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5.2.2016

Nachfrage nach Bürgschaften gestiegen, Bürgschaftsbanken erweitern Angebot

Bund

Bei stabiler Wirtschaftslage unterstützten die deutschen Bürgschaftsbanken 2015 mehr Unternehmen.

Sie vergaben Bürgschaften und Garantien in Höhe von fast 1,1 Milliarden Euro (+ 2,7%) an über 6.600 kleine und mittelständische Betriebe (+ 2,3%). So konnten die Unternehmen Kredite und Beteiligungen über mehr als 1,6 Milliarden Euro aufnehmen. Das waren rund vier Prozent mehr als im Vorjahr.

Im Oktober 2015 startete das neue Angebot Agrar-Bürgschaften, das Finanzierungen für Landwirtschaft und Gartenbau erleichtert. Zahlreiche Bürgschaften wurden bereits zugesagt. Die Mittel kommen aus dem EU-Programm COSME, das vom Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) der Europäischen Kommission gefördert wird. Der Europäische Investitionsfonds (EIF) übernimmt eine Rückbürgschaft. So können in den nächsten drei Jahren Bürgschaften über insgesamt 400 Millionen Euro vergeben werden. Dadurch wird ein Kreditvolumen von rund 670 Millionen Euro ermöglicht.

Damit die Energiewende gelingen kann, können Energieeinsparungen über mindestens 25 Prozent durch Contracting-Vorhaben seit Anfang 2016 mit Contracting-Bürgschaften besichert werden. Dafür wurde der Bürgschaftshöchstbetrag von 1,25 auf zwei Millionen Euro angehoben.

Die Entwicklung der Bürgschaftsbanken wird außerdem von einer weiter gestiegenen Nachfrage seitens Gründern und Nachfolgern getragen: Mit knapp 3.200 gingen fast die Hälfte aller ermöglichten Finanzierungen im vergangenen Jahr an Existenzgründer und Unternehmensnachfolger. Ihnen wurden Kredite und Beteiligungen in Höhe von 622 Millionen Euro ermöglicht, 15 Prozent mehr als 2014.

Mehr zu Agrar-Bürgschaften unter: http://www.agrar-buergschaft.de. Informationen zu Contracting-Bürgschaften unter: http://www.contracting-buergschaft.de.

Quelle: PM des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken e.V. vom 1. Februar 2016