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10.5.2019

Erstes Quartal 2019: KfW startet gut ins neue Förderjahr

Bund

Die KfW Bankengruppe hat in den ersten drei Monaten 2019 ein Fördervolumen von 16,9 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum 18,9 Mrd. EUR) verzeichnet. Die inländische Förderung liegt mit einem Zusagevolumen von 10,9 Mrd. Euro erwartungsgemäß unter dem hohen Vorjahresniveau (14,9 Mrd. EUR). Zurückzuführen ist dies auf volumenstarke Sondereffekte (z.B. ein Einzelabschluss im Globaldarlehensgeschäft) im ersten Quartal 2018, sowie auf die weiterhin guten Finanzierungsbedingungen für private und gewerbliche Investoren im aktuell anhaltenden Niedrigzinsumfeld in Deutschland. Die internationalen Finanzierungen der KfW sind auf 5,8 Mrd. Euro (3,8 Mrd. EUR) angestiegen. Einen wesentlichen Wachstumsbeitrag leistet die KfW IPEX-Bank, die sehr gut ins Jahr 2019 gestartet ist (4,8 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum 3,3 Mrd. EUR). Auch der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank mit 0,8 Mrd. Euro (0,4 Mrd. EUR) sowie die DEG mit 0,2 Mrd. Euro (0,1 Mrd. EUR) haben zum Wachstum des internationalen Geschäfts beigetragen.

Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

Im Geschäftsfeld Mittelstandsbank & Private Kunden beträgt das Fördervolumen im ersten Quartal 2019 9,1 Mrd. Euro (12,7 Mrd. EUR).

Dabei liegt das Segment Mittelstandsbank mit 4,8 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert (6,3 Mrd. EUR).

Im Förderschwerpunkt Innovation wurde ein Volumen von insgesamt 106 Mio. Euro (2,4 Mrd. EUR) generiert. In den ersten Monaten 2018 verzeichnete der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit einen deutlichen Anstieg. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden und dieses wichtige Finanzierungsangebot auch weiterhin anbieten zu können, wurden die Förderbedingungen zwischenzeitlich stärker fokussiert. Daher werden bereits seit Juni 2018 die Zusagen nun nach modifizierten Programmbedingungen gewährt, was mit einem geringeren Fördervolumen im genannten Programm einhergeht.

Der Schwerpunkt Gründung & Unternehmensinvestitionen verzeichnet mit einem Fördervolumen von 2,2 Mrd. Euro indes einen höheren Wert als im Vorjahresquartal (1,9 Mrd. EUR). Dies ist im Wesentlichen auf eine deutlich erhöhte Nachfrage im KfW-Unternehmerkredit zurückzuführen (1,0 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum: 0,6 Mrd. EUR).

Im Schwerpunkt Energieeffizienz & Erneuerbare Energien wurde ein Fördervolumen von insgesamt 2,4 Mrd. Euro (2,0 Mrd. EUR) erzielt. Insbesondere die gewerbliche Energieeffizienzförderung liegt über Vorjahresniveau. Das KfW-Programm Erneuerbare Energien hat zum genannten Schwerpunkt mit 0,4 Mrd. Euro beigetragen.

Das Segment Private Kunden erzielt zum Quartalsende ein Fördervolumen von 4,3 Mrd. Euro (6,3 Mrd. EUR). Insgesamt ist dies auf die aktuell gute Kreditversorgung Privater Kunden in Deutschland zurückzuführen.

Nach Rekordwerten im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres pendelt sich im Förderschwerpunkt Energieeffizienz & Erneuerbare Energien des genannten Segments ein Fördervolumen von 2,4 Mrd. Euro ein (4,7 Mrd. EUR).

Der Förderschwerpunkt Wohnen & Leben leistet einen bedeutenden Beitrag mit einem Fördervolumen von 1,4 Mrd. Euro und übertrifft das Vorjahresniveau (1,2 Mrd. EUR). Grund hierfür ist unter anderem das im vergangenen Jahr neu eingeführte Baukindergeld.

Der Schwerpunkt Bildung entwickelte sich weiterhin konstant mit einem Volumen von 0,5 Mrd. Euro zum Quartalsende (0,5 Mrd. EUR).

Das Geschäftsfeld Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden erzielt im 1. Quartal 2019 ein Zusagevolumen von 1,7 Mrd. Euro. Damit liegt das Neugeschäft unter dem von einer großen Einzeltransaktion geprägten Vorjahreswert (2,2 Mrd. EUR).

