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Europäischer Meeres- und Fischereifonds (EMFF) (2014-2020)

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Landwirtschaft & Ländliche Entwicklung
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Unternehmen; Kommune; Öffentliche Einrichtung; Verband/Vereinigung
Ansprechpartner: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL); Europäische Kommission
Europäischer Meeres- und Fischereifonds (EMFF) (2014–2020)

Ziel und Gegenstand

Der Fonds bildet die Grundlage für die Finanzierung der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) der Europäischen Union.
Ziele des EMFF sind
die Förderung einer ökologisch nachhaltigen, ressourcenschonenden, innovativen, wettbewerbsfähigen und wissensbasierten Fischerei und Aquakultur,
die Unterstützung der Durchführung der Gemeinsamen Fischereipolitik durch Verbesserung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Datengrundlage sowie durch Begleitung, Kontrolle und Durchsetzung der Vorschriften,
die Steigerung der Beschäftigung und des territorialen Zusammenhalts in den von der Fischerei und der Aquakultur abhängigen Regionen an der Küste und im Binnenland,
die Förderung der Verarbeitung und Vermarktung von Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen,
die Förderung der Durchführung der Integrierten Meerespolitik (IMP) der EU.
Mitfinanziert werden investive und nicht-investive Maßnahmen u.a. in folgenden Bereichen:
Innovationen in Fischerei und Aquakultur,
Beratungsdienste,
Aus- und Weiterbildung sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen,
Diversifizierung und Schaffung neuer Einkommensquellen,
Unternehmensgründungen junger Fischer,
Gesundheit und Sicherheit,
Umwelt-, Tier- und Artenschutz.
Die Förderung darf nicht zu einer Erhöhung der Fangkapazität sowie zum Bau oder zur Einfuhr von Fischereifahrzeugen führen.

Antragsberechtigte

Die Regelungen des Fonds gelten für das gesamte Gebiet der Europäischen Union.
Antragsberechtigt sind – je nach Vorhaben – Unternehmen, Verbände, Behörden und sonstige Organisationen, die im Bereich der Fischerei und Aquakultur tätig sind.
Detaillierte Informationen zur Antragsberechtigung enthalten die nationalen Programme, auf deren Grundlage die Mittel des Fonds ausgereicht werden, sowie bei direkter Mittelvergabe die jeweiligen Arbeitsprogramme der Europäischen Kommission.

Budget

Das Gesamtbudget des Fonds beläuft sich für den Zeitraum 2014 bis 2020 auf insgesamt rund 6,4 Mrd. EUR, davon werden
5,749 Mrd. EUR im Rahmen der geteilten Mittelverwaltung und
647 Mio. EUR im Rahmen der direkten Mittelverwaltung
bereitgestellt. Für Deutschland stehen pro Jahr zwischen 30,1 und 32,8 Mio. EUR bereit.

Art und Höhe der Förderung

Der Fonds trägt überwiegend zur Kofinanzierung nationaler Programme bei (geteilte Mittelverwaltung).
Teile des Fonds – insbesondere Maßnahmen der Integrierten Meerespolitik sowie begleitende Maßnahmen für die GFP und die IMP – werden direkt durch die Europäische Kommission verwaltet (direkte Mittelverwaltung).
Die Förderung erfolgt in der Regel in Form von Zuschüssen.

