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Ressourceneffizienzfinanzierung

Förderkriterien
Förderart: Darlehen
Förderbereich: Energieeffizienz & Erneuerbare Energien; Umwelt- & Naturschutz
Fördergebiet: Baden-Württemberg
Förderberechtigte: Unternehmen
Ansprechpartner: L-Bank
Ressourceneffizienzfinanzierung

Ziel und Gegenstand

Die L-Bank stellt in Zusammenarbeit mit der KfW Bankengruppe zinsverbilligte Kredite für Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zur Energieeinsparung, Steigerung der Materialeffizienz und zum allgemeinen Umweltschutz bereit.
Je nach Schwerpunkt der geplanten Investition werden gefördert:
Programmteil A „Energieeffiziente Produktion”: Neu- und Modernisierungsinvestitionen zur Energieeinsparung bei Maschinen, Anlagen und Prozesstechnik,
Programmteil B „Materialeffizienz und Umwelttechnik”: Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz und Materialeinsparung sowie allgemeine Umweltschutzmaßnahmen,
Programmteil C „Energieeffiziente Betriebsgebäude”: Neubau/Ersterwerb von neuen energieeffizienten Betriebsgebäuden, energetische Sanierung von bestehenden Gebäuden sowie Energiesparmaßnahmen bei der Gebäudetechnik.
Neben Investitionen können auch Aufwendungen für die Planungs- und Umsetzungsbegleitung sowie für Energiemanagementsysteme gefördert werden.
Für kleine Unternehmen im Sinne der KMU-Definition der EU besteht im Programmteil B ein KU-Fenster mit einem zusätzlich vergünstigten Zinssatz. In allen Programmteilen erhalten die Unternehmen zusätzlich einen Tilgungszuschuss, wenn sie das angestrebte Einsparpotenzial oder die angestrebte Umweltentlastung realisiert haben.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft gemäß KMU-Definition der EU mit Sitz oder Betriebsstätte in Baden-Württemberg.

Voraussetzungen

Der Investitionsort muss in Baden-Württemberg liegen.
Programmteil A: Die Investitionen müssen deutliche und gut quantifizierbare Energieeinspareffekte, aber mindestens den sog. Einstiegsstandard (Energieeinsparung von mindestens 10%), in der Produktion oder bei der Dienstleistung erzielen. Das Energieeinsparungspotenzial muss ein Sachverständiger oder das Unternehmen bei Antragstellung ermitteln und bestätigen.
Programmteil B: Die Investitionen müssen zum schonenden Umgang mit weiteren betrieblichen Ressourcen beitragen oder sich positiv auf die allgemeinen Umweltgüter Luft, Wasser und Boden auswirken. Die Erfüllung der technischen Voraussetzungen ist schriftlich vom Antragsteller vorzulegen oder durch einen Sachverständigen nachzuweisen.
Programmteil C: Die energetische Sanierung von bestehenden gewerblich genutzten Gebäuden muss das energetische Niveau eines KfW-Effizienzgebäudes 70 oder 100 erreichen. Bei Neubau/Ersterwerb von neuen energieeffizienten Betriebsgebäuden gelten die KfW-Effizienzgebäude-Standards 55 und 70. Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und/oder Gebäudetechnik müssen die technischen Anforderungen der jeweils gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen. Darüber hinaus sind die technischen Anforderungen von einem Ausstellungsberechtigten nach § 21 EnEV für Nichtwohngebäude oder einer nach § 43 Landesbauordnung Baden-Württemberg berechtigten Person für die Erstellung der Nachweise nach der EnEV zu bestätigen.
Von der Förderung ausgeschlossen sind Umschuldungen, Sanierungsfälle sowie Kosten im Zusammenhang mit der Primärproduktion land- und forstwirtschaftlicher Erzeugnisse oder mit Erzeugnissen der Fischerei und Aquakultur, Unternehmen in Schwierigkeiten sowie Unternehmen, die einer Beihilfenrückforderung der EU-Kommission nicht nachgekommen sind.
Nicht gefördert werden u.a. Anlagen, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) gefördert werden, der Erwerb von Grundstücken sowie die Sanierung und Errichtung von Wohngebäuden/Heizungsanlagen, sofern die erzeugte Energie in Wohngebäuden genutzt wird.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines zinsverbilligten Darlehens.
Der Finanzierungsanteil beträgt bis zu 100% der förderfähigen Kosten. Der Darlehenshöchstbetrag beläuft sich in der Regel auf 5 Mio. EUR. Die Bagatellgrenze liegt in der Regel bei 10.000 EUR.
Eine höhere Zinsverbilligung kann für eine höhere Energieeinsparung (sog. Premiumstandard) in Programmteil A und für kleine Unternehmen (KU) in Programmteil B gewährt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen werden Tilgungszuschüsse angeboten.
Zinssatz: siehe aktuelle Konditionen.
Reicht der Darlehenshöchstbetrag im Programmteil C nicht aus, kann zusätzlich ein Kombi-Darlehen Ressourceneffizienz beantragt werden.
Stehen ausreichende Kreditsicherheiten nicht zur Verfügung, kann die Hausbank eine Bürgschaft bei der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg oder bei der L-Bank beantragen.

