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6. Energieforschungsprogramm - Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Energieeffizienz & Erneuerbare Energien; Forschung & Innovation (themenspezifisch)
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Unternehmen; Forschungseinrichtung; Hochschule
Ansprechpartner: Förderberatung Forschung und Innovation des Bundes; Projektträger Jülich (PtJ)
6. Energieforschungsprogramm – Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung

Ziel und Gegenstand

Die Bundesregierung unterstützt mit dem 6. Energieforschungsprogramm Unternehmen und Forschungseinrichtungen dabei, neue Technologien für die Energieversorgung zu erforschen und zu entwickeln. Die Zuständigkeit für die Energiepolitik ist auf das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) konzentriert.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert im Rahmen der angewandten Energieforschung Technologien entlang der gesamten Energiekette, von der Energiewandlung über die Energieleitung bis zur Energienutzung.
Gefördert werden Vorhaben in den Bereichen
Windenergie: Schwerpunkte der Forschungsförderung sind Technologieentwicklung für die Windenergienutzung auf See und an Land sowie der umweltverträgliche und wirtschaftliche Ausbau der Windenergie,
Photovoltaik: mit Forschungsaufgaben in den Bereichen Siliziumwafertechnologie, Dünnschichtsolarzellen, Qualitätssicherung, Systemtechnik, alternative Solarzellenkonzepte und neue Forschungsansätze sowie übergreifende Fragestellungen,
Tiefe Geothermie: Schwerpunkte liegen in spezifischen Technologieentwicklungen in diesem Sektor sowie auf Projekten zur Verringerung des Fündigkeitsrisikos und zur Erhöhung der Akzeptanz (seismische Aktivitäten, Entsorgungsfragen),
Solarthermische Kraftwerke: Projekte in den Bereichen Parabolrinnenanlagen, Fresnel-Anlagen, solare Turmkraftwerke, integrierte Speicher sowie übergreifende Fragestellungen und neben Forschungsprojekten auch Versuchs- und Demonstrationsanlagen,
Wasserkraft und Meeresenergie: mit Schwerpunkt auf ökologischer Eignung der Technologien,
Kraftwerkstechnik sowie CO 2-Abscheidung und -speicherung: Zusammenfassung der Forschungsförderung in der Förderinitiative CO 2-Reduktionstechnologien ( COORETEC),
Brennstoffzellen und Wasserstofftechnologien: Der Förderschwerpunkt ist eingebunden in das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie (NIP),
Energiespeicher: Entwicklung neuer Materialien, neuer Konzepte und Systeme sowie kostengünstigerer Fertigungsmethoden,
Energieeffiziente Netztechnologien: Weiterentwicklung der Netzinfrastruktur,
Systemintegration erneuerbarer Energien: Anpassung des bisherigen Energieversorgungssystems für hohe Anteile erneuerbarer Energien mit den Schwerpunkten Integration erneuerbarer Energien in Stromnetze, Regenerative Kombikraftwerke – virtuelle Kraftwerke, Prognosen für Verbrauch und Erzeugung,
Energieoptimierte Gebäude und Quartiere – dezentrale und solare Energieversorgung: Zusammenfassung der Forschungsschwerpunkte in dem Forschungsnetzwerk „Energie in Gebäuden und Quartieren”, u.a. mit den Themenfeldern: Energieoptimiertes Bauen, Energieeffiziente Stadt, EnEff:Wärme,
Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD); Neben den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für innovative Komponenten, Prozesse, und Verfahren soll durch eine verstärkte Förderung von Demonstrationsprojekten eine effektive und schnelle Umsetzung der Forschungs- und Entwicklungsergebnisse sichergestellt werden,
Batterien und deren Integration ins Fahrzeug,
Systemanalyse: Im Förderschwerpunkt „En:SYS – Systemanalyse für die Energieforschung” werden dazu methodische und analytische Arbeiten unterstützt, die sich mit der zukünftigen Ausgestaltung des Energiesystems beschäftigen,
Systemübergreifende Technologieansätze für die Energiewende: zentrale Elemente der Förderschwerpunkte werden im Rahmen von Ideenwettbewerben zu einem integralen Ansatz zusammengeführt.
Das Bundministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist zuständig für die Projektförderung „Grundlagenforschung Energie” sowie für die institutionelle Förderung der Helmholtz Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren – HGF-Zentren. Die Projektförderung des BMBF fokussiert auf den beschleunigten Umbau der Energieversorgung Deutschlands und den Brückenschlag von der Grundlagenforschung hin zu Innovationen für die Umsetzung der Energiewende. Das BMBF richtet seine Forschungsförderung an den drei Handlungsfeldern aus:
Integration erneuerbarer Energien in das bestehende Energiesystem: erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeichertechnologien, Netztechnik und das Zusammenwirken dieser Technologien im Gesamtsystem,
Umsetzung von Grundlagenwissen in technologische Lösungen: Transfer von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in marktfähige Produkte oder Dienstleistungen,
Bereitstellung von Systemanalysekapazitäten: Bewertung von Lösungsoptionen unter Berücksichtigung aller relevanten technologischen und wirtschaftlichen sowie sozialen, kulturellen und politischen Systemaspekte.
Daneben werden grundlegende Fragestellungen im Bereich der nuklearen Sicherheitsforschung behandelt, die der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dienen.
Die Projektförderung für die Entwicklung der Bioenergienutzung liegt in der Zuständigkeit des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).
Ziel ist es, einen Beitrag zur Erfüllung der energiewirtschaftlichen und klimapolitischen Vorgaben der Bundesregierung zu leisten und bis 2050 den Umbau der deutschen Energieversorgung auf Basis hoher Effizienz und weitgehender Nutzung erneuerbarer Energien zu erreichen.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit Sitz und Schwerpunktaktivitäten in Deutschland.
Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur im begründeten Einzelfall eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Voraussetzungen

