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INVEST - Zuschuss für Wagniskapital

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss; Beteiligung
Förderbereich: Existenzgründung & -festigung; Forschung & Innovation (themenoffen); Unternehmensfinanzierung
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Existenzgründer/in; Unternehmen; Privatperson
Ansprechpartner: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
INVEST – Zuschuss für Wagniskapital

Ziel und Gegenstand

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert private Investoren (insbesondere Business Angels), die neu ausgegebene Geschäftsanteile an jungen, innovativen Unternehmen erwerben.
Die Förderung erfolgt
durch einen Erwerbszuschuss zum Investitionszeitpunkt und
durch einen Exitzuschuss als pauschale Kompensation der auf den Veräußerungsgewinn zu entrichtenden Steuern.
Ziel ist es, für private Investoren Anreize zu schaffen, Unternehmen privates Wagniskapital zur Verfügung zu stellen und dadurch die Finanzierungsbedingungen junger, innovativer Unternehmen zu verbessern.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind natürliche Personen, die neu ausgegebene Anteile an einem innovativen, kleinen Unternehmen gemäß KMU-Definition der EU erwerben oder die ihre Anteile an einem Unternehmen veräußern, deren Erwerb bereits durch INVEST gefördert wurde.
Die natürliche Person kann sich im Rahmen des Erwerbszuschusses einer Beteiligungsgesellschaft bedienen.

Voraussetzungen

Für den Erwerbszuschuss gelten folgende Voraussetzungen:
Das Unternehmen muss als Kapitalgesellschaft geführt oder gegründet werden, darf nicht älter als sieben Jahre sein und muss seinen Hauptsitz im Europäischen Wirtschaftsraum mit wenigstens einer Zweigniederlassung oder Betriebsstätte in Deutschland haben.
Das Unternehmen muss hauptsächlich in einer innovativen Branche (siehe Anlage A der Richtlinie) fortlaufend wirtschaftlich aktiv sein.
Der Investor muss neu ausgegebene Anteile im eigenen Namen, auf eigene Rechnung und von eigenem Geld erwerben.
Der Anteilserwerb muss wirtschaftlich motiviert sein, auf Grundlage eines Business Plans erfolgen und es ist eine realistische Ausstiegsstrategie zu verfolgen.
Die Anteile müssen vollumfänglich an Chancen und Risiken beteiligt sein.
Zwischen dem Investor und dem Unternehmen dürfen keine risikomindernden Vereinbarungen geschlossen werden.
Die Anteilsausgabe darf erst nach Antragstellung durch den Investor erfolgen. Bei Anteilsausgabe vor Bewilligung trägt der Antragsteller das Risiko einer möglichen Nichtbewilligung.
Die Beteiligung muss für mindestens drei Jahre gehalten werden. Der Kaufpreis der Anteile muss mindestens 10.000 EUR betragen.
Der Investor oder eine ihm nahestehende Person darf nicht mit dem Unternehmen verbunden sein.
Für den Exitzuschuss gelten folgende Voraussetzungen:
Das Unternehmen muss bereits durch Zahlung eines Erwerbszuschusses gefördert worden sein.
Die Anteile werden frühestens drei Jahre und spätestens zehn Jahre nach Anteilserwerb veräußert.
Der Gewinn aus der Veräußerung der Anteile muss mindestens 2.000 EUR betragen.
Der Investor muss eine natürliche Person sein, die auch den Erwerbszuschuss für diese Anteile erhalten hat.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses.
Die Höhe der Förderung beträgt
als Erwerbszuschuss 20% des Ausgabepreises der Anteile. Je Investor werden pro Kalenderjahr maximal Beteiligungen bis zu einem Betrag von 500.000 EUR bezuschusst, die maximale Fördersumme beträgt 100.000 EUR. Je Unternehmen können Beteiligungen im Wert von bis zu 3 Mio. EUR pro Jahr bezuschusst werden, die maximale Fördersumme beträgt 600.000 EUR.
als Exitzuschuss 25% des Gewinns aus der Veräußerung eines INVEST-Anteils. Der Exitzuschuss ist auf 80% des Ausgabepreises der erworbenen INVEST-geförderten Anteile begrenzt.

