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3.3.2016

Neue Förderprodukte schaffen Arbeitsplätze, sichern Investitionen und unterstützen den Technologietransfer in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein

Der schleswig-holsteinische Landeswirtschaftsminister Reinhard Meyer hat anlässlich der Förderpressekonferenz am 26. Februar 2016 die Ergebnisse der Wirtschaftsförderung in Schleswig-Holstein bilanziert und die erfolgreichsten Förderinstrumente gemeinsam mit Vertretern der Investitionsbank IB.SH, der Bürgschaftsbank SH und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft MBG vorgestellt.

Investitionsbank, Bürgschaftsbank und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft hätten mit dem Einsatz von Krediten, Bürgschaften und Beteiligungskapital erfolgreich dazu beigetragen, die Kredit- und Eigenkapitalversorgung des Mittelstandes auf breiter Basis sicher zu stellen, so der Minister. Durch die Risiko senkende Wirkung der öffentlichen Förderangebote seien viele Unternehmensfinanzierungen erst möglich geworden. Gerade die Kapitalversorgung von innovativen Existenzgründungen und Hochschulausgründungen sei über Banken besonders schwierig.

Deshalb wurden 2015 drei Beteiligungskapitalprodukte aufgelegt: der neue Beteiligungsfonds für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) in Höhe von 44 Millionen Euro, der Mittelstandsfonds Schleswig-Holstein, dessen Volumen unter der Mitwirkung von schleswig-holsteinischen Kreditinstituten um 20 Millionen Euro erhöht wurde, und der Seed & StartUp Fonds II, der mit 12 Millionen Euro ausgestattet ist und einen wichtigen Finanzbaustein darstellt, innovative Gründungen und Ausgründungen aus Hochschulen zielgerichtet zu unterstützen.

Mit dem Gründungsstipendium, das Anfang 2016 gestartet ist, soll die Förderung durch das Land in Zukunft noch früher ansetzen, und zwar bei den Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Zusätzlich zu dem Beteiligungskapitalangebot habe das Land gemeinsam mit der Investitionsbank und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft für die nächsten vier Jahre eine Million Euro für Gründungsstipendien bereitgestellt.

Die Förderinstitute des Landes unterstützen Existenzgründungen und Unternehmensnachfolgen künftig noch stärker als bisher. Dazu bieten die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein (BB-SH) seit dem 1. März 2016 ein neues Förderprodukt für Investitionen zwischen 25.000 und 500.000 Euro an, die durch einen Hausbank-Kredit finanziert werden. Das neue Produkt "Gründung und Nachfolge in Schleswig-Holstein" kombiniert eine zinsgünstige Refinanzierung durch die IB.SH mit einer 80-prozentigen Ausfallbürgschaft der BB-SH.

Die IB.SH kann sich aufgrund ihres Triple-A-Ratings zu günstigen Konditionen am Kapitalmarkt Finanzierungsmittel beschaffen. Diesen Vorteil nutzt sie für die Wirtschaftsförderung in Schleswig-Holstein. Mit dem Förderprodukt refinanziert die IB.SH die Banken und Sparkassen, die dadurch in die Lage versetzt werden, die Mittel zu günstigen Konditionen an die Unternehmen weiterzugeben. Besonders attraktiv wird die Refinanzierung durch die Kombination mit einer Ausfallbürgschaft der BB-SH.

Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen sowie freiberuflich und sonstige im Dienstleistungsbereich Tätige. Der Endkunde darf nicht länger als fünf Jahre am Markt sein, auch eine Unternehmensnachfolge darf nicht länger zurückliegen. Die Laufzeit des Kredits kann bis zu 20 Jahre betragen. Gefördert werden sowohl Investitions- als auch Betriebsmittel.

Der Blick auf die Förderergebnisse liefert nach Aussage von Gerd-Rüdiger Steffen, Mitglied der Geschäftsführung von MBG und Bürgschaftsbank, einen klaren Schwerpunkt: Mit ihren Finanzierungszusagen haben die drei Förderinstitute 2015 zur Schaffung von rund 3.000 neuen Arbeitsplätzen beigetragen. Das entspricht einem Plus von 35 Prozent gegenüber 2014. Gefördert wurden insbesondere kleine und junge Unternehmen. Die Förderung ist somit kleinteiliger geworden, die Zahl der geförderten Unternehmen stieg um 7,8 Prozent auf 879.

Quelle: PM des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein vom 26. Februar 2016