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22.2.2019

Nachfolger schätzen Bürgschaften

Bund

2018 stieg der Anteil der von den Bürgschaftsbanken geförderten Unternehmensnachfolgen wie in den letzten Jahren weiter an. Das Volumen dieser Bürgschaften und Garantien wuchs deutlich um acht Prozent auf über 352 Millionen Euro.

Damit machten Nachfolgefinanzierungen bei den Bürgschaftsbanken ein Drittel aller unterstützten Unternehmen und des gesamten Fördervolumens aus. Gleichzeitig wird deutlich, wie wirkungsvoll dieses Instrument ist, um Nachfolgen auch finanziell zu bewältigen.

Insgesamt blieb die Nachfrage nach Bürgschaften und Garantien stabil: Die Bürgschaftsbanken förderten ähnlich viele KMU wie im Vorjahr (5.757, -1,3%), das Volumen der Bürgschaften und Garantien blieb unverändert. Mit diesen Sicherheiten konnten die Betriebe rund 1,7 Milliarden Euro an Krediten und Beteiligungen aufnehmen. 54 Prozent aller Förderungen gingen an übernommene oder neu gegründete Unternehmen. Seit 2010 nimmt ihr Anteil bei den Bürgschaftsbanken kontinuierlich zu, 2017 überstieg die Zahl der Förderungen für Übernahmen erstmals die der neu gegründeten Betriebe. Auch 2018 unterstützten sie mehr Nachfolger (1.623) als Gründer (1.496).

Nach aktuellen Untersuchungen der KfW zum Nachfolgegeschehen sind die Inhaber besser vorbereitet als in den vorangegangenen Jahren, beschäftigen sich früher mit anstehenden Übergaben und mehr KMU suchen externe Käufer.

Laut VDB-Vorsitzendem Guy Selbherr wird bei den Bürgschaftsbanken ein gesteigertes Interesse der Kreditwirtschaft beobachtet, Bürgschaftsbanken als Partner bei Nachfolgen einzubinden. Mit einer Fortsetzung dieses Trends werde gerechnet.

Die Beobachtung der weiteren Entwicklung im Bereich Nachfolgen ist wichtig. Gemeinsam mit Partnern analysiert der VDB daher die von Bürgschaftsbanken finanzierten Betriebsübernahmen. Die Veröffentlichung eines ersten bundesweiten Nachfolgemonitors ist für Frühsommer 2019 geplant.

Quelle: Pressemitteilung des Verbands Deutscher Bürgschaftsbanken e.V. vom 18. Februar 2019