Antragsverfahren

Für den Erwerbszuschuss müssen das Unternehmen als auch der Investor und für den Exitzuschuss der Investor einen Antrag bei dem
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Referat 411
Frankfurter Straße 29–35
65760 Eschborn
Tel. (0 61 96) 9 08-19 64
Fax (0 61 96) 9 08-14 42
E-Mail: wagniskapital@bafa.bund.de
Internet: http://www.bafa.de
einreichen. Anträge können über die elektronische Antragsplattform gestellt werden.
Für den Erwerbszuschuss reicht zunächst das Unternehmen vor Unterzeichnung der Verträge einen Online-Antrag beim BAFA ein. Das BAFA bescheinigt dem Unternehmen die Förderfähigkeit. Anschließend kann der Investor vor Unterzeichnung der Verträge beim BAFA online einen Antrag stellen und das BAFA erteilt dem Investor einen Bewilligungsbescheid. Nach Antragstellung darf der Investor die Beteiligung an dem Unternehmen eingehen. Nach Zahlung der Anteile bzw. Wandeln des Wandeldarlehens durch den Investor fordert dieser die Auszahlung des Zuschusses beim BAFA an.
Beteiligt sich der Investor an einem Gründungsvorhaben, reicht zuerst der Investor seinen Antrag ein. Das Unternehmen stellt dann seinen Antrag auf Förderfähigkeit, wenn es gegründet und in das Handelsregister eingetragen ist.

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 12. Dezember 2016, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 23. Dezember 2016, B1; geändert durch Bekanntmachung vom 15. Februar 2017, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 22. Februar 2017, B1; Pressemitteilung des BMWi vom 27. November 2017.

Geltungsdauer

Anträge können im Rahmen des Erwerbszuschusses bis zum 31. Dezember 2020 und im Rahmen des Exitzuschusses bis zum 30. Juni 2031 beim BAFA eingereicht werden (Ausschlussfrist).

Wichtige Hinweise

Seit dem 27. November 2017 können sich Start-ups, die vom BAFA ihre Innovativität und Förderfähigkeit bescheinigt bekommen haben, in einer Datenbank listen lassen. Die Datenbank soll das Matching von Unternehmen und Investoren erleichtern. In die Datenbank können sich INVEST-förderfähige Unternehmen mit ihren wichtigsten Daten eintragen. Interessierte Investoren erhalten einen Überblick über Unternehmen mit einem gültigen INVEST-Förderfähigkeitsbescheid. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.invest-wagniskapital.de. INVEST-förderfähige Unternehmen können sich hier in die Datenbank aufnehmen lassen. Die INVEST-Datenbank mit förderfähigen Unternehmen finden Sie im Internet. 01.12.17
Seit dem Programmstart im Mai 2013 konnte über 3.500-mal einem Start-up vom BAFA die Förderfähigkeit bescheinigt werden. Seitdem wurden über 4.000 Privatinvestitionen in förderfähige Start-ups mit einem Volumen in Höhe von über 300 Mio. EUR gefördert. 01.12.17
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die Förderrichtlinie mit Wirkung zum 1. Januar 2017 neu gefasst. Das Programm wurde mit einem Exitzuschuss um eine weitere Förderkomponente ergänzt. Zusätzlich wurde die Obergrenze für förderfähige Investitionssummen pro Investor verdoppelt. Private Investoren, die ihre Beteiligung über eine Beteiligungsgesellschaft eingehen wollen, können dies über eine haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG) tun (bisher nur GmbHs). Außerdem ist die Bedingung eines Mehrheitsgesellschafters weggefallen und die Anzahl der zulässigen Gesellschafter an der Beteiligungsgesellschaft wurde von vier auf sechs erhöht. Mit Inkrafttreten der neuen Richtlinie sind auch Wandeldarlehen förderfähig. Neu ist insbesondere auch die Möglichkeit, Zuschüsse auf Anschlussfinanzierungen von INVEST-geförderten Erstfinanzierungen zu erhalten. Auch für junge innovative Unternehmen wurden die Förderkriterien ausgeweitet. Innovative Unternehmen können nun ihre Innovativität anhand eines externen unabhängigen Kurzgutachtens bescheinigen lassen. 03.01.17

Ansprechpartner

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Referat 411
Frankfurter Straße 29-35
65760 Eschborn
Tel. (0 61 96) 9 08-19 64
Fax (0 61 96) 9 08-14 42
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