Regionalförderung
Evaluierung
Die GRW wird regelmäßig von externen Gutachtern evaluiert.
Die neueste Untersuchung der TU Dortmund (September 2010) untersucht für den Zeitraum 1999 bis 2008 die Effekte der einzelbetrieblichen Förderung - etwa 70% des Gesamtbudgets der GRW wird in diesem Bereich gebunden - auf Beschäftigung und Einkommen. Beide Indikatoren sind zentral für die wirtschaftliche Perspektive strukturschwacher Regionen.
Die Gutachter belegen eindeutig die positiven Effekte der Investitionsförderung in den strukturschwachen Regionen. Sie hilft, wettbewerbsfähige Strukturen aufzubauen, ist Auslöser zusätzlicher Wachstumsimpulse und trägt somit zum Abbau regionaler Disparitäten in Deutschland bei. Damit unterstützt sie die übergeordnete Maxime des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie über die Schaffung verlässlicher, zukunftsorientierter Rahmenbedingungen in allen Regionen einen marktorientierten Strukturwandel zu ermöglichen und positive Wachstumskräfte freizusetzen.
Gefördert wurden vor allem kleine Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigten. Zudem konzentriert sich die Förderung auf forschungsintensive Branchen und auf Unternehmen, in denen überproportional viele Höherqualifizierte beschäftigt sind. Damit werden zentrale Treiber regionalen Wachstums zielgenau erreicht.
Nach der Förderung entwickelten sich die Betriebe durchweg positiv, mit einem durchschnittlichen Beschäftigungszuwachs von 4,6% p.a. und einem durchschnittlichen Lohnzuwachs von 6,0% p.a.. Sie heben sich damit deutlich ab von der Entwicklung nicht geförderter Betriebe in der Region, die im Durchschnitt Einkommens- und Beschäftigungseinbußen verzeichneten. Die stärkste Dynamik zeigen Betriebe in den neuen Bundesländern. Dies verdeutlicht, wie wichtig die Investitionsförderung im Rahmen der GRW gerade für das Wachstum in Ostdeutschland ist. Zudem zeigt sich: den postulierten Gegensatz zwischen Ausgleichs- und Wachstumspolitik gibt es nicht.
Parallel zu den Aktivitäten im Bereich der gewerblichen Investitionsförderung ist für die Infrastrukturförderung der Aufbau eines verbesserten Monitoringsystems und die Weiterentwicklung der Erfolgskontrolle geplant. Ein entsprechendes Methodengutachten wurde im Dezember 2010 beauftragt.