Antragsverfahren

Schriftliche Anträge sind vor Beginn der zu fördernden Maßnahme über die vom Antragsteller gewählte Hausbank an die
L-Bank
Staatsbank für Baden-Württemberg
Börsenplatz 1
70174 Stuttgart
Hotline (07 11) 1 22-23 45
Tel. (07 11) 1 22-0
Fax (07 11) 1 22-26 74
E-Mail: wirtschaft@l-bank.de
Internet: http://www.l-bank.de
zu stellen. Antragsformulare sind im Internet erhältlich.

Quelle

Merkblatt der L-Bank vom 17. April 2018; Rundschreiben Nr. 2 der L-Bank vom 27. März 2018.

Geltungsdauer

Die Laufzeit des Programms ist bis zum 30. Juni 2021 befristet.

Wichtige Hinweise

Um die energetische Sanierung von bestehenden Nichtwohngebäuden weiter voranzubringen, hat die L-Bank zum 1. Februar 2018 folgende Änderungen der Ressourcenfinanzierung vorgenommen: 29.01.18
Die Darlehen Ressourceneffizienzfinanzierung können mit einem Kombi-Darlehen Ressourceneffizienz der L-Bank im Programmteil C (KMU) aufgestockt werden. Kleine und mittlere Unternehmen können so insgesamt 10 Mio. EUR für Neubau und Sanierung von Betriebsgebäuden finanzieren. 29.01.18
Größere Unternehmen (Nicht-KMU) können Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Betriebsgebäuden (Effizienzhaus und Einzelmaßnahmen) mit einem Kombi-Darlehen Ressourceneffizienz der L-Bank finanzieren (bis 25 Mio. EUR). 29.01.18
Für geeignete Maßnahmen in Programmteil A und C (Neubau und Sanierung) können die Darlehen und Tilgungszuschüsse als Energieeffizienzbeihilfen gemäß Artikel 38 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) zugesagt werden. Dies erlaubt wesentlich höhere Beihilfeintensitäten von bis zu 50%. Seit 26. Oktober 2017 ist dies schon für Sanierungsvorhaben in Programmteil C möglich. 15.01.18
Die L-Bank bietet künftig wieder Kombi-Bürgschaften 50 für Darlehensbeträge über 2,5 Mio. EUR an. 15.01.18
Einheitliche Vergütungspraxis bei den Sachverständigengutachten: Die L-Bank übernimmt die Kosten für die Erstellung der Bestätigung zum Antrag durch Sachverständige in den Programmteilen A, B und C Einzelmaßnahmen. 15.01.18
Die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg GmbH und die MBG Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH bieten eigenkapitalschwachen Unternehmen unabhängig von der Verbürgungsquote das Kombi-Programm Bürgschaft plus Beteiligung an. 07.04.16
Die Darlehen werden aus dem dem KfW-Energieeffizienzprogramm – Energieeffizient Bauen und Sanieren, dem KfW-Energieeffizienzprogramm – Produktionsanlagen/-prozesse oder dem KfW-Umweltprogramm refinanziert, eine Kumulierung mit diesen KfW-Programmen ist daher ausgeschlossen. 08.07.15
Die Kumulierung mit der Energieberatung im Mittelstand des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist möglich. 03.01.17

Ansprechpartner

L-Bank
Staatsbank für Baden-Württemberg
Börsenplatz 1
70174 Stuttgart
Hotline (07 11) 1 22-23 45
Tel. (07 11) 1 22-0
Fax (07 11) 1 22-26 74
E-Mail
Internet

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