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Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG - Meister-BAföG)

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss; Darlehen
Förderbereich: Aus- & Weiterbildung
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Privatperson
Ansprechpartner: Antrag annehmende Stellen in den einzelnen Bundesländern; KfW Bankengruppe
Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz – AFBG (Meister-BAföG)
Aktueller Hinweis:
Mit der Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) werden die Förderleistungen zum 1. August 2016 deutlich verbessert. Zusätzlich wird die Förderung auf Bachelorabsolventinnen und -absolventen und Zugänge zur Fortbildungsprüfung ohne Erstausbildungsabschluss erweitert (vgl. Abschnitt Wichtige Hinweise).

Ziel und Gegenstand

Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung werden durch Beiträge zu den Kosten der Maßnahme und – bei Bedarf – zu den Kosten des Lebensunterhalts unterstützt.
Gefördert wird die Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen öffentlicher und privater Träger in Vollzeit- oder Teilzeitform, die
einen Berufsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf, einen vergleichbaren bundes- oder landesrechtlich geregelten Berufsabschluss oder eine entsprechende berufliche Qualifikation voraussetzen und
fachlich gezielt auf Fortbildungsabschlüsse nach der Handwerksordnung oder dem Berufsbildungsgesetz, gleichwertige bundes- oder landesrechtlich geregelte Fortbildungsabschlüsse oder Fortbildungsabschlüsse an anerkannten Ergänzungsschulen auf der Grundlage staatlich genehmigter Prüfungsordnungen vorbereiten.
Es sind auch Fortbildungen in den Gesundheits- und Pflegeberufen förderfähig.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Handwerker, Techniker und andere Fachkräfte, die sich auf den Fortbildungsabschluss zu Handwerks- oder Industriemeistern, Technikern, Fachkaufleuten, Fachkrankenpflegern, Betriebsinformatikern, Programmierern oder Betriebswirten bzw. einen anderen vergleichbaren Fortbildungsabschluss vorbereiten. Eine Altersbeschränkung besteht nicht.

Voraussetzungen

Der Teilnehmer hat bereits einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder einen vergleichbaren bundes- oder landesrechtlich geregelten Berufsabschluss.
Angestrebt wird eine öffentlich-rechtliche Prüfung auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes, der Handwerksordnung oder ein vergleichbarer Abschluss nach bundes- oder landesrechtlichen Regelungen.
Der Abschluss muss über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen- und Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses liegen.
Nicht gefördert werden Fortbildungsabschlüsse, die oberhalb der Meisterebene liegen, wie zum Beispiel ein Hochschulabschluss.
Die Fortbildungsmaßnahme muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt als Kombination von Zuschuss und Darlehen zu den Kosten der Maßnahme sowie – bei Vollzeitmaßnahmen – den Kosten des Lebensunterhalts.
Der Maßnahmebeitrag für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren beträgt bis zu 10.226 EUR. Davon werden 30,5% als Zuschuss geleistet. Für den Rest kann ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch genommen werden. Bei Bestehen der Prüfung wird ein Erlass von 25% auf das auf die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren entfallende Restdarlehen gewährt.
Das Prüfungsstück wird bis zur Hälfte der notwendigen Kosten, höchstens jedoch bis zu 1.534 EUR als zinsgünstiges Darlehen gefördert.
Bei Vollzeitmaßnahmen wird einkommens- und vermögensabhängig ein Unterhaltsbeitrag bis zur individuellen Bedarfssatzhöhe geleistet. Der Unterhaltsbedarf besteht aus einer Zuschuss- und einer Darlehenskomponente. Der Zuschussanteil beträgt 44%.
Bei Familien erhöht sich der Beitrag zum Lebensunterhalt für den Ehegatten um 215 EUR (Darlehen) je Monat sowie für jedes Kind um 210 EUR (Darlehen) je Monat.
Gewährt wird darüber hinaus ein Darlehensteilerlass bei Existenzgründungen, die zu neuen Arbeits- oder Ausbildungsplätzen führen.