Antragsverfahren

Die Maßnahmen des Fonds werden überwiegend in den Mitgliedstaaten in Form von operationellen Programmen durchgeführt. Die Mitgliedstaaten benennen die Verwaltungs-, Bescheinigungs- und Prüfbehörden, die für die Durchführung der operationellen Programme verantwortlich sind.
Teile des Fonds werden direkt durch die Europäische Kommission vergeben. Hierzu veröffentlicht die Kommission jährliche Arbeitsprogramme sowie Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen.
Weiterführende Informationen:
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Rochusstraße 1
53123 Bonn
Tel. (02 28) 9 95 29-0
Fax (02 28) 9 95 29-42 62
E-Mail: poststelle@bmel.bund.de
Internet: http://www.bmel.de
Ergänzende Informationen enthält auch das Bund-Länder-Portal „Fischerei für Deutschland“.
Europäische Kommission
Generaldirektion Maritime Angelegenheiten und Fischerei (DG MARE)
Rue Joseph II 99
B-1000 Brüssel
Belgien
Tel. (00 800) 6 7 8 9 10 11 (Europe Direct)
Tel. (00 32 2) 29-9 11 11 (Telefonzentrale)
E-Mail: fisheries-info@ec.europa.eu
Internet: http://ec.europa.eu/dgs/maritimeaffairs_fisheries

Quelle

Verordnung (EU) Nr. 508/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 149 vom 21. Mai 2014, S. 1; Durchführungsbeschluss der Kommission vom 11. Juni 2014 zur Festlegung der jährlichen Aufschlüsselung der Gesamtmittel pro Mitgliedstaat, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 180 vom 20. Juni 2014, S. 18; Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 16. April 2014.

Geltungsdauer

1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2020.

Wichtige Hinweise

Mit der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) hat die EU ihre Maßnahmen gegen die Überfischung und gegen die Praxis des Rückwurfs unerwünschter Beifänge ins Meer verstärkt. Mit dem neuen EMFF erhalten Fischer, Betreiber von Fischzuchtanlagen und Küstengemeinden Investitions- und Finanzierungsmöglichkeiten, die dazu beitragen sollen, dass sich die Auswirkungen der Fischerei auf die Meeresumwelt verringern und die Fischbestände wieder auffüllen. Insbesondere soll der Fonds durch Finanzierung selektiverer Fanggeräte dazu beitragen, unnötige Rückwürfe zu vermeiden.
Für den Bau neuer Fischereifahrzeuge oder andere Initiativen, die zur Erhöhung der Fangkapazität beitragen würden, werden keine Gelder mehr bereitgestellt. Vorrang bei der Unterstützung erhalten vielmehr handwerkliche Fischereibetriebe, bei denen die Beihilfeintensität angehoben wird, sowie junge Fischer und Fischerfamilien. Außerdem wird mit dem Fonds die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Fischzuchtbetrieben durch Erschließung neuer Märkte gefördert. Auf diese Weise soll der EMFF dafür sorgen, dass die Verbraucher dauerhaft mit nachhaltigen Meereserzeugnissen versorgt werden, die Innovation gefördert wird, Gemeinden bei der Diversifizierung ihrer Wirtschaft unterstützt werden, beschäftigungswirksame Projekte finanziert werden und letztlich die Lebensqualität an den europäischen Küsten verbessert wird.
Finanziert werden sollen ferner auch die Erhebung von Fischereidaten, damit Entscheidungen auf der Grundlage fundierter Informationen getroffen werden können, sowie die Stärkung der Fischereikontrollprogramme, damit die Vorschriften für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Fischerei allgemein beachtet und eingehalten werden.
Erstmals soll der Fonds auch die integrierte Meerespolitik fördern, indem er zur Erleichterung der grenz- und sektorübergreifenden Koordinierung beiträgt. Finanziert werden insbesondere Initiativen, die verschiedenen Sektoren zugutekommen, aber nicht durch eine sektorspezifische Maßnahme oder einen einzigen Mitgliedstaat allein durchgeführt werden können, z.B. die maritime Raumordnung, die integrierte Meeresüberwachung oder Meereskenntnisse.

Ansprechpartner

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
Rochusstraße 1
53123 Bonn
Tel. (02 28) 9 95 29-0
Fax (02 28) 9 95 29-42 62
E-Mail
Internet

Europäische Kommission
Generaldirektion Maritime Angelegenheiten und Fischerei (DG MARE)
Rue Joseph II 99
B-1000 Brüssel
Europe Direct: (00 800) 6 7 8 9 10 11
Tel. (00 32 2) 29-9 11 11 (Zentrale)
E-Mail
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