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EXIST-Forschungstransfer

Förderkriterien
Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Existenzgründung & -festigung; Forschung & Innovation (themenoffen)
Fördergebiet: Bund
Förderberechtigte: Existenzgründer/in; Unternehmen; Forschungseinrichtung; Hochschule
Ansprechpartner: Projektträger Jülich (PtJ)
EXIST-Forschungstransfer

Ziel und Gegenstand

Mit EXIST-Forschungstransfer ergänzt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) das breitenwirksame EXIST-Gründerstipendium um eine spezielle exzellenzorientierte Maßnahme für technisch besonders anspruchsvolle Gründungsvorhaben.
Die Förderung erfolgt in zwei Phasen:
In der Förderphase I (Pre-Seed) werden Forscherteams an Hochschulen und Forschungseinrichtungen gefördert, die Entwicklungsarbeiten durchführen, die darauf basierende Geschäftsidee zu einem Businessplan ausarbeiten und die geplante Unternehmensgründung gezielt vorbereiten. Die Förderung beinhaltet eine begleitende Beratung der Gründerteams durch ein gründungsunterstützendes Netzwerk.
In der Förderphase II (Seed) werden weitere Entwicklungsarbeiten, Maßnahmen zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit im neu gegründeten Technologieunternehmen sowie die Schaffung der Voraussetzungen für eine externe Unternehmensfinanzierung gefördert.
Ziel ist es, junge wachstumsstarke Unternehmensgründungen im High-Tech-Bereich zu mobilisieren und die neuesten Forschungsergebnisse aus der akademischen Forschung in die Anwendung zu überführen.

Antragsberechtigte

In der Förderphase I sind Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit Sitz in Deutschland antragsberechtigt.
In der Förderphase II sind kleine technologieorientierte Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft gemäß KMU-Definition der EU in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft mit Unternehmenssitz, Niederlassung oder Betriebsstätte in Deutschland antragsberechtigt. Das Unternehmen muss im Verlauf oder als Ergebnis der Förderphase I gegründet worden sein.

Voraussetzungen

In der Förderphase I muss der Antragsteller in ein gründungsunterstützendes nachhaltiges Netzwerk eingebunden sein, das Gründerbetreuung und Coaching des Forscherteams gewährleisten kann sowie in der Unterstützung von Existenzgründungen aus der Wissenschaft erfahren ist.
Das Vorhaben muss auf eine technisch besonders anspruchsvolle innovative Produkt- oder Verfahrensidee gerichtet sein, deren Realisierung reine Entwicklungsarbeiten von mindestens ein bis eineinhalb Jahren erfordert.
Die Mitglieder des Forscherteams müssen über einen akademischen Abschluss verfügen, die Gruppe muss über Technologieexpertise und unternehmerisches Potenzial verfügen und der Projektleiter muss Erfahrung im Projektmanagement nachweisen.
Die in den Förderphasen eingebundene Hochschule bzw. Forschungseinrichtung muss dem Forscherteam entsprechende Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung stellen und das Forscherteam in allen Belangen unterstützen.
In der Förderphase II müssen sich mehr als 50% der Geschäftsanteile im Eigentum der im Unternehmen tätigen Gründer befinden. Mindestens ein Mitglied des Forscherteams muss in die Geschäftsführung eingebunden und ausschließlich im Unternehmen tätig sein.
Die prinzipielle technische Machbarkeit der Innovation („proof of concept”) muss gezeigt worden sein, zur Erstellung eines Prototyps bzw. zur Vermarktung eines technologischen Verfahrens müssen noch weitere Entwicklungsarbeiten erforderlich sein.
Es muss eine nachvollziehbare Unternehmenskonzeption (Businessplan) vorliegen und das Unternehmen muss spätestens zu Beginn der Förderphase II als Kapitalgesellschaft mit Unternehmenssitz in Deutschland gegründet werden.
Vorhaben, die durch andere Programme des Bundes, der Länder oder der Europäischen Kommission zur Projektförderung von Entwicklungsarbeiten in der Vorgründungs- oder Gründungsphase gefördert werden, sind von der Förderung ausgeschlossen. Dies gilt nicht für Kredit- oder Beteiligungsprogramme.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses.
Die Höhe der Förderung beträgt
in der Förderphase I für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen bis zu 100% der zuwendungsfähigen Ausgaben. Der Förderzeitraum beträgt bis zu 18 Monate, bei hochinnovativen und besonders zeitaufwendigen Entwicklungsvorhaben im Einzelfall bis zu 36 Monate und kann bei ungeplanten Verzögerungen der Entwicklungsarbeiten unter Beibehaltung des Fördervolumens um bis zu sechs Monate verlängert werden. Zusätzlich können bis zu 20.000 EUR pauschal für dokumentierte Beratungsleistungen durch das Gründungsnetzwerk gewährt werden,
in der Förderphase II für das gewerbliche Unternehmen bis zu 180.000 EUR. Die Förderphase II soll grundsätzlich einen Zeitraum von 18 Monaten nicht überschreiten.
Das Gründungsunternehmen muss zur Finanzierung der Förderphase II eigene Mittel in Form von Eigenkapital der Gründer sowie ggf. Beteiligungskapital im Verhältnis von 1:3 zur Höhe des Gründungszuschusses nachweisen.

