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Förderung des Know-how-Transfers im Handwerk

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Beratung; Existenzgründung & -festigung; Forschung & Innovation (themenoffen); Unternehmensfinanzierung
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Existenzgründer/in; Unternehmen; Öffentliche Einrichtung; Verband/Vereinigung
Ansprechpartner: Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH); zuständige Handwerkskammer (HWK); Fachverbände des Handwerks
Förderung des Know-how-Transfers im Handwerk

Ziel und Gegenstand

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert den Erhalt und den Ausbau des Informations-, Beratungs- und Technologietransfernetzwerkes der Handwerksorganisationen sowie Qualifizierungsmaßnahmen der Stelleninhaber des Netzwerks.
Gefördert werden drei ineinandergreifende Module:
Betriebsberatungsstellen (BB) zur Beratung von Handwerksbetrieben und Existenzgründern in allen Fragen der Unternehmensführung, der strategischen Weiterentwicklung und der Innovationstätigkeit,
Beauftragte für Innovation und Technologie (BIT) zur systematischen Steigerung der Innovationsbereitschaft und -fähigkeit sowie Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers ins Handwerk,
Gewerbespezifische Informationstransferstellen (GIT) zur technischen und betriebswirtschaftlichen Fortbildung insbesondere der Meister und Gesellen zur Erhaltung und Steigerung der Leistungsfähigkeit des Handwerks.
Damit stehen Handwerksbetrieben kostenfreie, betriebsnahe, neutrale und unabhängige Informations- und Beratungsangebote zur Verfügung.
Ziel ist es, kleinen und mittleren Unternehmen des Handwerks die Anpassung an den wirtschaftlichen und technischen Fortschritt zu erleichtern und die Bereitschaft zur Existenzgründung zu stärken.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften, Innungen, Landesfach- und Landesinnungsverbände, überbetriebliche Bildungseinrichtungen, Fachverbände und Zentralfachverbände des Handwerks als Trägerorganisation einer Bildungseinrichtung.
Zielgruppen sind
kleine und mittelständische Unternehmen des Handwerks gemäß KMU-Definition der EU sowie
natürliche Personen vor der Existenzgründung oder vor der Übernahme eines bestehenden Handwerksunternehmens.

Voraussetzungen

Die zu beratenden Unternehmen und Existenzgründer müssen ihre Betriebsstätte oder Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland unterhalten.
Es werden nur Beratungen gefördert, die von qualifizierten Beratern durchgeführt werden.
Betriebsberater und Inhaber der Gewerbespezifischen Informationstransferstellen müssen in der Regel ein Hochschulstudium abgeschlossen haben und über entsprechende Sachkunde im jeweiligen Tätigkeitsbereich sowie über die für die Beratung erforderlichen sozialen Kompetenzen verfügen.
Beauftragte für Innovation und Technologie (BIT) müssen ein Hochschulstudium abgeschlossen haben und in der Regel über Erfahrungen in den Arbeitsbereichen Technologie und/oder Innovation verfügen.
Von der Förderung ausgeschlossen sind
isolierte Beratungen zu routinemäßigen Steuer-, Rechts- und Versicherungsfragen,
Beratungen, deren Zweck auf den Vertrieb von bestimmten Waren oder Dienstleistungen gerichtet ist,
Ausbildungsberatungen im Sinne des § 45 des Berufsbildungsgesetzes;
Aufstellung von Neu- und Umbauplänen, Übernahme von Ausschreibungen, Angebotseinholung und -vermittlung bei Bauaufträgen, Aufstellung von Jahresabschlüssen sowie Buchführungsarbeiten,
gutachterliche Stellungnahmen in privaten oder öffentlich-rechtlichen Streitfällen,
Qualitätsprüfungen sowie technische, chemische und ähnliche Untersuchungen,
Tätigkeiten, die operative Aufgaben des Unternehmers darstellen, wie z.B. Werbung, Akquisitions- und Vermittlungstätigkeiten, Tätigkeiten des laufenden Geschäftsbetriebs einschließlich Management auf Zeit,
Auslandseinsatz (sofern nicht vom BMWi genehmigt).

Art und Höhe der Förderung

Der Bund bezuschusst die Beratungsstellen bzw. Beratungen der Handwerksorganisationen.
Die Höhe der Förderung darf insgesamt 50% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben nicht überschreiten und beträgt jährlich
für Betriebsberater bis zu 120 Tagewerke (8 Stunden) à 200 EUR,
für Beauftragte für Innovation und Technologie 30.000 EUR (Vollbeschäftigte),
für Gewerbespezifische Informationstransferstellen 24.000 EUR (Vollbeschäftigte).
Darüber hinaus kann je Stelleninhaber ein Weiterbildungszuschuss in Höhe von 100 EUR jährlich gewährt werden.
Die Beratungsstellen können von den beratungssuchenden Unternehmen und Existenzgründern unentgeltlich genutzt werden.

Antragsverfahren

Der Antrag auf Beratung ist von den Unternehmen bzw. Gründern bei der örtlich zuständigen Handwerkskammer bzw. dem Fachverband zu stellen.
Die fachliche Koordination des Informations-, Beratungs- und Technologietransfernetzwerkes erfolgt durch den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).
Die Handwerkskammern und -verbände beantragen den Zuschuss beim
Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)
Abteilung Gewerbeförderung
Mohrenstraße 20/21
10117 Berlin
Tel. (0 30) 20 61 9-0
E-Mail: info@zdh.de
Internet: http://www.zdh.de

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 10. Januar 2017, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 16. Januar 2017, B1; Pressemitteilung des BMWi vom 17. Januar 2017.

Geltungsdauer

Die Förderrichtlinie gilt bis zum 31. März 2022.

Wichtige Hinweise

Die neue Richtlinie des BMWi vom 10. Januar 2017 fasst die bisherigen Informations- und Beratungsdienstleistungen der Handwerkskammern und -verbände zu einem abgestimmten, bundesweit und fachlich flächendeckenden Informations-, Beratungs- und Technologietransfernetzwerk zusammen. Insgesamt können jährlich mit bis zu 16 Mio. EUR bis zu 620 Beraterstellen gefördert werden. Es wird angestrebt, jährlich rund 130.000 Handwerksbetriebe durch Information, Beratung sowie Technologietransfer zu erreichen.
Weiterführende Informationen bietet das Informationsportal BISTECH unter http://www.bistech.de. Es informiert über neue Technologien, betriebswirtschaftliche und kaufmännische Inhalte sowie über das Beratungsangebot der Handwerksorganisationen.

Ansprechpartner

Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)
Mohrenstraße 20/21
10117 Berlin
Tel. (0 30) 2 06 19-0
Fax (0 30) 2 06 19-4 60
E-Mail
Internet

zuständige Handwerkskammer (HWK)
Internet

Fachverbände des Handwerks
Internet