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Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft - Zuschuss und Kredit

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss; Darlehen
Förderbereich: Energieeffizienz & Erneuerbare Energien; Unternehmensfinanzierung
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Unternehmen
Ansprechpartner: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA); KfW Bankengruppe
Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit

Ziel und Gegenstand

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Wärme-Technologien in der Wirtschaft.
Gefördert werden:
Modul 1 – Querschnittstechnologien: investive Einzelmaßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz von industriellen und gewerblichen Anlagen und Prozessen durch den Einsatz von hocheffizienten und am Markt verfügbaren Technologien,
Modul 2 – Maßnahmen zur Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien (Solarkollektoranlagen, Biomasse-Anlagen, Wärmepumpen),
Modul 3 – Erwerb und Installation von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Sensorik sowie Erwerb und Installation von Energiemanagement-Software und Schulung des Personals durch Dritte im Umgang mit der Software,
Modul 4 – Maßnahmen zur energiebezogenen Optimierung von industriellen und gewerblichen Anlagen und Prozessen, die zur Erhöhung der Energieeffizienz und damit zur Senkung des fossilen Energieverbrauchs in Unternehmen beitragen.
Die Förderung erfolgt technologieoffen und branchenübergreifend. Sie kann wahlweise als direkter Zuschuss oder als Tilgungszuschuss in Verbindung mit einem Kredit der KfW Bankengruppe beantragt werden.
Ziel ist es, Energieeffizienz durch Investitionen in der Wirtschaft zu steigern und den Anteil der erneuerbaren Energien zur Bereitstellung von Prozesswärme auszubauen.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind:
private Unternehmen,
kommunale Unternehmen,
Angehörige der Freien Berufe und
Contractoren, die Maßnahmen für ein antragsberechtigtes Unternehmen durchführen.
Im Bereich Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien können auch Landwirte antragsberechtigt sein.

Voraussetzungen

Die Investitionen müssen in Deutschland durchgeführt werden und sind nach Inbetriebnahme mindestens drei Jahre zweckentsprechend zu betreiben.
Die in den Merkblättern definierten technischen Mindestanforderungen sind einzuhalten.
Nicht gefördert werden
Maßnahmen, zu deren Durchführung ein Gesetz oder eine behördliche Anordnung verpflichtet,
begonnene Maßnahmen,
Maßnahmen, die die Gebäudesubstanz betreffen,
Maßnahmen, die die landwirtschaftliche Primärproduktion betreffen (außer Maßnahmen zur Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien),
der Erwerb gebrauchter Anlagen sowie neuer Anlagen mit überwiegend gebrauchten Anlagenteilen,
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben,
Eigenleistungen des Antragstellers sowie Technologien und Produkte, die vom Antragsteller selbst hergestellt werden,
Personal- und Betriebskosten, Herstellungskosten, Steuern, Umlagen und Abgaben des Antragstellers,
Energieeinsparungen, die durch Reduktion der Produktion erzielt werden,
Energieeinsparungen, die durch den Ersatz von Energieträgern durch fossile Energieträger erzielt werden,
Fahrzeuge für den Transport außerhalb des Betriebsgeländes,
Neuanlagen zur Wärmeerzeugung aus Kohle oder Öl,
Maßnahmen, die nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) oder dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert werden können.
Für Contractoren gelten zusätzliche Voraussetzungen.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung wird wahlweise als Zuschuss oder als zinsgünstiges Darlehen mit Tilgungszuschuss gewährt.
Die Höhe der Förderung beträgt 30%, bei Maßnahmen zur Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien 45% der förderfähigen Kosten. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten zusätzlich einen Bonus in Höhe von 10% auf die förderfähigen Kosten.
Die Förderung ist bei Querschnittstechnologien auf 200.000 EUR pro Vorhaben, in den anderen Modulen auf maximal 10 Mio. EUR pro Vorhaben begrenzt.
Die Höhe des Darlehens beträgt bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten, i.d.R. bis zu 25 Mio. EUR pro Vorhaben.
Mit dem Subventionswertrechner der KfW können Subventionswerte und Beihilfeintensitäten von Krediten auf Basis aktuell gültiger Konditionen berechnet werden.
Zinssatz: siehe aktuelle Konditionen.