Antragsverfahren

Das Förderverfahren ist zweistufig. In der ersten Stufe sind Projektskizzen für die Förderphase I vom 1. Januar bis 31. Januar und vom 1. Juli bis 31. Juli eines Kalenderjahrs bei dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beauftragten Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH
Projektträger Jülich (PtJ)
Geschäftsstelle Berlin
Zimmerstraße 26–27
10969 Berlin
Tel. (0 30) 2 01 99-31 27
E-Mail: ptj-exist-forschungstransfer@fz-juelich.de
Internet: http://www.ptj.de
einzureichen. Sechs Monate vor Ablauf von Förderphase I kann, sofern die Gründung weiterverfolgt wird, der Antrag auf Förderphase II vorgelegt werden.
Richtlinien, Merkblätter, Hinweise und Nebenbestimmungen können unter der Internetadresse http://foerderportal.bund.de abgerufen werden.
Die vollständigen Unterlagen sind in elektronischer Form über das elektronische Antragssystem easy-Online und in Papierform (ein Original) beim Projektträger Jülich einzureichen.
Weiterführende Informationen finden Sie im Internet unter http://www.exist.de.

Quelle

Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 19. September 2016, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 28. September 2016, B1; Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 29. September 2016.

Geltungsdauer

Förderanträge für Förderphase I können bis zum 31. Januar 2020 gestellt werden. Die Geltungsdauer der Richtlinie ist bis zum 31. Dezember 2022 befristet.

Wichtige Hinweise

Mit der Neuveröffentlichung der Richtlinien im September 2016 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Förderbedingungen verbessert. Neben der Projektförderung wurde eine „Anreizprämie” eingeführt. Damit können nun auch Hochschulen für bewilligte Gründungsvorhaben im EXIST-Forschungstransfer zusätzlich 20.000 EUR erhalten. In den Programmlinien EXIST-Gründerstipendium und EXIST-Forschungstransfer werden jährlich ca. 200 Unternehmensgründungen im Hochschulumfeld gefördert. 29.09.16
Das EXIST-Gründerstipendium und EXIST-Forschungstransfer stehen grundsätzlich allen Gründern mit einem Hochschulabschluss offen, egal wo sie diesen erworben haben. Aus Anlass des 50. Jahrestags der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel wird seit Juni 2015 im Rahmen der EXIST-Programme das Modellprojekt EXIST Start-up Germany vom BMWi angeboten. EXIST Start-up Germany setzt sich zum Ziel, israelische Gründerteams und Entrepreneure in die bestehenden EXIST-Netzwerkstrukturen in der Berliner Hauptstadtregion aufzunehmen und sie bei der Suche nach deutschen Mitgründern sowie der Antragsstellung im EXIST-Programm zu unterstützen. Die Teilnahme erfolgt dabei in vier Stufen: Online-Bewerbung, Vorauswahl durch Online-Interviews, Start-up-Tour und Auswahl geförderter Personen für die Antragsphase. Ausgewählten Teams bzw. Entrepreneuren wird dabei Unterstützung zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen und Antragsunterlagen zum Projekt stehen unter http://www.existstartupgermany.com Zur Verfügung. 05.07.15
EXIST ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und Bestandteil der „Hightech-Strategie für Deutschland” der Bundesregierung. Es wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert und möchte das Gründungsklima an Hochschulen und Forschungseinrichten verbessern und die Zahl technologie- und wissensbasierter Unternehmensgründungen steigern. Es besteht aus drei Säulen:
EXIST-Gründungskultur – Die Gründerhochschule fördert Entrepreneurship-Aktivitäten an deutschen Hochschulen zur Etablierung einer nachhaltig gelebten Gründungskultur. 16.12.15
EXIST-Gründerstipendium unterstützt die Vorbereitung individueller technologieorientierter Gründungsvorhaben von Studierenden, Absolventen und Wissenschaftlern,
EXIST-Forschungstransfer fördert sowohl notwendige Entwicklungsarbeiten zum Nachweis der technischen Machbarkeit forschungsbasierter Gründungsideen als auch notwendige Vorbereitungen für den Unternehmensstart.

Ansprechpartner

Projektträger Jülich (PtJ)
Forschungszentrum Jülich GmbH
Geschäftsstelle Berlin
Zimmerstraße 26-27
10969 Berlin
Tel. (0 30) 2 01 99-31 27
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