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Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Beratung; Energieeffizienz & Erneuerbare Energien; Unternehmensfinanzierung
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Unternehmen
Ansprechpartner: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien

Ziel und Gegenstand

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt investive Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz durch den Einsatz von hocheffizienten und am Markt verfügbaren Querschnittstechnologien sowie zur Verminderung und Nutzung von gewerblicher und industrieller Abwärme.
Gefördert werden
Einzelmaßnahmen: Ersatz oder Neuanschaffung von hocheffizienten Anlagen bzw. Aggregaten mit einem Netto-Investitionsvolumen von mindestens 2.000 EUR in folgenden Querschnittstechnologien: elektrische Motoren und Antriebe, Pumpen, Ventilatoren, Druckluftanlagen, Wärmerückgewinnungs- bzw. Abwärmenutzungsanlagen in Prozessen innerhalb des Unternehmens, Dämmung von industriellen Anlagen bzw. Anlagenteilen,
Optimierung und Neuinstallation von technischen Systemen: Ersatz und Erneuerung von den unter Einzelmaßnahmen genannten Querschnittstechnologien sowie der technischen Systeme, in die sie eingebunden sind, ab einem Investitionsvolumen von 20.000 EUR. In Verbindung mit Maßnahmen zur Abwärmenutzung können auch Pumpen in Heizkreisen von gewerblichen bzw. industriellen Gebäuden zur Versorgung mit Heizwärme und Warmwasser gefördert werden.
Ziel ist es, die in Industrie und Gewerbe bestehenden Potenziale für Energieeffizienzverbesserungen zu erschließen, indem hocheffiziente Querschnittstechnologien in Unternehmen verstärkt eingesetzt werden und durch die Förderung von hocheffizienten Großpumpen zusätzliche Anreize zum Energiesparen für die Wirtschaft zu schaffen.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind
kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft gemäß KMU-Definition der EU,
sonstige Unternehmen der gewerblichen und industriellen Wirtschaft bis 500 Beschäftigte sowie
große Unternehmen der industriellen Wirtschaft
mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland.
Antragsberechtigt sind auch Contractoren gemäß DIN 8930-5, die im eigenen Namen und auf eigene Rechnung tätig sind.

Voraussetzungen

Das Vorhaben muss in Deutschland durchgeführt werden.
Geförderte Anlagen müssen mindestens drei Jahre zweckentsprechend betrieben werden.
Nicht gefördert werden
Maßnahmen, deren Durchführung auf einer gesetzlichen Verpflichtung oder behördlichen Anordnung beruht,
Erwerb und Verwendung gebrauchter Anlagen sowie neuer Anlagen mit überwiegend gebrauchten Anlagenteilen,
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben,
Energiemanagementsysteme,
Eigenleistungen des Antragstellers,
Maßnahmen, die sich auf eine Verbesserung der Gebäudeenergieffizienz im Sinne der Energieeinsparverordnung beziehen,
Anlagen zur Kälteerzeugung, Komponenten und Systeme des Kältemittelkreislaufs sowie Kühlmittelleitungen für Wasser und Sole,
Anlagen zur Wärmeerzeugung,
Wärmepumpen sowie Anlagen zur Verstromung von Abwärme,
Dämmung von Anlagen zur Wärme- und Kälteerzeugung,
komplette Produktionsanlagen, Maschinen und Fertigungseinrichtungen inklusive kompletter Bearbeitungszentren sowie die darin eingebauten Querschnittstechnologien,
bereits begonnene Projekte.
Bei Einzelmaßnahmen werden die fachlichen Details der förderfähigen Maßnahmen in gesonderten Merkblättern geregelt.
Optimierungen und Neuinstallationen von technischen Systemen sind nur förderfähig, wenn eine Endenergieeinsparung von mindestens 25% gegenüber dem Ist-Zustand erzielt und durch ein Energieeinspar- bzw. Abwärmekonzept nachgewiesen wird.
Bei Optimierung und Neuinstallation von technischen Systemen muss vor Beginn der Investition durch einen externen zugelassenen Energieberater ein Energieeinspar-/Abwärmekonzept erstellt werden. Verfügt der Antragsteller über ein nach DIN zertifiziertes Energiemanagementsystem, kann das Konzept durch unternehmensinterne Experten erstellt werden.
Energieberater bzw. Beratungsunternehmen müssen in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes in der Kategorie Energieberatung im Mittelstand gelistet sein.
Von der Förderung ausgeschlossen sind Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur, des Steinkohlenbergbaus, Angehörige der Freien Berufe, Hersteller der jeweils geförderten Querschnittstechnologien, Kirchen sowie Unternehmen der Kreditwirtschaft und des Versicherungsgewerbes sowie Vereine und Stiftungen.
Nicht gefördert werden zudem Unternehmen mit einer öffentlichen Beteilung von mindestens 25% sowie Antragsteller, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses.
Die Höhe der Förderung beträgt
30% der zuwendungsfähigen Ausgaben für KMU und
20% der zuwendungsfähigen Ausgaben für sonstige und große Unternehmen.
Die maximale Fördersumme beträgt pro Vorhaben:
30.000 EUR für Einzelmaßnahmen,
100.000 EUR für die Optimierung und Neuinstallation von technischen Systemen,
150.000 EUR für die Optimierung und Neuinstallation von technischen Systemen mit industriellen oder gewerblichen Pumpensystemen (bei Investitionskosten für die Pumpensysteme von mindestens 50.000 EUR).
Die erforderliche externe Energieberatung für die Optimierung und Neuinstallation von technischen Systemen kann in Höhe von 60% der förderfähigen Beratungskosten, maximal jedoch 3.000 EUR bezuschusst werden. Die Installation erforderlicher Messtechnik ist entsprechend zuwendungsfähig.

Antragsverfahren

Anträge sind vor Beginn der zu fördernden Maßnahme unter Verwendung des elektronischen Antragsformulars beim
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Querschnittstechnologien
Frankfurter Straße 29–35
65760 Eschborn
Tel. (0 61 96) 9 08-18 83
E-Mail: QST@bafa.bund.de
Internet: http://www.bafa.de
zu stellen.
Das elektronische Antragsformular ist über die Internetseite des BAFA erhältlich.

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 29. April 2016, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 10. Mai 2016, B1; Pressemitteilung des BAFA vom 12. Mai 2016.

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2019.

Wichtige Hinweise

Auf Grundlage der im Mai 2016 veröffentlichten neuen Förderrichtlinie werden Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen bezuschusst. Neben dem bisherigen Adressatenkreis sind nun auch große Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten antragsberechtigt. Zudem sind neben Ersatzinvestitionen auch Neuanschaffungen förderfähig. Zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) und im Rahmen der Maßnahme „Abwärme besser nutzen“ wird ein weiterer Fokus auf unternehmensinterne Maßnahmen zur Abwärmevermeidung und Nutzung von Abwärme gelegt. 17.05.16
Die Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln anderer Förderprogramme des Bundes, der Bundesländer und der EU für dieselbe Maßnahme ist ausgeschlossen. Davon ausgenommen sind Energieberatungen nach der Richtlinie über die Förderung von Energieberatungen im Mittelstand. Die jeweils zulässigen beihilferechtlichen Kumulierungsregeln sind einzuhalten und die Summen aus Krediten, Zuschüssen oder Zulagen dürfen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigen. 10.05.16

Ansprechpartner

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Querschnittstechnologien
Frankfurter Straße 29-35
65760 Eschborn
Tel. (0 61 96) 9 08-18 83
E-Mail
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