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11.10.2018

Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern fördert die Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit

Mecklenburg-Vorpommern

Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern und die Regionalbeiräte Vorpommern, Mecklenburgische Seenplatte, Region Rostock und Westmecklenburg unterstützen Arbeitslose und insbesondere Langzeitarbeitslose bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Durch die Förderung von Integrationsprojekten soll langzeitarbeitslosen Frauen und Männern mit besonderen Vermittlungshemmnissen der Zugang in den allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht werden. In den Jahren 2015 bis 2017 wurden insgesamt zusammen bereits 94 Integrationsprojekte auf den Weg gebracht. Die Projekte werden überwiegend durch die örtlichen Jobcenter kofinanziert. In der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 stehen 22,41 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung.

Über 1.300 Langzeitarbeitslose in Arbeit gebracht

Mit dem Förderinstrument der Integrationsprojekte konnten in allen Landesteilen Mecklenburg-Vorpommerns bis zum 31. Dezember 2017 nunmehr 7.081 Personen, davon 3.087 Frauen, erreicht und bei der Arbeitsmarktintegration unterstützt werden. Unter den Teilnehmenden waren auch 1.230 (17 Prozent) Personen mit Migrationshintergrund. Darunter befanden sich 586 geflüchtete Menschen, was einem Anteil von 8,3 Prozent der Gesamtteilnehmer entspricht. Ebenfalls mit Stand zum 31. Dezember 2017 konnten 1.306 Übergänge in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erzielt werden. Unter den Projektteilnehmern waren 2.534 ohne Berufsabschluss. Im Ergebnis der Projekte konnten 399 erfolgreiche Übergänge in zu Berufs- bzw. Schulabschlüssen führende Bildungsgänge registriert werden.

Informationen zu Integrationsprojekten

Die Eingliederung der Teilnehmer von Integrationsprojekten in den Arbeitsmarkt wird durch familienunterstützende Maßnahmen mittels gesundheitsfördernder Aktivitäten durch die Vermittlung zu spezialisierten Beratungsstellen im Zuge mobilitätsfördernder Hilfen über projektbegleitende Qualifizierung, durch Praktika bzw. betriebliche Erprobung in Unternehmen oder Werkstätten sowie mittels weiterer vielgestaltiger Hilfen unterstützt.

Durchführungsorte dieser Integrationsprojekte sind sowohl kleinere, mittlere und größere Städte (u.a. Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Stralsund, Wismar, Güstrow, Neustrelitz, Ueckermünde, Ludwigslust, Teterow, Röbel und Friedland) als auch - mittels aufsuchender Projektarbeit - stark ländlich geprägte und peripher gelegene Räume. Über die Projektanträge votieren die Regionalbeiräte der jeweiligen Planungsregion. Die Projektideen der Antragsteller werden durch die Geschäftsstelle der Regionalbeiräte beraten. Bei einem positiven Votum des Regionalbeirates erfolgt die Zuwendung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Form einer Pauschale für Personalkosten in Höhe von 70 Prozent der Personalkosten.

Große Bandbreite der Unterstützung durch Projekte

Von den Trägern der Integrationsprojekte werden sehr unterschiedliche Zielgruppen angesprochen oder Integrationsmethoden verfolgt. So richteten sich beispielsweise Integrationsprojekte wie "AQuA-Arbeit und Qualifizierung für Alleinerziehende" (Träger BilSE-Institut für Bildung und Forschung GmbH, Region Westmecklenburg) oder "Maßnahme für Erziehende" (Träger Bildungsinstitut für Umweltschutz und Wasserwirtschaft Neubrandenburg e.V., Region Mecklenburgische Seenplatte) explizit an Alleinerziehende und berücksichtigen bei der Integrationsarbeit auch die speziellen Probleme, die mit der Betreuung von Kindern einhergehen. Die Projekte der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH "INTEGRO-Männercoaching" (Region Rostock und Westmecklenburg) befassen sich explizit mit der Zielgruppe der Männer, hier insbesondere mit Obdachlosen, Strafentlassenen, Alkoholkranken etc.

Darüber hinaus werden in Integrationsprojekten wie z.B. "SLALOM+", "MeMo-Mentoring - Modell zur Entwicklung persönlicher Beschäftigungs- und Integrationschancen", "PIA Plus", "Multikulti Frauenpower - Multikulturelles Integrationsprojekt", "Zellawie Greifswald" oder der "Integrierenden Arbeitslosen-Service-Einrichtung an der Müritz" einheimische und migrierte arbeitslose Teilnehmer mit aber auch ohne Fluchthintergrund an den Arbeitsmarkt herangeführt und in diesen integriert.

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 4. Oktober 2018