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5.2.2016

Rentenbank: Rekordnachfrage nach Förderdarlehen im Geschäftsjahr 2015

Bund

Die Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt am Main berichtet nach vorläufigen Zahlen von einer stark gestiegenen Nachfrage nach ihren Förderdarlehen. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage in der Agrarwirtschaft erhöhte sich das Neugeschäft mit zinsgünstigen Programmkrediten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 13,8% auf ein neues Rekordvolumen von 7,8 Mrd. Euro. Allerdings stieg auch der Bedarf an Darlehen zur Liquiditätssicherung landwirtschaftlicher Betriebe. Mit 345,2 Mio. Euro stellte die Bank dafür 2015 erstmals seit fünf Jahren wieder einen dreistelligen Millionenbetrag bereit. Das gesamte Förderneugeschäft, das auch allgemeine Förderkredite und das verbriefte Fördergeschäft umfasst, erhöhte sich um 20,6% auf 13,6 Mrd. Euro.

Zur Verbilligung ihrer Programmkredite setzte die Förderbank für die Agrarwirtschaft im Jahr 2015 eigene Er­träge in Höhe von 63,6 Mio. Euro ein. Hinzu kamen 3,0 Mio. Euro Zuschüsse zum Programm "Forschung für Innovationen in der Agrarwirtschaft" und eine Aufstockung des Stiftungskapitals der Edmund Rehwinkel-Stiftung um 2,0 Mio. Euro. Einschließlich des zur Ausschüttung vorgesehenen Bilanzgewinns in Höhe von 14,3 Mio. Euro, den die Rentenbank ebenfalls für Förderzwecke verwendet, summierten sich die für Förderzwecke bereitgestellten Erträge (Förderdividende) 2015 auf 82,9 Mio. Euro (2014: 90,7 Mio. Euro).

Finanzierungen für Flächenkäufe deutlich gestiegen

In der Fördersparte "Landwirtschaft" vergab die Rentenbank Kredite in Höhe von 3,2 Mrd. Euro, 16,5% mehr als im Vorjahr. Zu dem Anstieg trugen insbesondere das um 23,6% auf 0,8 Mrd. Euro gestiegene Neugeschäft bei Flächenkäufen sowie die Darlehen zur Liquiditätssicherung bei. Die Nachfrage nach Finanzierungen von Gebäuden, insbesondere von Milchvieh- und Schweineställen, ging dagegen um 11,8% auf 1,1 Mrd. Euro zurück.

Deutlich stärker nachgefragt als im Vorjahr waren die Kredite der Rentenbank auch in den Fördersparten "Ländliche Entwicklung" (+47,5% auf 2,3 Mrd. Euro) sowie "Agrar- und Ernährungswirtschaft" (+45,7% auf 0,8 Mrd. Euro). Rückläufig war hingegen die Darlehensnachfrage in der Sparte "Erneuerbare Energien", in der das Neugeschäft um 24,6% auf 1,5 Mrd. Euro zurückging. Grund dafür waren insbesondere die veränderten Rahmenbedingungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Das Neugeschäft mit allgemeinen Förderkrediten stieg gegenüber dem Vorjahr um 59,4% auf 3,2 Mrd. Euro. Die Neuabschlüsse im verbrieften Fördergeschäft wiesen einen Anstieg um 7,6% auf 2,6 Mrd. Euro auf.

Quelle: PM der Landwirtschaftlichen Rentenbank vom 28. Januar 2016