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EU-Förderung

EU-Flagge
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Forschung und Innovation

Der Europäische Rat hat in 2000 in Lissabon beschlossen, Europa zum dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen und einen - dem europäischen Binnenmarkt vergleichbaren - Europäischen Forschungsraum (EFR) zu schaffen. Hier sollen Forscher aus Wirtschaft und Wissenschaft sich frei bewegen und zusammenarbeiten, von Forschungs-Infrastrukturen profitieren und mit Netzwerken von exzellenten Forschungseinrichtungen kooperieren können. Europäische, nationale und regionale Forschungsprogramme sollen optimiert und koordiniert werden, um überall in Europa die beste Forschung zu unterstützen. Der EFR soll die Industrie zu mehr Investitionen in europäische Forschung bewegen, mit dem Ziel, jährlich 3% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Forschung bereitzustellen. Damit soll der EFR für nachhaltiges Wachstum und Arbeitsplätze sorgen.

Das wichtigste Förderinstrument für diese Ziele ist das 7. Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, Technologische Entwicklung und Demonstration, kurz 7. Forschungsrahmenprogramm der EU genannt.

Weitere Programme der Innovationsförderung unterstützen die Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien, Umwelt und Erneuerbare Energien.

Zentrales Instrument hierfür ist das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP). Das CIP besteht aus Teilprogrammen, dem Programm für unternehmerische Initiative und Innovation (EIP), dem Programm zur Unterstützung der IKT-Politik (IKT-Förderprogramm; ICT PSP) und dem Programm Intelligente Energie Europa II (IEE). Diese Programme beinhalten eine ganze Reihe von Unterstützungsangeboten für KMU, angefangen mit dem verbesserten Zugang zu Finanzmitteln für neu gegründete und wachsende Firmen, über die Unterstützung von Investitionen in Innovationsaktivitäten, von Unternehmenskooperationen und Öko-Innovationen, bis hin zu wirtschaftlichen und verwaltungstechnischen Reformen zugunsten von KMU.

Im Vordergrund steht dabei das Überwinden von Markthindernissen für innovative Technologien und Produkte. Forschung wird hier nicht gefördert.

Die EU bietet in CIP außerdem Finanzinstrumente für innovative KMU an. Mit mehr als 1,1 Mrd. EUR werden Beteiligungskapital, Bürgschaften und Mittel für Finanzintermediäre in den Mitgliedsstaaten bereit gestellt.

Innovationen im Transportbereich finden Fördermöglichkeiten im EU-Programm Marco Polo II. Dieses Programm unterstützt die Verlagerung von Gütern von der Straße auf umweltfreundlichere Verkehrswege. Gefördert wird hier abhängig von der verlagerten Gütermenge und der vermiedenen Wegstrecke auf der Straße.