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Europäischer Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) (2014-2020)

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Arbeit; Aus- & Weiterbildung
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Privatperson
Ansprechpartner: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS); Europäische Kommission
Europäischer Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) (2014–2020)

Ziel und Gegenstand

Der Europäische Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) unterstützt Arbeitnehmer und Selbständige, die aufgrund tiefgreifender Strukturveränderungen in der Weltwirtschaft oder infolge von globalen Finanz- und Wirtschaftskrisen arbeitslos geworden sind bzw. ihre Erwerbstätigkeit aufgeben mussten.
Eine Förderung durch den EGF kann erfolgen, wenn
es in einem Unternehmen in einem Mitgliedstaat in einem Zeitraum von vier Monaten in mindestens 500 Fällen zur Entlassung von Arbeitskräften oder zur Aufgabe der Erwerbstätigkeit von Selbständigen kommt (einschließlich Zulieferer oder nachgeschaltete Hersteller),
es innerhalb eines Zeitraums von neun Monaten, insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die in derselben Branche (NACE-Rev.2-Abteilung) tätig sind, in einer oder in zwei aneinandergrenzenden Regionen auf NUTS-2-Niveau oder in mehr als zwei aneinandergrenzenden Regionen auf NUTS-2-Niveau in mindestens 500 Fällen zur Entlassung von Arbeitskräften oder zur Aufgabe der Erwerbstätigkeit von Selbständigen kommt, sofern mehr als 500 Arbeitskräfte oder Selbständige in zwei der Regionen betroffen sind,
auf kleinen Arbeitsmärkten oder unter außergewöhnlichen Umständen ausnahmsweise eine geringere Zahl von Entlassungen schwerwiegende Auswirkungen für die Beschäftigung und auf die lokale, regionale oder nationale Wirtschaft haben.
Mitfinanziert werden Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik, mit denen arbeitslose Arbeitnehmer und Selbständige wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden können. Hierzu gehören u.a. die Unterstützung bei der Arbeitsuche, personalisierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, Förderung von Existenzgründungen, Hilfen zum Lebensunterhalt, Mobilitätsbeihilfen sowie besondere Anreize für benachteiligte, ältere und junge Arbeitslose.
In Gebieten mit hoher Jugendarbeitslosigkeit können auch Jugendliche durch den EGF gefördert werden.
Der EGF ergänzt die Maßnahmen der Mitgliedstaaten auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene. Er darf Maßnahmen, für die die Unternehmen aufgrund des nationalen Rechts oder von Kollektivvereinbarungen verantwortlich sind, nicht ersetzen.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind die Mitgliedstaaten, in denen einzelne Regionen oder Unternehmen besonders schwer vom globalisierungsbedingten Strukturwandel sowie der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen sind.
Zielgruppe der Förderung sind die von Arbeitslosigkeit betroffenen Arbeitnehmer und Selbständigen.

Budget

Im Rahmen des EGF stehen jährlich EU-weit bis zu 150 Mio. EUR zur Verfügung.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses.
Die Höhe des Zuschusses beträgt maximal 60% der geschätzten Gesamtkosten der vorgesehenen Maßnahmen.
Die Förderdauer beträgt in der Regel 24 Monate von Beginn der Antragstellung.

Antragsverfahren

Anträge sind innerhalb von 12 Wochen nach Eintritt der Förderbedingungen von den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten bei der EU-Kommission einzureichen.
Zuständige Behörde in Deutschland ist das
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Referat EF4 – Europäischer Globalisierungsfonds
Wilhelmstraße 49
10117 Berlin
Tel. (0 30) 1 85 27-0
Fax (0 30) 1 85 27-18 30
E-Mail: egf@bmas.bund.de
Internet: http://www.globalisierungsfonds.de
Zeichnen sich globalisierungs- oder krisenbedingt bedingt Entlassungen oder Aufgabe der Selbständigkeit im großen Umfang ab, sollte von Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberseite möglichst frühzeitig die Bundesagentur für Arbeit (BA) unterrichtet werden. Diese informiert das BMAS. Das Ministerium prüft, ob die Voraussetzungen für eine Förderung durch den EGF gegeben sind. Erscheinen die Erfolgsaussichten gut, stellt das BMAS einen Förderantrag bei der Europäischen Kommission, die den Antrag prüft. Nach Billigung durch die EU werden die Fördergelder überwiesen.
Die Umsetzung der im Förderkonzept festgelegten Maßnahmen erfolgt in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit.
Weiterführende Informationen:
Europäische Kommission
Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration (DG EMPL)
Rue Joseph II 27
B-1000 Brüssel
Belgien
Tel. (00 800) 6 7 8 9 10 11 (Europe Direct)
Tel. (00 32 2) 29-9 11 11 (Telefonzentrale)
E-Mail: empl-egf-info@ec.europa.eu
Internet: http://ec.europa.eu/social

Quelle

Verordnung (EU) Nr. 1300/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 347 vom 20. Dezember 2013, S. 855; Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand Juni 2016.

Geltungsdauer

1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2020.

Wichtige Hinweise

Die Bundesregierung hat seit der Einführung des EGF bis Mai 2016 neun Anträge mit einem EGF-Gesamtfördervolumen von rund 53 Mio. EUR gestellt. 16.06.16

Ansprechpartner

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
EF3 - Europäischer Globalisierungsfonds
Wilhelmstraße 49
10117 Berlin
Tel. (0 30) 1 85 27-0
Fax (0 30) 1 85 27-18 30
E-Mail
Internet

Europäische Kommission
Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration (DG EMPL)
Rue Joseph II 27
B-1000 Brüssel
Europe Direct: (00 800) 6 7 8 9 10 11
Tel. (00 32 2) 29-9 11 11 (Zentrale)
E-Mail
Internet