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Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Marktanreizprogramm)

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Energieeffizienz & Erneuerbare Energien
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Unternehmen; Kommune; Öffentliche Einrichtung; Privatperson; Verband/Vereinigung
Ansprechpartner: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA); KfW Bankengruppe
Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Marktanreizprogramm)

Ziel und Gegenstand

Der Bund fördert die Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt.
Mitfinanziert werden die Errichtung oder Erweiterung von
Solarkollektoranlagen,
Biomasseanlagen,
effizienten Wärmepumpen,
Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie,
Nahwärmenetzen, die mit Wärme aus erneuerbaren Energien gespeist werden,
sowie besonders innovative Technologien zur Wärme- und Kälteerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland und
Maßnahmen zur Visualisierung des Ertrags erneuerbarer Energien.
Ziel ist es, durch Investitionsanreize den Absatz von Technologien zu stärken und damit den Anteil erneuerbarer Energien zur Deckung des Wärme- und Kältebedarfs vorrangig in bestehenden Gebäuden zu erhöhen, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und einen Beitrag zur Schaffung einer nachhaltigen Versorgungsstruktur zu leisten. Insgesamt soll der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte bis zum Jahr 2020 auf 14% erhöht werden.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind
Privatpersonen,
Angehörige der Freien Berufe,
Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und kommunale Zweckverbände,
Unternehmen,
sonstige juristische Personen des Privatrechts, insbesondere gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften,
Energiedienstleistungsunternehmen (als Contractoren).
Von der Förderung ausgeschlossen sind der Bund, die Bundesländer und deren Einrichtungen sowie Hersteller von förderfähigen Anlagen oder deren Hauptkomponenten (Ausnahme: Contractoren).

Voraussetzungen

Der Antragsberechtigte muss Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks oder Gebäudes sein, auf oder in dem die Anlage errichtet werden soll, oder ein von diesen beauftragter Contractor.
Die in den Richtlinien genannten technischen Bestimmungen und Grenzwerte sind einzuhalten.
Die Anlagen müssen überwiegend der Wärme- oder Kältebereitstellung innerhalb der Bundesrepublik Deutschland dienen und sind mindestens sieben Jahre zweckentsprechend zu betreiben (ausgenommen Tiefengeothermiebohrungen).
Soweit im Einzelfall nicht anders geregelt, müssen die Anlagen Wärme oder Kälte für Gebäude bereitstellen, in denen seit mindestens zwei Jahren ein anderes Heizungssystem installiert ist, das ersetzt oder unterstützt werden soll. Eine Förderung in Neubauten ist nicht möglich. Ausgenommen sind der Bereich der Innovationsförderung und die Förderung durch das KfW-Programm Erneuerbare Energien – Premium.
Nicht gefördert werden Eigenbauanlagen und Prototypen (bei der Innovationsförderung sind Ausnahmen möglich), gebrauchte Anlagen und Anlagen mit wesentlichen gebraucht erworbenen Anlagenteilen sowie in der Regel Energieerzeugungsanlagen, die eine Vergütung nach dem Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien (EEG) oder nach dem Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG) erhalten können.

Art und Höhe der Förderung

Es bestehen zwei alternative Förderverfahren: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergibt Investitionszuschüsse, die KfW Bankengruppe gewährt im Rahmen des KfW-Programms Erneuerbare Energien – Premium zinsverbilligte Darlehen und Tilgungszuschüsse.
Investitionszuschüsse des BAFA: Die Basisförderung erfolgt als Projektförderung mit Festbeträgen durch Zuschüsse. Die Höhe der Zuschüsse ist abhängig von Art und Umfang des Vorhabens.
Zusätzlich zur Basisförderung sind je nach Maßnahme ein Gebäudeeffizienzbonus, ein Bonus für Lastmanagementfähigkeit, ein Kombinationsbonus und ein Optimierungsbonus möglich. Die Höhe richtet sich nach der Art der Maßnahme.
Finanzierung und Tilgungszuschüsse der KfW: Im Rahmen des KfW-Programms Erneuerbare Energien – Premium finanziert die KfW Investitionen zur Nutzung Erneuerbarer Energien mit bis zu 100% der förderfähigen Netto-Investitionskosten, i.d.R. max. 10 Mio. EUR pro Vorhaben.

Antragsverfahren

Anträge für Zuschüsse sind auf dem entsprechenden Vordruck zu stellen, der im Internet abgerufen oder beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) angefordert werden kann.
Darlehensanträge im Rahmen des KfW-Programms Erneuerbare Energien – Premium sind auf den dafür vorgesehenen Vordrucken bei den örtlichen Kreditinstituten (Hausbanken) zu stellen.
Anträge im einstufigen Verfahren, insbesondere durch private Antragsteller, sind i.d.R. innerhalb von neun Monaten nach Herstellung der Betriebsbereitschaft der Anlage zu stellen, Anträge im zweistufigen Verfahren vor Vorhabenbeginn. Dies betrifft insbesondere Anträge von Unternehmen und freiberuflichen Antragstellern, Anträge zur Förderung von Maßnahmen zur Visualisierung des Ertrags aus erneuerbaren Energien sowie Anträge in der Innovationsförderung.
Auskünfte erteilen
bei Fragen im Zusammenhang mit der Förderung durch Investitionszuschüsse das
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Frankfurter Straße 29–35
65760 Eschborn
Tel. (0 61 96) 9 08-16 25
Fax (0 61 96) 9 08-18 00
E-Mail: solar@bafa.bund.de
Internet: http://www.bafa.de
bei Fragen im Zusammenhang mit der Finanzierung und Gewährung von Tilgungszuschüssen die
KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5–9
60325 Frankfurt am Main
Infocenter: (08 00) 5 39 90 01
Tel. (0 69) 74 31-0
Fax (0 69) 74 31-29 44
E-Mail: info@kfw.de
Internet: http://www.kfw.de
bei allgemeinen Fragen zur Förderung und zu erneuerbaren Energien der
BINE Informationsdienst
Fachinformationszentrums Karlsruhe – Büro Bonn
Kaiserstraße 185-197
53113 Bonn
Tel. (02 28) 9 23 79-0
Fax (02 28) 9 23 79-29
E-Mail: sekretariat@bine.info
Internet: http://www.bine.info
Anfragen zum Marktanreizprogramm sollten ausschließlich an die aufgeführten Ansprechpartner gerichtet werden.