Das Zusagevolumen für Kommunale & Soziale Infrastruktur entspricht mit rund 700 Mio. Euro dem Vorjahreswert. Neben der Basisförderung für allgemeine Infrastrukturinvestitionen von Kommunen sowie kommunalen und sozialen Unternehmen leistet dabei auch die Förderung für Energieeffizientes Bauen und Sanieren im kommunalen Bereich mit über 200 Mio. Euro einen substanziellen Beitrag.

Die Individualfinanzierung Banken & Landesförderinstitute liegt mit einem Vertragsvolumen von knapp 900 Mio. Euro deutlich unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres (1,5 Mrd. EUR), der von einem großen Einzelabschluss im Globaldarlehensgeschäft von 500 Mio. Euro für Leasingfinanzierungen geprägt war. Die Allgemeine Refinanzierung der Landesförderinstitute erzielt mit einem Vertragsvolumen von 880 Mio. Euro eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr (786 Mio. EUR).

In der Individualfinanzierung Unternehmen beträgt das Zusagevolumen des ersten Quartals rund 140 Mio. Euro (21 Mio. EUR). Hier waren erste Abschlüsse des neu eingeführten KfW-Kredites für Wachstum zu verzeichnen.

Im Geschäftsfeld KfW Capital wurden in den ersten drei Monaten des Jahres drei ERP-VC-Fondsinvestments in Höhe von insgesamt 33 Mio. Euro (17 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) zugesagt. Die neue KfW-Tochter ist somit erfolgreich in ihr erstes vollständiges Geschäftsjahr gestartet. Das Ziel von KfW Capital ist es, in den nächsten zehn Jahren - mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens - rund 2 Mrd. Euro in Venture Capital-Fonds zu investieren, um den Zugang zu Wachstumskapital für junge, innovative Technologieunternehmen in Deutschland zu verbessern.

Das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung, das durch die KfW IPEX-Bank verantwortet wird, hatte einen guten Jahresstart und liegt mit einem Neuzusagevolumen von insgesamt 4,8 Mrd. Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraumes (3,3 Mrd. EUR). Schwerpunkte der Neuzusagen liegen in den Geschäftssparten Maritime Industrie mit 1,4 Mrd. Euro (0,9 Mrd. EUR), Infrastruktur mit 0,8 Mrd. Euro (0,4 Mrd. EUR) sowie Finanzinstitutionen und Trade Finance mit 0,8 Mrd. Euro (0,4 Mrd. EUR) und Energie und Umwelt mit 0,8 Mrd. Euro (0,4 Mrd. EUR).

Das Zusagevolumen im Geschäftsfeld Förderung der Entwicklungs- und Schwellenländer liegt bei 1 Mrd. Euro (0,5 Mrd. EUR). Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat im ersten Quartal 2019 für Vorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern 0,8 Mrd. Euro (0,4 Mrd. EUR) zugesagt. Im mehrjährigen Vergleich bestätigt die Entwicklung der Zusagevolumina der ersten drei Monate den langfristigen Aufwärtstrend. Über 80% der bisherigen Zusagen gingen 2019 an Länder in Afrika und dem Nahen Osten. Die DEG konnte im ersten Quartal 2019
156 Mio. Euro für die Finanzierung von unternehmerischen Investitionen in Schwellen- und Entwicklungsländern zusagen (54 Mio. EUR). Mehr als die Hälfte dieser Mittel sind für private Unternehmen in Afrika bestimmt, vor allem für lokale Banken. Diese können so gerade kleine und mittlere Unternehmen vor Ort mit Krediten versorgen und Finanzierungslücken schließen. Mit 69 Mio. Euro entwickelten sich auch die Zusagen für Projektfinanzierungen erfreulich, damit werden insbesondere Erneuerbare-Energien-Vorhaben finanziert.

Im Geschäftsfeld Finanzmärkte wurden im ersten Quartal 2019 Investments in Höhe von rund 321 Mio. Euro (185 Mio. EUR) getätigt. Davon entfielen 298 Mio. Euro (117 Mio. EUR) auf Verbriefungstransaktionen im Bereich der kapitalmarktorientierten Mittelstandsförderung. Für das Green-Bond-Portfolio hat die KfW in zwei Wertpapiere zur Förderung von Klima- und Umweltschutzprojekten im Volumen von rund 24 Mio. Euro (68 Mio. EUR) investiert.

Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäftes nahm die KfW im ersten Quartal 2019 Mittel in Höhe von 35 Mrd. Euro an den internationalen Kapitalmärkten auf und blickt auf einen gelungenen Refinanzierungsauftakt zurück. Für das Gesamtjahr 2019 plant die KfW ein Refinanzierungsvolumen von 80 Mrd. Euro.

Quelle: Pressemitteilung der KfW Bankengruppe vom 8. Mai 2019


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