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9.8.2018

Erfolgreiches erstes KfW-Förderhalbjahr 2018

Bund

Die KfW Bankengruppe erzielt mit ihrer Fördertätigkeit im ersten Halbjahr 2018 ein Gesamtvolumen von 36,1 Mrd. EUR (Vorjahreszeitraum 36,5 Mrd. EUR). Die inländische Förderung liegt mit einem Zusagevolumen von 27,1 Mrd. EUR auf dem hohen Niveau des Vorjahres (27,6 Mrd. EUR). Hierzu hat im Wesentlichen die große Nachfrage im Bereich der Wohnungsbaufinanzierung beigetragen. Das Geschäftsvolumen der internationalen Finanzierungen der KfW erreicht mit 8,2 Mrd. EUR annähernd den Vorjahreswert von 8,3 Mrd. EUR. Die Neuzusagen im Geschäftsfeld der KfW IPEX-Bank sind auf 6,7 Mrd. EUR (5,7 Mrd. EUR) angestiegen und entsprechen den Erwartungen. Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank bewegt sich mit seinem Zusagevolumen von 1,2 Mrd. EUR unter dem Vorjahreswert (2,1 Mrd. EUR). Für das Gesamtjahr 2018 wird dennoch ein ähnlich hohes Finanzierungsvolumen wie im Vorjahr erwartet. Die DEG sagt Finanzierungen in Höhe von 0,4 Mrd. EUR (0,5 Mrd. EUR) zu.

Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

Das Geschäftsfeld Mittelstandsbank & Private Kunden erzielt im ersten Halbjahr Zusagen in Höhe von 23,1 Mrd. EUR (23,0 Mrd. EUR), wovon allein auf das Segment Mittelstandsbank ein stabiles Fördervolumen von 10,7 Mrd. EUR (10,9 Mrd. EUR) entfällt.

Dabei zeigt der Förderschwerpunkt Innovation mit einem Zusagevolumen von 2,9 Mrd. EUR (0,3 Mrd. EUR) eine besonders dynamische Entwicklung. Die Nachfrage hat sich im Wesentlichen auf den bereits im zweiten Halbjahr 2017 eingeführten ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit konzentriert. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden und dieses wichtige Finanzierungsangebot auch weiterhin anbieten zu können, wurden die Förderbedingungen zwischenzeitlich stärker fokussiert. Seit Juni 2018 werden die Zusagen nun nach modifizierten Programmbedingungen gewährt.

Gründung & Unternehmensinvestitionen erreichen ein Fördervolumen von insgesamt 3,4 Mrd. EUR (5,1 Mrd. EUR). Eine rückläufige Entwicklung hat hierbei der KfW-Unternehmerkredit verzeichnet (1,2 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum 3,0 Mrd. EUR), wohingegen die Gründungsfinanzierung mit 1,9 Mrd. EUR das starke Vorjahresvolumen halten kann.

Der Schwerpunkt Energieeffizienz & Erneuerbare Energien bei gewerblichen Kunden erzielt insgesamt ein Zusagevolumen von 4,2 Mrd. EUR (5,4 Mrd. EUR), womit die Zusagen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegen.

Das Segment Private Kunden erreicht zum Halbjahr ein Fördervolumen von 12,4 Mrd. EUR (12,2 Mrd. EUR). Die guten Rahmenbedingungen durch die anhaltend robuste Baukonjunktur und das günstige Zinsumfeld sorgen auch weiterhin für ein hohes Interesse an Immobilienfinanzierungen.

Im Förderschwerpunkt Energieeffizienz & Erneuerbare Energie beträgt das Fördervolumen 9,2 Mrd. (8,6 Mrd. EUR). Dabei hat die Programmfamilie Energieeffizient Bauen und Sanieren den Hauptbeitrag geleistet. Stark nachgefragt waren hier vor allem die Programme zur energieeffizienten Sanierung von Bestandsimmobilien.

Etwas rückläufig ist dagegen die Nachfrage in den Förderschwerpunkten Bildung sowie Wohnen & Leben, zu dem auch das Programm Altersgerecht Umbauen zählt. Hier wird ein Fördervolumen von insgesamt 3,2 Mrd. EUR (3,6 Mrd. EUR) erreicht.

Das Geschäftsfeld Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden erzielt im ersten Halbjahr ein Zusagevolumen von 4,0 Mrd. EUR. Damit liegt das Neugeschäft unter dem vergleichbaren Vorjahreswert (4,6 Mrd. EUR).

