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7.6.2018

KfW stärkt Finanzierungsangebot für Mittelständer auf dem Weg in die digitale Zukunft

Bund

Die KfW erweitert ihr Förderangebot in den Bereichen Innovation und Digitalisierung. Mit dem neuen KfW-Kredit für Wachstum werden Vorhaben von größeren mittelständischen Unternehmen im Bereich Innovation und Digitalisierung unterstützt. Finanziert werden innovative Vorhaben zur Erschließung neuer Märkte oder Kundengruppen oder zur deutlichen Intensivierung der Digitalisierung des Unternehmens. Das neue KfW-Programm ist Teil der Tech-Growth-Fund-Initiative der Bundesregierung, welche darauf abzielt, Unternehmen in der Wachstumsphase durch eine Erweiterung des staatlichen Finanzierungsinstrumentariums zu unterstützen.

Mit dem neuen KfW-Kredit für Wachstum ergänzt die KfW ihr bestehendes bankdurchgeleitetes standardisiertes Förderangebot um einen Baustein zur individuell strukturierten Finanzierung von Innovationen und Digitalisierungsmaßnahmen für größere Volumina. Während die bestehenden Förderprogramme mit Risikoübernahme der KfW sich an Unternehmen mit maximal 500 Mio. EUR Jahresumsatz richten, übernimmt die KfW mit diesem neuen Produkt anteilig Kreditrisiken von Partnerbanken auch für größere Mittelständler mit einem Jahresumsatz bis 2 Mrd. EUR. Mit diesem Angebot werden die häufig bestehenden Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Innovations- und Digitalisierungsprojekten adressiert, da die Erfolgswahrscheinlichkeit von Innovations- und Digitalisierungsprojekten oft nur schwer vorausbestimmt werden kann.

Im Rahmen des neuen Förderprogramms beteiligt sich die KfW zu gleichen Konditionen an einer Fremdkapitalfinanzierung von einer oder mehreren Partnerbanken und übernimmt dabei im Rahmen einer Risikounterbeteiligung bis zu 70% der Risiken des Vorhabens. Die KfW wird die übernommenen Kreditrisiken nach Möglichkeit durch die Europäische Investitionsbank (EIB) im Rahmen einer 50%igen Garantie aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) absichern. EFSI ist eine tragende Säule des Investitionsplans für Europa (IPE), auch "Juncker-Plan" genannt, in dem die EIB und die Europäische Kommission strategische Partner sind, und in dessen Rahmen die Finanzierungen der EU-Bank die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft stärken. Durch die breite Risikostreuung auf mehrere Partner im KfW-Kredit für Wachstum wird auch die Finanzierung von größeren Kreditvolumina erleichtert.

Hintergrundinformationen:

Die KfW

Die KfW ist eine der führenden Förderbanken der Welt. Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung setzt sich die KfW im Auftrag des Bundes und der Länder dafür ein, die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lebensbedingungen weltweit zu verbessern. Allein 2017 hat sie dafür ein Fördervolumen von 76,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Davon flossen 43 Prozent in Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz.

Die KfW besitzt keine Filialen und verfügt nicht über Kundeneinlagen. Sie refinanziert ihr Fördergeschäft fast vollständig über die internationalen Kapitalmärkte. Im Jahr 2017 hat sie zu diesem Zweck rund 78 Milliarden Euro aufgenommen. In Deutschland ist die KfW Bankengruppe mit Standorten in Frankfurt, Berlin, Bonn und Köln vertreten. Weltweit gehören 80 Büros und Repräsentanzen zu ihrem Netzwerk.

Die Europäische Investitionsbank

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Institution der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Die EIB vergibt langfristige Finanzierungsmittel für solide Projekte, die den Zielen der EU entsprechen.

Die Investitionsoffensive für Europa

Die Investitionsoffensive für Europa, der Juncker-Plan, ist eine der wichtigsten Maßnahmen der EU, um die Investitionen in Europa anzukurbeln und auf diese Weise Arbeitsplätze zu schaffen und das Wachstum zu fördern. Zu diesem Zweck werden vorhandene und neue Finanzierungsmittel intelligenter genutzt. Die EIB-Gruppe spielt bei dieser Investitionsoffensive eine zentrale Rolle. Durch Garantien aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) sind die EIB und der Europäische Investitionsfonds (EIF) in der Lage, in Projekten einen größeren Teil des Risikos zu übernehmen, was es privaten Geldgebern erleichtert, sich ebenfalls an diesen Projekten zu beteiligen. Der EFSI war zunächst darauf ausgerichtet, innerhalb von drei Jahren europaweit Investitionen mit einem Volumen von 315 Milliarden Euro bis Mitte 2018 zu mobilisieren. Im Dezember 2017 verständigten sich das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten darauf, die Laufzeit des EFSI bis 2020 zu verlängern und die finanzielle Kapazität auf 500 Milliarden Euro zu erhöhen. Außerdem gibt es neben dem EFSI die neue Beratungsplattform EIAH , die öffentlichen und privaten Projektträgern hilft, Investitionsprojekte professioneller zu strukturieren. Die Investitionsoffensive soll zudem in der EU investitionsfreundlichere rechtliche Rahmenbedingungen schaffen. Das gilt vor allem für den Digital-, den Energie- und den Kapitalmarktsektor.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der KfW Bankengruppe und der Europäische Investitionsbank (EIB) vom 6. Juni 2018