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Bundesgarantien für Direktinvestitionen im Ausland - Investitionsgarantien

Förderkriterien
Förderart: Garantie
Förderbereich: Außenwirtschaft
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Unternehmen
Ansprechpartner: PricewaterhouseCoopers GmbH
Bundesgarantien für Direktinvestitionen im Ausland– Investitionsgarantien

Ziel und Gegenstand

Die Bundesregierung unterstützt Unternehmen bei Direktinvestitionen im Ausland durch die Übernahme von Garantien zur Absicherung gegen politische Risiken.
Folgende Direktinvestitionen, auf die Bar-, Sach- oder immaterielle Leistungen erbracht werden, können abgesichert werden:
Beteiligungen,
Kapitalausstattungen von Niederlassungen oder Betriebsstätten (Dotationskapital),
beteiligungsähnliche Darlehen des Gesellschafters oder eines Dritten (Bank),
andere vermögenswerte Rechte (z.B. Konzessionen, Rechte auf Bezug von Öl oder Gas, Schuldverschreibungen).
Investitionsgarantien können auch mit Exportkreditgarantien und UFK-Garantien kombiniert gewährt werden.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Unternehmen und Unternehmer mit Sitz bzw. Wohnsitz in Deutschland.

Voraussetzungen

Die Direktinvestition muss investiven Charakter haben, Finanzanlagen sind von der Förderung ausgeschlossen.
Es muss sich um ein wirtschaftlich tragfähiges Vorhaben im Ausland handeln, das
im besonderen staatlichen Interesse der Bundesrepublik Deutschland liegt,
zur wirtschaftlichen Entwicklung des Empfängerlandes beiträgt und
in dem betreffenden Land einen ausreichenden Rechtsschutz genießt.
Mit dem Vorhaben darf noch nicht begonnen worden sein.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form einer Garantie. Gegenstand der Deckung sind die aufgrund der im Anlageland investierten Mittel begründeten Gesellschafter-/Gläubigerrechte und auch die Vermögenswerte der Projektgesellschaft gegen folgende politische Risiken:
Verstaatlichung, Enteignung oder enteignungsgleiche Maßnahmen – Enteignungsfall;
Bruch rechtsverbindlicher Zusagen staatlicher oder staatlich kontrollierter Stellen – BZ-Fall;
Krieg, kriegerische Auseinandersetzungen, Revolution und Aufruhr oder im Zusammenhang mit solchen Ereignissen stehende terroristische Akte – Kriegsfall;
Zahlungsverbote oder Moratorien – Moratoriumsfall;
Unmöglichkeit der Konvertierung und des Transfers – KT-Fall.
Es bestehen keine betragsmäßigen Begrenzungen je Anlageland oder Projekt. Wirtschaftliche Risiken werden nicht gedeckt.
Die Laufzeit der Garantie beträgt bis zu 15 Jahre, in Ausnahmefällen bis zu 20 Jahre. Bei Ablauf ist die Verlängerung um jeweils bis zu fünf Jahre möglich. Der Garantienehmer ist am Verlust mit mindestens 5% selbst beteiligt.

Antragsverfahren

Garantieanträge sind vor Durchführung der Investition bei der
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Gasstraße 27
22761 Hamburg
Tel. (0 40) 88 34-20 66
Fax (0 40) 88 34-94 99
E-Mail: investitionsgarantien@de.pwc.com
Internet: http://www.agaportal.de
zu stellen. Antragsformulare sowie weitere Informationen können im Internet abgerufen werden.
Die Gesellschaft ist ermächtigt, Erklärungen für den Bund abzugeben und entgegenzunehmen.
Über Garantieanträge entscheidet abschließend der Interministerielle Ausschuss für Kapitalanlagegarantien unter Vorsitz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).
Die Bearbeitung des Garantieantrags ist bei einem Garantiebetrag bis 5 Mio. EUR frei, darüber wird eine einmalige Gebühr von 0,5‰ des Garantiebetrages, höchstens jedoch 10.000 EUR je Antrag, erhoben.
Für Kapital- und Ertragsdeckung wird von dem zu Beginn des jeweiligen Garantiejahres garantierten Betrag ein laufendes Entgelt von 0,5% p.a. berechnet.

Quelle

Richtlinien vom 19. August 2004, Bundesanzeiger Nr. 163 vom 31. August 2004, S. 19 494 (Stand Juli 2017); Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 9. Februar 2017.

Wichtige Hinweise

Im Bereich der Investitionsgarantien hat der Bund im Jahr 2016 Deckungen in Höhe von 4,3 Mrd. EUR für 72 Projekte in 22 Ländern übernommen. Wesentliche Anlageländer waren Russland, gefolgt von China, Indien, der Türkei sowie Indonesien. Aber auch Investitionen in seltener nachgefragten Ländern wie Iran, Honduras und Marokko hat der Bund abgesichert. Unverändert haben 2016 auch kleine und mittlere Unternehmen dieses Außenwirtschaftsförderinstrument genutzt. 09.02.17
Der Internet-Service von Germany Trade and Invest sowie das Außenwirtschaftsportal iXPOS helfen exportorientierten Unternehmen bei allen Fragen rund um Auslandsgeschäfte.

Ansprechpartner

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Gasstraße 27
22761 Hamburg
Tel. (0 40) 88 34-94 51
Fax (0 40) 88 34-94 99
E-Mail
Internet
Internet

Weiterführende Informationen

AGA-Portal
AuslandsGeschäftsAbsicherung der Bundesrepublik Deutschland