Das Zusagevolumen für Kommunale & Soziale Infrastruktur von 1,3 Mrd. EUR unterschreitet den Vorjahreswert (2,0 Mrd. EUR). Diese Entwicklung ist maßgeblich auf die verbesserte Finanzsituation der Kommunen bei gleichzeitigen Kapazitätsengpässen in Verwaltung und Bauwirtschaft zurückzuführen. Mit 0,9 Mrd. EUR leistet die Basisförderung den wesentlichen Beitrag zum Gesamtfördervolumen. Darüber hinaus hat die Förderung für Energieeffizientes Bauen und Sanieren im kommunalen Bereich mit 0,4 Mrd. EUR einen bedeutenden Anteil.

Die Individualfinanzierung Banken übertrifft mit einem Vertragsvolumen von 2,6 Mrd. EUR den vergleichbaren Vorjahreswert (2,2 Mrd. EUR). Impulse hat hier insbesondere die lebhafte Nachfrage nach Globaldarlehen für Leasinginvestitionen und Refinanzierungen bundesgedeckter Exportkredite geliefert.

Weiterhin hat sich die KfW Ende Juni mit 50 Mio. EUR am neuen Europäischen Fonds zum Ausbau der Breitbandinfrastruktur (Connecting Europe Broadband Fund, CEBF) beteiligt, mit dem Investitionen in unterversorgten Gebieten unterstützt werden.

In der Individualfinanzierung Unternehmen beträgt das Zusagevolumen 38 Mio. EUR und liegt damit deutlich unter dem Vorjahresniveau (352 Mio. EUR). Zwei große Einzelengagements im Offshore-Windenergiebereich haben 2017 zu dem deutlich höheren Wert geführt.

Innerhalb der Beteiligungsfinanzierung übertrifft das Fördervolumen mit 58 Mio. EUR den anteiligen Vorjahreswert (20 Mio. EUR) deutlich. Der Grund für den Anstieg sind höhere ERP-Venture Capital-Fondsinvestments und der High-Tech Gründerfonds. Künftig wird das Beteiligungsgeschäft in einer 100%igen Tochter der KfW gebündelt, um das KfW-Engagement im Bereich der Wagniskapital- und Beteiligungsfinanzierung substantiell zu intensivieren. Die Beteiligungsgesellschaft wird Anfang des 4. Quartals 2018 ihre Geschäftsaktivitäten starten.

Die KfW IPEX-Bank, innerhalb der Bankengruppe für das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung verantwortlich, erzielt im ersten Halbjahr 2018 ein Neuzusagevolumen von insgesamt 6,7 Mrd. EUR (5,7 Mrd. EUR) und liegt damit im Rahmen ihrer Erwartungen. Schwerpunkte der Neuzusagen liegen in den Geschäftssparten Finanzinstitutionen und Trade Finance (1,2 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum 0,6 Mrd. EUR), Grundstoffindustrie (1,2 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum 0,5 Mrd. EUR) sowie Maritime Industrie (1,0 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum 1,0 Mrd. EUR).

Das Zusagevolumen im Geschäftsfeld Förderung der Entwicklungs- und Schwellenländer liegt bei 1,6 Mrd. EUR (2,6 Mrd. EUR). Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank sagt im ersten Halbjahr 2018 weltweit 1,2 Mrd. EUR für Projekte und Programme zu und liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert (2,1 Mrd. EUR). Da eine Vielzahl neuer Vorhaben bereits geprüft und vorbereitet wurde, rechnet der Geschäftsbereich für das Gesamtjahr 2018 auch weiterhin mit ähnlich hohen Finanzierungsvolumina wie im Vorjahr. 52% der Neuzusagen des ersten Halbjahres kommen dem Umwelt- und Klimaschutz zugute. Mit 56% aller Neuzusagen werden Entwicklungsprojekte in Afrika und dem Nahen Osten finanziert; von den Haushaltsmitteln des Bundes gehen gut 68% in diese Region. Zum 30. Juni 2018 hat die DEG insgesamt 359 Mio. EUR (473 Mio. EUR) für privatwirtschaftliche Investitionen in Entwicklungsländern zugesagt. Dabei entwickelte sich das Geschäft im zweiten Quartal 2018 wie erwartet dynamischer als zum Jahresbeginn. 119 Mio. EUR der Zusagen sind für Projektfinanzierungen bestimmt. Damit werden Infrastrukturprojekte etwa in den Sparten Erneuerbare Energien und Telekommunikation mit langfristigen Darlehen finanziert. Auf Afrika entfallen rund ein Viertel der Neuzusagen.

Quelle: Pressemitteilung der KfW Bankengruppe vom 8. August 2018


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