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Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Marktanreizprogramm)

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Energieeffizienz & Erneuerbare Energien
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Unternehmen; Kommune; Öffentliche Einrichtung; Privatperson; Verband/Vereinigung
Ansprechpartner: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA); KfW Bankengruppe
Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Marktanreizprogramm)

Ziel und Gegenstand

Der Bund fördert die Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt.
Mitfinanziert werden die Errichtung oder Erweiterung von
Solarkollektoranlagen,
Biomasseanlagen,
effizienten Wärmepumpen,
Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie,
Nahwärmenetzen, die mit Wärme aus erneuerbaren Energien gespeist werden,
sowie besonders innovative Technologien zur Wärme- und Kälteerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland und
Maßnahmen zur Visualisierung des Ertrags erneuerbarer Energien.
Für bestimmte Anlagen, die seit dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen wurden, können auf Basis des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) zusätzliche Zuschüsse gewährt werden.
Ziel ist es, durch Investitionsanreize den Absatz von Technologien zu stärken und damit den Anteil erneuerbarer Energien zur Deckung des Wärme- und Kältebedarfs vorrangig in bestehenden Gebäuden zu erhöhen, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und einen Beitrag zur Schaffung einer nachhaltigen Versorgungsstruktur zu leisten. Insgesamt soll der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte bis zum Jahr 2020 auf 14% erhöht werden.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind
Privatpersonen,
Angehörige der Freien Berufe,
Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und kommunale Zweckverbände,
Unternehmen,
sonstige juristische Personen des Privatrechts, insbesondere gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften,
Energiedienstleistungsunternehmen (als Contractoren).
Von der Förderung ausgeschlossen sind der Bund, die Bundesländer und deren Einrichtungen sowie Hersteller von förderfähigen Anlagen oder deren Hauptkomponenten (Ausnahme: Contractoren).

Voraussetzungen

Der Antragsberechtigte muss Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks oder Gebäudes sein, auf oder in dem die Anlage errichtet werden soll, oder ein von diesen beauftragter Contractor.
Die in den Richtlinien genannten technischen Bestimmungen und Grenzwerte sind einzuhalten.
Die Anlagen müssen überwiegend der Wärme- oder Kältebereitstellung innerhalb der Bundesrepublik Deutschland dienen und sind mindestens sieben Jahre zweckentsprechend zu betreiben (ausgenommen Tiefengeothermiebohrungen).
Soweit im Einzelfall nicht anders geregelt, müssen die Anlagen Wärme oder Kälte für Gebäude bereitstellen, in denen seit mindestens zwei Jahren ein anderes Heizungssystem installiert ist, das ersetzt oder unterstützt werden soll. Eine Förderung in Neubauten ist nicht möglich. Ausgenommen sind der Bereich der Innovationsförderung und die Förderung durch das KfW-Programm Erneuerbare Energien – Premium.
Nicht gefördert werden Eigenbauanlagen und Prototypen (bei der Innovationsförderung sind Ausnahmen möglich), gebrauchte Anlagen und Anlagen mit wesentlichen gebraucht erworbenen Anlagenteilen sowie in der Regel Energieerzeugungsanlagen, die eine Vergütung nach dem Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien (EEG) oder nach dem Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG) erhalten können.

Art und Höhe der Förderung

Es bestehen zwei alternative Förderverfahren: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergibt Investitionszuschüsse, die KfW Bankengruppe gewährt im Rahmen des KfW-Programms Erneuerbare Energien – Premium zinsverbilligte Darlehen und Tilgungszuschüsse.
Investitionszuschüsse des BAFA: Die Basisförderung erfolgt als Projektförderung mit Festbeträgen durch Zuschüsse. Die Höhe der Zuschüsse ist abhängig von Art und Umfang des Vorhabens.
Zusätzlich zur Basisförderung sind je nach Maßnahme ein Gebäudeeffizienzbonus, ein Bonus für Lastmanagementfähigkeit, ein Kombinationsbonus und ein Optimierungsbonus möglich. Die Höhe richtet sich nach der Art der Maßnahme.
Auf Basis des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) können für Solarkollektoranlagen, kleine Biomasse-Anlagen, effiziente Wärmepumpen sowie die Optimierung der gesamten Heizungsanlage, die seit dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen wurden, zusätzliche Zuschüsse gewährt werden.
Finanzierung und Tilgungszuschüsse der KfW: Im Rahmen des KfW-Programms Erneuerbare Energien – Premium finanziert die KfW Investitionen zur Nutzung Erneuerbarer Energien mit bis zu 100% der förderfähigen Netto-Investitionskosten, i.d.R. max. 10 Mio. EUR pro Vorhaben. Für Solarkollektoranlagen, Biomasseanlagen, Wärmenetze und große effiziente Wärmepumpen, die seit dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen wurden, kann die KfW auf Basis des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) zusätzliche Zuschüsse gewähren.