Antragsverfahren

Anträge sind auf den vorgeschriebenen Formularen vor Beginn der Maßnahme an die untenstehenden Behörden zu richten. Die Entscheidung erfolgt in Form eines öffentlich-rechtlichen Bescheides. Der Teilnehmer erhält zugleich mit dem Bescheid eine Bescheinigung, mit der er innerhalb von drei Monaten ein Darlehen bei der KfW beantragen kann.
Weiterführende Informationen zum Meister-BAföG können im Internet unter der Adresse http://www.meister-bafoeg.info abgerufen oder über die gebührenfreie Hotline unter der Rufnummer (0 800) 6 22 36 34 erfragt werden.
Von den Bundesländern wurden folgende Vollzugsbehörden benannt:
Baden-Württemberg:
kommunale Ämter für Ausbildungsförderung
Bayern:
kommunale Ämter für Ausbildungsförderung
Berlin:
Ämter für Ausbildungsförderung
Brandenburg:
kommunale Ämter für Ausbildungsförderung
Bremen:
Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank)
Hamburg:
Handwerkskammer Hamburg
Hessen:
Ämter für Ausbildungsförderung bei den Studentenwerken
Mecklenburg-Vorpommern:
kommunale Ämter für Ausbildungsförderung
Niedersachsen:
Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank)
Nordrhein-Westfalen:
Bezirksregierung Köln
Beratung und Antragsannahme auch durch die Kammern
Rheinland-Pfalz:
kommunale Ämter für Ausbildungsförderung
Saarland:
kommunale Ämter für Ausbildungsförderung
Sachsen:
Sächsisches Landesverwaltungsamt für Ausbildungsförderung
auch Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern in Chemnitz, Dresden und Leipzig
Sachsen-Anhalt:
kommunale Ämter für Ausbildungsförderung
Schleswig-Holstein:
Investitionsbank Schleswig-Holstein
Thüringen:
Thüringer Landesverwaltungsamt
Die Anschriften der Antrag annehmenden Stellen in den einzelnen Bundesländern finden Sie im Internet.
Der Darlehensantrag ist zu stellen bei der
KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5–9
60325 Frankfurt am Main
Tel. (0 69) 74 31-99 96
Fax (0 69) 74 31-95 00
E-Mail: meisterbafoeg@kfw.de
Internet: http://www.kfw.de

Quelle

Bekanntmachung der Neufassung des Gesetzes zur Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz – AFBG) vom 8. Oktober 2012 (BGBl. I, S. 2126); Pressemitteilung des BMBF vom 26. Februar 2016; Informationen des BMBF, Stand April 2016.

Wichtige Hinweise

Mit der Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) treten zum 1. August 2016 folgende Leistungsverbesserungen in Kraft: 22.04.16
Der Basisunterhaltsbeitrag im AFBG bei Vollzeitmaßnahmen wächst mit dem 25. BAföGÄndG und dem 3. AFBGÄndG von 645 EUR auf 708 EUR; der Zuschussanteil hierauf nach Abzug des Pauschbetrages mit dem 3. AFBGÄndG von 44% auf 50%.
Die Erhöhungsbeträge zum Basisunterhaltsbeitrag werden für den Teilnehmer von 52 EUR auf 60 EUR, für den Ehepartner von 215 EUR auf 235 EUR und für Kinder von 210 EUR auf 235 EUR erhöht. Für den Kindererhöhungsbetrag steigt der Zuschussanteil von 50% auf 55%. Für die weiteren Erhöhungsbeträge wird erstmals ein Zuschussanteil (von 50%) eingeführt.
Der einkommensunabhängige maximale Maßnahmebeitrag (Förderung der Lehrgangskosten) steigt von 10.226 EUR auf 15.000 EUR. Der Zuschussanteil hierauf wird von 30,5% auf 40% erhöht.
Der einkommensunabhängige Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende wird von 113 auf 130 EUR erhöht.
Mit einem „Attraktivitätspaket Meisterstück“ werden die Materialkosten für das Meisterprüfungsprojekt bis zu 2.000 EUR gefördert (bisher 1.534 EUR) und ein Zuschussanteil (von 40%) erstmals eingeführt.
Der mögliche Erlass des restlichen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungskosten bei Bestehen der Prüfung wird von 25 auf 40% erhöht.
Der Basisvermögensfreibetrag wird von 35.800 EUR auf 45.000 EUR erhöht; die Erhöhungsbeträge hierauf für den Ehepartner und je Kind von 1.800 EUR auf 2.100 EUR.
Die Einkommensfreibeträge im AFBG sind bereits mit dem 25. BAföGÄndG für den Teilnehmer von 255 EUR auf 290 EUR, für den Ehepartner von 535 EUR auf 570 EUR und je Kind von 485 EUR auf 520 EUR erhöht worden.
Zusätzlich wird die Förderung auf Bachelorabsolventinnen und -absolventen und Zugänge zur Fortbildungsprüfung ohne Erstausbildungsabschluss erweitert. Seit 1996 konnten rund 1,7 Mio. berufliche Aufstiege zu Führungskräften, Mittelständlern und Ausbildern für Fachkräfte mit insgesamt rund 6,9 Mrd. EUR unterstützt werden. 21.04.16

Aktueller Hinweis

Mit der Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) werden die Förderleistungen zum 1. August 2016 deutlich verbessert. Zusätzlich wird die Förderung auf Bachelorabsolventinnen und -absolventen und Zugänge zur Fortbildungsprüfung ohne Erstausbildungsabschluss erweitert (vgl. Abschnitt Wichtige Hinweise).

Ansprechpartner

Antrag annehmende Stellen in den einzelnen Bundesländern
Hotline: (08 00) 62 23 63 4 (gebührenfrei)
Internet

KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main
Tel. (0 69) 74 31-99 96
Fax (0 69) 74 31-95 00
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