4.10.2012

Ohne Investitionskosten zur neuen Ökoheizung

Bund

In Deutschland gibt es eine beträchtliche Anzahl von Wohngebäuden, die über eine veraltete und ineffiziente Heizungsanlage verfügen. Für die Installation einer modernen Ökoheizung fehlt Privatleuten oftmals das notwendige Kapital. Hier setzt das Marktanreizprogramm mit der neuen Förderung des Öko-Contracting an, die das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) umsetzt.

Durch die Contractinglösung sollen Hauseigentümer einfacher zu überzeugen sein, ihre Heizungsanlage zu erneuern. Denn beim Einbau fallen für den Eigentümer keine Investitionskosten an. So wie man beim Auto zwischen Kauf und Leasing wählen kann, so gibt es jetzt bei der Heizungsmodernisierung die Wahl zwischen Investition oder Contracting.

Zum Hintergrund: Beim Anlagen-Contracting errichtet ein Energiedienstleister im Haus des Kunden eine Öko-Heizung. Zudem sorgt er für Wartung und Versicherung der Heizungsanlage. Der Energieversorger erhält dafür einen direkten Investitionszuschuss vom BAFA. Für den Einbau einer Gas-Brennwertheizung mit Solarthermie, einer Biomasseanlage oder einer Wärmepumpe werden beispielsweise zwischen 2.000 und 3.300 Euro ausgezahlt.

Der Kunde profitiert im Gegenzug von einer neuen, effizienten Heizung, die dauerhaft CO2-Emissionen vermeidet, die Brennstoffkosten senkt und erneuerbare Energien aus der Region nutzt. Für die Bereitstellung der Heizungsanlage zahlt der Kunde über 10 bis 15 Jahre einen vertraglich festgelegten Betrag an den Energieversorger.

Angesichts des großen Sanierungsbedarfs kann die Förderung von Contracting-Modellen ein richtiges und notwendiges Signal sein, um den Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt bis 2020 auf 14 Prozent zu steigern. Neben den Herstellern und den Installateuren werden auch die Energiedienstleister als Partner des Marktanreizprogramms gebraucht. Denn auch sie können dafür sorgen, dass sparsame und ökologische Heizungstechnik in den Heizungskeller kommt.

Interessant kann das Contracting auch für Vermieter sein, die sich bislang davor gescheut haben, in neue Heiztechnik zu investieren, weil sie die Kosten nur auf lange Sicht refinanzieren konnten. Und die Mieter sparen Heizkosten, weil teure fossile Energie durch billige erneuerbare Energie ersetzt wird.

Wer sich für die Anschaffung einer regenerativen Heizung über Öko-Contracting interessiert, findet beim Verband für Wärmelieferung (http://www.energiecontracting.de) eine nach Postleitzahlen sortierte Anbieterliste.

Quelle: PM des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vom 27. September 2012