0 69) 74 31-0
Fax (0 69) 74 31-29 44
E-Mail
Internet

Downloads

ERP-Vergabebedingungen
Allgemeine Bedingungen für die Vergabe von ERP-Mitteln
PDF: 26KB

Weiterführende Informationen

Aktuelle Konditionen
Aktuelle Zinssätze der Kreditprogramme der KfW

KfW Bankengruppe - Elektronische Formularsammlung
Kreditanträge online ausfüllen

KfW Bankengruppe - Subventionswertrechner
Online-Berechnung der Beihilfeintensität

KfW Bankengruppe - Allgemeines Merkblatt zu Beihilfen