Quelle

Richtlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 11. März 2015, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 25. März 2015, B1; Pressemitteilung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vom 13. März 2015.

Wichtige Hinweise

Am 1. April 2015 ist die neue Richtlinie in Kraft getreten, die bei fast allen Fördersegmenten erhöhte Fördersätze vorsieht. Private und gewerbliche Hausbesitzer, die auf moderne Heizungen mit erneuerbaren Energien umstellen, können höhere Investitionszuschüsse für Solar-, Biomasse- und Wärmepumpenanlagen erhalten. Zudem werden auch begleitende Investitionen in das Heizungssystem gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt des neuen MAP ist die Öffnung des Programms für den gewerblichen Bereich, wobei nun auch Großunternehmen antragsberechtigt sind. Unternehmen können sowohl bei Neubauprojekten als auch bei Sanierungsmaßnahmen mit Investitionszuschüssen von bis zu 50% erhalten. Des weiteren können auch für die nachträgliche Optimierung bereits geförderter Öko-Heizungen Zuschüsse beantragt werden. 17.03.15
Im Einzelnen sieht die Novelle insbesondere folgende Neuerungen vor: 17.03.15
Deutlich erhöhte Fördersätze bei fast allen Fördersegmenten.
Die Antragsberechtigung wird auf alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, ausgeweitet.
Der Gebäudebestand wird neu definiert. Zum Gebäudebestand zählen Gebäude, in denen seit mindestens 2 Jahren ein anderes Heizungssystem installiert ist, das ersetzt oder unterstützt werden soll.
Die Frist für die Antragstellung im einstufigen Verfahren wird von 6 auf 9 Monate erweitert.
Solarkollektoranlagen zur reinen Warmwasserbereitung sind jetzt auch Gegenstand der Basisförderung.
Die Zusatzförderung (verschiedene Bonustatbestände sowie für Optimierungsmaßnahmen) wird auch im Rahmen der Innovationsförderung möglich.
Die 1.000 qm-Höchstgrenze bei der solaren Prozesswärme wird aufgehoben.
Eine ertragsabhängige Förderung im Rahmen der solaren Innovationsförderung wird zum ersten Mal eingeführt.
Die Prozesswärme wird auch mit der Errichtung einer Biomasse-Anlage oder effizienten Wärmepumpe gefördert.
Eine Zusatzförderung wird gewährt, sofern mit der Errichtung der förderfähigen Anlage eine Optimierungsmaßnahme durchgeführt wird.
Die Durchführung nachträglicher Optimierungsmaßnahmen bereits geförderter Anlagen ist ebenfalls förderfähig.
Es wird ein Lastmanagementbonus bei Wärmepumpen eingeführt.
Einmalig kann ein Qualitätscheck einer Wärmepumpe bezuschusst werden. Dies ist frühestens nach Ablauf eines Jahres nach Inbetriebnahme der geförderten Anlage möglich.
Der Bonus für die Zuführung der Wärme in ein Wärmenetz wird jetzt auch mit der Errichtung einer Biomasse-Anlage oder Wärmepumpe möglich.
Der Antrag für die Förderung von Maßnahmen zur Visualisierung des Ertrages Erneuerbarer Energien muss jetzt vor Vorhabensbeginn beim BAFA gestellt werden und nicht wie bisher nach Realisierung der Maßnahme. 12.03.15
Die Mittel aus dem Marktanreizprogramm sind grundsätzlich mit anderen Fördermitteln aus öffentlichen Haushalten kombinierbar.

Ansprechpartner

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Frankfurter Straße 29-35
65760 Eschborn
Tel. (0 61 96) 9 08-16 25
Fax (0 61 96) 9 08-18 00
E-Mail
Internet

KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main
Infocenter: (08 00) 5 39 90 01
Tel. (0 69) 74 31-0
Fax (0 69) 74 31-29 44
E-Mail
Internet

Weiterführende Informationen

BMWi-Publikationen - Heizen mit erneuerbaren Energien - Flyer für Verbraucher
Jetzt umstellen, Förderung sichern und Klima schützen. Mit dem Marktanreizprogramm.

BMWi-Publikationen - Wärme aus erneuerbaren Energien - Flyer für Unternehmen und Kommunen
Jetzt umstellen und noch bessere Fördermöglichkeiten sichern. Mit dem Marktanreizprogramm.

Videointerview zum Marktanreizprogramm
direkt nachgefragt - Videointerview mit Thorsten Herdan, Abteilungsleiter "Energiepolitik, Wärme und Effizienz" im BMWi

Aktuelle Konditionen
Aktuelle Zinssätze der Kreditprogramme der KfW

KfW Bankengruppe - Subventionswertrechner
Online-Berechnung der Beihilfeintensität