Antragsverfahren

Anträge für Zuschüsse sind vor Beginn des Vorhabens über das elektronische Antragsformular zu stellen bei:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Referat 526 – Energieaudit, Querschnittstechnologien
Frankfurter Straße 29–35
65760 Eschborn
Tel. (0 61 96) 9 08-18 83
E-Mail: s. Kontaktformular
Internet: https://www.bafa.de
Weitere Informationen zur Zuschussförderung können unter https://www.bafa.de/eew abgerufen werden.
Anträge für Darlehen mit Tilgungszuschüssen sind vor Beginn des Vorhabens unter Verwendung der vorgesehenen Formulare bei der jeweiligen Hausbank zu stellen. Diese leitet die Anträge weiter an die
KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5–9
60325 Frankfurt am Main
Infocenter: (08 00) 5 39 90 01
Tel. (0 69) 74 31-0
Fax (0 69) 74 31-29 44
E-Mail: info@kfw.de
Internet: http://www.kfw.de.
Weitere Informationen zur Darlehensförderung können unter https://www.kfw.de/295 abgerufen werden.
Förderanträge können auch über die elektronische Formularsammlung der KfW ausgefüllt werden. Die ausgedruckten Formulare werden nach der Prüfung durch die Hausbank bei der KfW eingereicht.

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 26. März 2019, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 29. März 2019, B2; Pressemitteilung des BMWi vom 2. Januar 2019; Merkblatt der KfW Bankengruppe, Stand Juli 2019 und Anlage „Technische Mindestanforderungen” der KfW Bankengruppe, Stand Juli 2019; KfW-Information vom 3. April 2019.

Geltungsdauer

Die Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2022.

Wichtige Hinweise

Seit dem 1. April 2019 gelten verbesserte Förderbedingungen: 08.04.19
Aufhebung der Deckelung der förderfähigen Nebenkosten in Modul 2 bis 4. Die Nebenkosten für Maßnahmen, die in den Modulen 2 bis 4 beantragt werden, können in voller Höhe zu den förderfähigen Kosten gerechnet werden. Die bisherige Deckelung in Höhe von 30% der förderfähigen Investitionskosten entfällt damit.
Landwirtschaftliche Primärproduktion ist in Modul 2 förderfähig. Antragsberechtigt sind in dem Modul 2 somit auch Landwirte bzw. Unternehmen der landwirtschaftlichen Primärerzeugung.
Die Anlage zum Merkblatt Modul 4 mit Erläuterungen ist neu, es bietet zusätzliche Erläuterungen zu den Verwendungszwecken im Modul 4, Anforderungen und Ausfüllhinweise für das Einsparkonzept, Informationen zu den CO 2-Emissionsfaktoren sowie Begriffsbestimmungen.
Zudem hat die KfW weitere Dokumente aktualisiert.
Am 29. März 2019 wurde die Richtlinie für die Bundesförderung der Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – BMWi-Wettbewerb Energieeffizienz veröffentlicht. Der Wettbewerb ist eine Weiterentwicklung des 2016 eingeführten Förderprogramms „Förderung von Stromeinsparungen im Rahmen wettbewerblicher Ausschreibungen: Stromeffizienzpotentiale nutzen – STEP up!” und löst diesen ab. 02.04.19
Das BMWi hat zum 1. Januar 2019 seine Förderprogramme für Energieeffizienz von Prozessen und Anlagen in Unternehmen neu ausgerichtet. Das technologieoffene und branchenübergreifende Förderpaket bündelt sechs bisherige Förderprogramme in zwei Richtlinien. Die Richtlinie „Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit” ist am 1. Januar 2019 in Kraft getreten. 02.04.19
Vor der Planung und Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen wird empfohlen, eine Energieberatung durchzuführen. Hierfür stehen die Beratungsprogramme Energieberatung im Mittelstand und Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen bereit.
Die Förderung darf nicht mit weiteren staatlichen Beihilfen – einschließlich Beihilfen nach dem EEG oder dem KWKG oder nach der De-minimis-Verordnung – für die gleiche Maßnahme kumuliert werden.
Detaillierte Informationen zu den beihilferechtlichen Vorgaben enthält das Allgemeine Merkblatt zu Beihilfen der KfW.

Ansprechpartner

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Referat 526 - Energieaudit, Querschnittstechnologien
Frankfurter Straße 29-35
65760 Eschborn
Tel. (0 61 96) 9 08-18 83
E-Mail
Internet

KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main
Infocenter: (08 00) 5 39 90 01
Tel. (0 69) 74 31-0
Fax (0 69) 74 31-29 44
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