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30.11.2018

Bundeskabinett beschließt Neuausrichtung der Gesundheitsforschungspolitik

Bund

Krankheiten besser vorbeugen und heilen, den medizinischen Fortschritt vorantreiben und den Forschungsstandort Deutschland weiter stärken - diese Ziele verfolgt die Bundesregierung mit dem neuen Rahmenprogramm Gesundheitsforschung. Das Bundeskabinett hat am 28. November das von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek vorgelegte Programm beschlossen. Es ist auf zehn Jahre angelegt und definiert die Strategie der Bundesregierung in der Gesundheitsforschung. Mit den Fördermaßnahmen des Programms wird die Bundesregierung die bedeutendsten Krankheitsbilder angehen, zukunftsträchtige Methoden und Technologien fördern und die Rahmenbedingungen von Forschung verbessern. Ein besonderer Schwerpunkt: Forschung, Gesundheitsversorgung und Gesellschaft sollen noch stärker zusammenarbeiten.

Die Bundesregierung möchte erreichen, dass alle Menschen von den Erfolgen der Gesundheitsforschung profitieren. Denn erfolgreich ist Gesundheitsforschung nur dann, wenn ihre Ergebnisse möglichst rasch im Leben der Menschen ankommen. Dafür müssen die Forschenden aber genau wissen, was für Betroffene oder Angehörige wichtig ist oder was dem Hausarzt oder der pflegenden Fachkraft bei der täglichen Arbeit hilft. Das neue Rahmenprogramm stärkt diesen wertvollen Austausch, beispielsweise durch die Förderung von stärkerer Patientenbeteiligung in Forschungsprojekten.

Die Digitalisierung verändert schon heute Gesundheitsversorgung und Gesundheitsforschung grundlegend. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass digitale Innovationen schnellstmöglich den Patientinnen und Patienten helfen. Auch die Personalisierung wird in der Medizin der Zukunft an Bedeutung gewinnen. Denn jeder Mensch reagiert aufgrund individueller Faktoren und Eigenschaften unterschiedlich auf eine bestimmte Behandlung. Deshalb sollen Therapien zukünftig passgenauer auf jeden einzelnen Menschen zugeschnitten werden.

Besonders in der Krebsbehandlung richten sich große Hoffnungen auf die personalisierte Medizin. Jedoch müssen hier auch Ursache und Prävention besser erforscht werden. Mit einer Nationalen Dekade gegen Krebs soll diese oft tödlich verlaufende Erkrankung stärker bekämpft werden.

Mit der Gründung von zwei neuen Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung sollen die speziellen Belange von Kindern und Jugendlichen sowie psychisch Erkrankten mehr Beachtung finden. Forschung und Versorgung sollen in diesen Zentren eng zusammenarbeiten, sodass die Erkenntnisse schnell den Patientinnen und Patienten zugutekommen.

Das Rahmenprogramm Gesundheitsforschung tritt ab dem 1. Januar 2019 in Kraft.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vom 28. November 2018