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Programm der Europäischen Union für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI) (2014-2020)

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Arbeit; Existenzgründung & -festigung; Gesundheit & Soziales; Unternehmensfinanzierung
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Kommune; Öffentliche Einrichtung; Verband/Vereinigung
Ansprechpartner: Europäische Kommission
Programm der Europäischen Union für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI) (2014–2020)

Ziel und Gegenstand

Das Programm dient der Förderung der Beschäftigung und sozialen Innovation in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union in den Jahren 2014 bis 2020.
Mitfinanziert werden Maßnahmen zur
Schaffung und Sicherung eines hohen Niveaus hochwertiger und nachhaltiger Beschäftigung,
Gewährleistung eines angemessenen und fairen sozialen Schutzes,
Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung sowie
Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
Das Programm besteht aus den drei Unterprogrammen Progress, EURES sowie Mikrofinanzierung und soziales Unternehmertum.
Im Rahmen des Unterprogramms Progress werden folgende Maßnahmen unterstützt:
Analytische Tätigkeiten: u.a. Durchführung von Erhebungen, Erstellung von Studien und Berichten, Durchführung von Evaluierungen, Erprobung innovativer Lösungen, Verbreitung der Ergebnisse,
Voneinander-Lernen, Sensibilisierung und Verbreitung: u.a. Austausch und Verbreitung bewährter Verfahren, innovativer Ansätze und Erfahrung, Durchführung von Veranstaltungen, Konferenzen, Seminaren und Schulungen, Erstellung von Publikationen sowie andere Informations- und Kommunikationsaktivitäten, Entwicklung und Wartung von Informationssystemen,
Unterstützung von Netzwerken auf Unionsebene, Kapazitätenaufbau nationaler Verwaltungen und spezieller Dienste, Vernetzung und Zusammenarbeit von Fachstellen und anderen Interessenten, Finanzierung von auf europäischer Ebene tätigen Beobachtungsstellen, Austausch von Personal zwischen nationalen Behörden.
Im Rahmen des Unterprogramms EURES werden Maßnahmen unterstützt, die die freiwillige individuelle Mobilität in der Union fördern und Hindernisse für die Mobilität beseitigen, u.a.:
Aufbau und Tätigkeiten grenzübergreifender EURES-Partnerschaften,
Bereitstellung von Informations-, Beratungs-, Vermittlungs- und Einstellungsdiensten für Grenzgänger,
Aufbau einer mehrsprachigen digitalen Plattform für den Abgleich von Stellenangeboten und Bewerbungen,
Entwicklung gezielter Mobilitätsprogramme,
gegenseitiges Lernen unter EURES-Akteuren sowie Schulung von EURES-Beratern,
Informations- und Kommunikationstätigkeiten zur Sensibilisierung für die Vorteile geographischer und beruflicher Mobilität und die Tätigkeiten und Dienste von EURES.
Durch das Unterprogramm Mikrofinanzierung und Sozialunternehmen werden folgende Maßnahmen gefördert:
Verbesserung des Zugangs zu und der Verfügbarkeit von Mikrofinanzierungen für von Arbeitslosigkeit oder Ausgrenzung bedrohte Personen sowie Kleinstunternehmen in der Gründungs- und Ausbauphase,
Aufbau der institutionellen Kapazität von Mikrokreditanbietern,
Förderung der Entwicklung des Marktes für soziale Investitionen und Ermöglichung des Zugangs zu Finanzierungsmöglichkeiten für Sozialunternehmen.