Die Antragsteller müssen über die notwendige fachliche Qualifikation verfügen.
Die Vorhaben müssen
die Kompetenz zur Lösung definierter Probleme stärken,
den Stand der Technik fortentwickeln,
mit einem hohen technischen und wirtschaftlichen Risiko verbunden sein,
hinsichtlich der Themenstellung und der Ziele im Interesse des Bundes liegen und
in Deutschland durchgeführt und verwertet werden.
Antragsteller sollten sich mit dem EU-Forschungsrahmenprogramm vertraut machen und prüfen, ob das beabsichtigte Projekt spezifische europäische Komponenten aufweist und damit eine ausschließliche oder ergänzende EU-Förderung möglich ist.
Die Partner eines Verbundprojekts haben ihre Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung zu regeln.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses.
Die Höhe der Förderung beträgt
für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft i.d.R. – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – bis zu 50% der förderfähigen Kosten,
für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen bis zu 100% der zuwendungsfähigen Ausgaben.
Kleine und mittlere Unternehmen gemäß KMU-Definition der EU können unter bestimmten Voraussetzungen einen Bonus erhalten.

Antragsverfahren

Das Antragsverfahren ist grundsätzlich zweistufig, bestehend aus Projektskizze und anschließendem förmlichen Förderantrag. Zusätzlich werden zur Umsetzung des Programms Bekanntmachungen zu einzelnen Schwerpunkten veröffentlicht.
Erstanlaufstelle für alle Fragen zur Forschungs- und Innovationsförderung des Bundes ist die
Förderberatung „Forschung und Innovation” des Bundes
beim Projektträger Jülich
Forschungszentrum Jülich GmbH
Zimmerstraße 26-27
10969 Berlin
Tel. (08 00) 26 23-0 08
Fax (0 30) 2 01 99-4 70
E-Mail: beratung@foerderinfo.bund.de
Internet: http://www.foerderinfo.bund.de
Informationen zu den einzelnen Themen erteilt der Projektträger.
Projektträger Jülich (PtJ)
Geschäftsbereich EEN
Forschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich
Telefon: 0 24 61/61-31 72
E-Mail: ptj-een@fz-juelich.de
Internet: http://www.ptj.de
sowie
Projektträger Jülich (PtJ)
Geschäftsbereich ERG
Forschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich
Telefon: 0 24 61/61-89 59
E-Mail: ptj-erg@fz-juelich.de
Internet: http://www.ptj.de
Richtlinien, Merkblätter, Hinweise und Nebenbestimmungen können über die Internetadresse https://foerderportal.bund.de in der Rubrik Formularschrank abgerufen werden.
Zur Erstellung förmlicher Förderanträge wird die Nutzung des elektronischen Antragssystems easy-Online dringend empfohlen.

Quelle

Bekanntmachung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 8. Dezember 2014, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 30. Dezember 2014, B1; geändert durch Bekanntmachung vom 7. Februar 2017, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 14. Februar 2017, B1; Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vom 16. April 2015, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 28. April 2015, B2; Informationen der Projektträger, Stand März 2015; Informationen des BMWi, Stand Februar 2018.

Wichtige Hinweise

2016 hat die Bundesregierung rund 876 Mio. EUR für die Forschung, Entwicklung und Demonstration moderner Technologien für die Energiewende aufgewendet. Damit ist das Fördervolumen im Vergleich zum Vorjahr (2015: 863 Mio. EUR) erneut gestiegen. Der größte Anteil der Mittel, rund drei Viertel, wurde in Forschung zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz investiert. 26.02.18
Im Rahmen der vom BMWi geleiteten „Koordinierungsplattform Energieforschungspolitik” wurde vereinbart, das 6. Energieforschungsprogramm fortzusetzen und entsprechend den Vorgaben der neuen Bundesregierung weiterzuentwickeln. Diese Weiterentwicklung erfolgt anhand folgender vier Strategielinien: 28.10.14
Stärkung thematisch übergreifender und systemorientierter Forschungsansätze in Bereichen mit besonderer Relevanz für die Energiewende (Forschungsinitiativen: „Zukunftsfähige Stromnetze” und „Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt”),
Ausbau der europäischen Vernetzung bei Themen mit klarer europäischer Dimension durch Forschungskooperationen,
Verstärkung der Abstimmung und Kooperation mit den Bundesländern,
Implementierung eines modernen Informationssystems (EnArgus), um die vielfältigen Energieforschungsaktivitäten auch über das Energieforschungsprogramm hinaus zu erfassen und transparent darzustellen.
Weitere Informationen zum 6. Energieforschungsprogramm können im Internet abgerufen werden. 25.01.17

Ansprechpartner

Förderberatung Forschung und Innovation des Bundes
beim Projektträger Jülich
Forschungszentrum Jülich GmbH
Zimmerstraße 26-27
10969 Berlin
Tel. (08 00) 26 23-0 08
Fax (0 30) 2 01 99-4 70
E-Mail
Internet

Projektträger Jülich (PtJ)
Geschäftsbereich EEN
Forschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich
Tel. (0 24 61) 61-31 72
E-Mail
Internet

Geschäftsbereich ERG
Forschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich
Telefon: 0 24 61/61-89 59
E-Mail: ptj-erg@fz-juelich.de

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