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29.1.2016

Knapp 18.000 Forscher aus Deutschland profitierten von EU-Förderung

Europa

134.000 Forscher, davon 17.950 aus Deutschland, haben in den Jahren von 2007 bis 2013 vom 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union profitiert. Der Evaluierungsbericht einer Gruppe hochrangiger, unabhängiger Experten, der am 25. Januar 2016 vorgestellt wurde, zeigt, dass die Förderung die Spitzenforschung in Europa gestärkt und die Industrie wettbewerbsfähiger gemacht hat. Die Erkenntnisse will die Europäische Kommission nun einsetzen, um das neue Forschungs- und Innovationsförderungsprogramm Horizont 2020 weiter zu verbessern. Es soll einfacher und effizienter werden und stärker darauf ausgerichtet sein, innovative Lösungen zu finden, die der Gesellschaft und Wirtschaft zugutekommen.

Mit den 55 Mrd. Euro, mit denen das Programm ausgestattet war, konnten 25.000 Projekte gefördert werden. Von den 134.000 Teilnehmern stammen 86 Prozent aus EU-Ländern. Insgesamt 29.000 Organisationen haben sich beteiligt, Universitäten und Forschungsorganisationen erhielten 70 Prozent der Förderung, 25 Prozent entfielen auf den Privatsektor und 5 Prozent auf öffentliche Einrichtungen. Kleine und Mittlere Unternehmen, bei denen eine Rekordbeteiligung zu verzeichnen war, erhielten 6,4 Mrd. Euro aus dem Programm.

Aus Projekten des 7. Forschungsrahmenprogramms sind bislang mehr als 170.000 Veröffentlichungen und 1.700 Patentanmeldungen hervorgegangen. Das Programm wird in einem Zeitraum von zehn Jahren schätzungsweise zur Entstehung von 130.000 Jobs jährlich beitragen.

Laut einem bereits im September 2014 vorgelegten Faktenblatt hatten sich 71.581 Forscher aus Deutschland um Fördergelder aus dem  7. Forschungsrahmenprogramm beworben, das sind knapp 14 Prozent aller Förderanträge EU-weit. Die Erfolgsquote der Anträge lag bei 24,1 Prozent. 3.300 kleine und mittlere Unternehmen und 687 Stipendiaten des Europäischen Forschungsrats wurden unterstützt. Die meisten Teilnehmer kamen aus der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung (1.221 Teilnehmer), die Max Planck Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (660 Teilnehmer) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (429 Teilnehmer).

Die Ergebnisse der Evaluierung wird die Kommission als Empfehlungen in das aktuelle Forschungsprogramm Horizont 2020 und Innovationsförderprogramme aufnehmen.

Quelle: PM der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vom 25. Januar 2016