Antragsberechtigte

Teilnahmeberechtigt sind öffentliche und private Organisationen bzw. Einrichtungen, die in den genannten Bereichen tätig sind. Dies können je nach Unterprogramm z.B. nationale, regionale und lokale Behörden, Arbeitsverwaltungen, Sozialpartner, Nichtregierungsorganisationen, Hochschuleinrichtungen und Forschungsinstitute, Finanzinstitute oder Medien sein.
Das Unterprogramm Mikrofinanzierung und Sozialunternehmen steht öffentlichen und privaten Einrichtungen in den Mitgliedstaaten offen, die Personen und Kleinstunternehmen in den Mitgliedstaaten Mikrofinanzierungen anbieten. Existenzgründer sowie sozialwirtschaftliche Kleinstunternehmen sind nicht direkt antragsberechtigt, sondern werden durch die Verbesserung der Finanzierungsbedingungen mittelbar begünstigt.
Das Programm steht neben den Mitgliedstaaten der EU den EWR-Staaten und der Schweiz sowie den Kandidatenländern und potentiellen Kandidatenländern offen. Eine Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und Drittländern ist möglich.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt
im Rahmen der Unterprogramme Progress und EURES durch Zuschüsse von in der Regel maximal 80% (Progress) bzw. 95% (EURES) der förderfähigen Ausgaben,
im Rahmen des Unterprogramms Mikrofinanzierung und Sozialunternehmen durch die Bereitstellung von Gemeinschaftsmitteln an Finanzintermediäre. Die Durchführung des Unterprogramms erfolgt insbesondere in Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) bzw. dem Europäischen Investitionsfonds (EIF). Die Gemeinschaftsmittel können zur Finanzierung von Darlehen, Bürgschaften, Beteiligungen und anderen Unterstützungsmaßnahmen eingesetzt werden.

Budget

Das Gesamtbudget für die Durchführung des Programms beträgt in den Jahren 2014 bis 2020 rund 919,5 Mio. EUR.
Davon sind
61% für das Unterprogramm Progress,
18% für das Unterprogramm EURES und
21% für das Unterprogramm Mikrofinanzierung und soziales Unternehmertum
vorgesehen.

Antragsverfahren

Die Durchführung des Programms erfolgt auf der Grundlage von Arbeitsprogrammen, die von der Europäischen Kommission verabschiedet werden. Die Arbeitsprogramme informieren über die förderfähigen Maßnahmen, das Verfahren zur Auswahl der zu unterstützenden Maßnahmen, die Zielgruppen und -regionen der Förderung sowie den Zeitrahmen für die Umsetzung.
In den Unterprogrammen Progress und EURES erfolgt die Antragstellung im Rahmen von Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen oder Ausschreibungen.
Im Unterprogramm Mikrofinanzierung und Sozialunternehmen können Anträge ausschließlich von Finanzintermediären gestellt werden. Kleine und mittlere Unternehmen sind nicht unmittelbar antragsberechtigt, sondern profitieren mittelbar von der Verbesserung der Finanzierungsbedingungen.
Ausführliche Informationen und Antragsfristen können im Internet abgerufen werden.
Weiterführende Informationen:
Europäische Kommission
Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration (DG EMPL)
Rue Joseph II 27
B-1000 Brüssel
Belgien
Tel. (00 800) 6 7 8 9 10 11 (Europe Direct)
Tel. (00 32 2) 29-9 11 11 (Telefonzentrale)
E-Mail: empl-info@ec.europa.eu
Internet: http://ec.europa.eu/social/easi

Quelle

Verordnung (EU) Nr. 1296/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2013, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 347 vom 20. Dezember 2013, S. 238: geändert durch Verordnung (EU) Nr. 2016/589 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. April 2016, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 107 vom 22. April 2016, S. 1.

Geltungsdauer

1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2020

Wichtige Hinweise

Mit dem Programm EaSI werden drei bestehende Finanzinstrumente zusammengefasst und erweitert: Das Programm für Beschäftigung und soziale Solidarität (Progress), das europäische Netz der öffentlichen Arbeitsverwaltungen EURES und das europäische Progress-Mikrofinanzierungsinstrument.

Ansprechpartner

Europäische Kommission
Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration (DG EMPL)
Rue Joseph II 27
B-1000 Brüssel
Europe Direct: (00 800) 6 7 8 9 10 11
Tel. (00 32 2) 29-9 11 11 (Zentrale)
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