Antragsverfahren

Anträge müssen vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.
Die Antragstellung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erfolgt ausschließlich online. Weitere Informationen finden Sie im Internet.
Darlehensanträge im Rahmen des KfW-Programms Erneuerbare Energien – Premium sind auf den dafür vorgesehenen Vordrucken bei den örtlichen Kreditinstituten (Hausbanken) zu stellen.
Auskünfte erteilen
bei Fragen im Zusammenhang mit der Förderung durch Investitionszuschüsse das
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Frankfurter Straße 29–35
65760 Eschborn
Tel. (0 61 96) 9 08-16 25
Fax (0 61 96) 9 08-18 00
E-Mail: solar@bafa.bund.de
Internet: http://www.bafa.de
bei Fragen im Zusammenhang mit der Darlehensfinanzierung und Gewährung von Tilgungszuschüssen die
KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5–9
60325 Frankfurt am Main
Infocenter: (08 00) 5 39 90 01
Tel. (0 69) 74 31-0
Fax (0 69) 74 31-29 44
E-Mail: info@kfw.de
Internet: http://www.kfw.de
bei allgemeinen Fragen zur Förderung und zu erneuerbaren Energien der
BINE Informationsdienst
Fachinformationszentrums Karlsruhe – Büro Bonn
Kaiserstraße 185-197
53113 Bonn
Tel. (02 28) 9 23 79-0
Fax (02 28) 9 23 79-29
E-Mail: sekretariat@bine.info
Internet: http://www.bine.info
Anfragen zum Marktanreizprogramm sollten ausschließlich an die aufgeführten Ansprechpartner gerichtet werden.

Quelle

Richtlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 11. März 2015, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 25. März 2015, B1; geändert durch Bekanntmachung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 4. August 2017, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 14. August 2017, B1; Bekanntmachung des Inkrafttretens von Regelungen der Richtlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 3. August 2016, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 29. August 2016, B1; Informationen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Stand Dezember 2015; Meldung des BMWi vom 19. Januar 2018.

Wichtige Hinweise

Das BMWi hat zum 1. Januar 2018 die Antragstellung für die Förderung aller Anlagen bzw. Optimierungsmaßnahmen auf ein zweistufiges Verfahren umgestellt. Seit dem 1. Januar 2018 muss der Antrag auf eine MAP-Förderung in allen Fällen einheitlich vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Bis zum 30. September 2018 gilt eine Übergangsfrist für Anlagen, die in 2017 beauftragt wurden, aber erst in 2018 installiert werden konnten. Die Anforderungen, die das MAP ansonsten für die Förderfähigkeit der Technologien aufstellt, bleiben unverändert. 22.01.18
Ab dem 1. Februar 2018 werden darüber hinaus wieder Anlagen gefördert, die auch über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert werden können. Dies betrifft Biomasseanlagen und Tiefengeothermieanlagen zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung in den Leistungsklassen, die gemäß der MAP-Richtlinie bei der KfW beantragt werden können, aber auch Biogasleitungen zur Versorgung von KWK-Anlagen. Die Förderung dieser Anlagen wurde 2014 aufgrund von Bedenken der Europäischen Kommission bezüglich der Kumulierung beider Förderungen ausgesetzt, kann aber nach Klärung der letzten beihilferechtlichen Details nunmehr wieder aufgenommen werden. 22.01.18
Das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) des BMWi ist am 1. Januar 2016 mit den Förderkomponenten „Heizungs- und Lüftungspaket” gestartet. Ziel ist es, neue Innovations- und Investitionsimpulse für die Wärmewende im Heizungskeller zu setzen. Hierfür stehen insgesamt 165 Mio. EUR pro Jahr über drei Jahre für Zinsverbilligungen und Zinszuschüsse zur Verfügung. Die Förderung des Heizungspaketes bei Heizungssystemen auf Basis erneuerbarer Energien erfolgt im Rahmen des Marktanreizprogramms zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP). Bei Heizungssystemen, die fossile Energien nutzen, erfolgt die Förderung für das Lüftungs- und Heizungspaket im Rahmen der KfW-Programme „Energieeffizient Sanieren” als Zuschuss oder Kredit. 28.12.15
Die Mittel aus dem Marktanreizprogramm sind grundsätzlich mit anderen Fördermitteln aus öffentlichen Haushalten kombinierbar.

Ansprechpartner

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Frankfurter Straße 29-35
65760 Eschborn
Tel. (0 61 96) 9 08-16 25
Fax (0 61 96) 9 08-18 00
E-Mail
Internet

KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main
Infocenter: (08 00) 5 39 90 01
Tel. (0 69) 74 31-0
Fax (0 69) 74 31-29 44
E-Mail
Internet

Weiterführende Informationen

BMWi - Marktanreizprogramm (MAP)
Das Marktanreizprogramm im Überblick.

BMWi - Marktanreizprogramm (MAP) - FAQ
Häufig gestellte Fragen zum Marktanreizprogramm (MAP).

BMWi - Anreizprogramm Energieeffizienz
Das Anreizprogramm Energieeffizienz im Überblick.

BAFA - Anreizprogramm Energieeffizienz
Das Anreizprogramm Energieeffizienz im Überblick.

BMWi-Publikationen - Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien
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Videointerview zum Marktanreizprogramm
direkt nachgefragt - Videointerview mit Thorsten Herdan, Abteilungsleiter "Energiepolitik, Wärme und Effizienz" im BMWi

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