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29.1.2016

Neues Förderprogramm: 50 Millionen Euro aus EU-Mitteln für Forschung und Entwicklung in Unternehmen

Niedersachsen

Das niedersächsische Landeswirtschaftsministerium hat am 27. Januar 2016 den Startschuss für die Förderung betrieblicher Innovationen gegeben. Mit Zuschüssen und Darlehen unterstützt das Land gezielt Forschung und Entwicklung in niedersächsischen Unternehmen. Bis 2020 stellt das Land rund 50 Millionen Euro an EFRE-Mitteln für die Förderung bereit, die eine Hälfte als Zuschüsse, die andere als Darlehen.

Auch Pilot- und Demonstrationsvorhaben könnten gefördert werden, betonte Wirtschaftsminister Olaf Lies. Kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft können für Forschungs- und Entwicklungsprojekte Zuschüsse bis zu 500.000 Euro oder verzinsliche Darlehen bis zu einer Million Euro beantragen, Großunternehmen bekommen nur Darlehen. Besondere Konditionen gelten für Verbundvorhaben, in denen mehrere Unternehmen zusammenarbeiten, und für Kooperationsprojekte mit Forschungseinrichtungen. Letztere können dabei mit bis zu 300.000 Euro gefördert werden. Voraussetzung für die Förderung ist, dass das Projekt in einem der sieben für Niedersachsen entscheidenden Themenfelder realisiert wird, auf die das Land nach EU-Vorgaben seine Innovationsförderung konzentriert: Mobilitätswirtschaft, Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Energiewirtschaft, Land- und Ernährungswirtschaft, Digital- und Kreativwirtschaft, Neue Materialen/ Produktionswirtschaft oder Maritime Wirtschaft.

Den direkten Transfer von der Forschung in die Wirtschaft durch Gründungen aus Hochschulen fördert das Land ebenfalls. Rund sieben Millionen Euro aus dem EFRE stünden für die Erweiterung, Modernisierung und technische Ausstattung von Technologie- und Gründerzentren bereit, so Lies. Ein weiterer wesentlicher Baustein der Innovationsförderung aus EU-Mitteln sei zudem die niedrigschwellige Innovationsförderung für KMU und Handwerk mit Zuschüssen bis zu 100.000 Euro für verbesserte oder neue Produkte, Produktionsverfahren und Dienstleistungen. Die Förderung soll den Unternehmen einen Teil des technischen und wirtschaftlichen Risikos abnehmen, das etwa mit der Übernahme eines neuen Herstellungsverfahrens oder einer neuen Technik oder der Anpassung eines Produktes auf einen anderen Anwendungsbereich verbunden ist. Das Programm, das mit 20 Millionen Euro aus dem EFRE dotiert sei und seit Sommer laufe, werde gut angenommen, so der Minister.

Komplettiert wird die Innovationsförderung des Landes durch Mittel für kommunale Beratungsangebote zum Wissens- und Technologietransfer für KMU, für Innovationsnetzwerke und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen; dafür seien 24 Millionen Euro an EFRE-Mitteln eingeplant. Die Abwicklung sämtlicher Förderprogramme erfolgt durch die NBank, die Förderbank des Landes. Informationen und Antragsunterlagen unter http://www.nbank.de.

Quelle: PM des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vom 27. Januar 2016