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13.9.2019

Zwischenbilanz zur Nutzung von EU-Förderprogrammen

Sachsen-Anhalt

Die Landesregierung Sachsen-Anhalt hat eine Bilanz der Inanspruchnahme europäischer Fördermittel durch Einrichtungen in Sachsen-Anhalt im Zeitraum 2014 bis 2018 gezogen.

Europaminister Rainer Robra wies darauf hin, dass Sachsen-Anhalt sich seit einer Reihe von Jahren um die verstärkte Nutzung von EU-Aktionsprogrammen bemühe. Die verstärkte Erschließung der Förderprogramme für Forschung, Austausch, Kooperation und europäische Netzwerkbildung bilde einen Schwerpunkt der Europapolitik des Landes für die gesamte Legislaturperiode.

Durch den Ausbau der Beratungsangebote und durch kontinuierliches Engagement aller Ministerien sei es gelungen, im Zeitraum von 2014 bis 2018 EU-Mittel in Höhe von mehr als 111 Millionen Euro aus verschiedenen europäischen Programmen für Projekte in Sachsen-Anhalt einzuwerben. Das sei mehr als in der gesamten Förderperiode 2007 bis 2013.

Mit den eingeworbenen Mitteln wurden bisher beispielsweise

  • 130 Forschungsprojekte realisiert (Horizont 2020),
  • zahlreichen Wissenschaftlern, Studenten und Auszubildenden im Rahmen von 52 Projekten Aufenthalte im europäischen Ausland ermöglicht (Erasmus+),
  • 152 Erasmus+-Projekte in Schulen sowie in der beruflichen und Erwachsenenbildung durchgeführt,
  • 101 Jugendmobilitätsprojekte unterstützt (Erasmus+),
  • 25 interregionale bzw. transnationale Projekte begonnen bzw. fortgesetzt (Interreg),
  • zwölf Projekte zur Unterstützung der Asyl-, Flüchtlings- und Integrationspolitik des Landes finanziert (Asyl- und Migrationsfonds),
  • vier Vorhaben im Bereich der polizeilichen Zusammenarbeit umgesetzt (Fonds für Innere Sicherheit),
  • 30 Teilnahmen an Hospitationen, Studienbesuchen und Fortbildungsveranstaltungen im Bereich der justiziellen Zusammenarbeit ermöglicht (EJTN),
  • ein Umweltprojekt bewilligt (Life),
  • zwei Projekte zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und insbesondere von KMU durchgeführt.

Die nächste Bestandsaufnahme ist für 2021 vorgesehen und soll neben der Abrechnung des Förderzeitraums 2014 bis 2020 auch den Anlauf der neuen Förderperiode 2021 bis 2027 umfassen.

Hintergrund

Unter EU-Aktionsprogrammen werden die EU-Programme außerhalb der gebietsbezogenen Förderung aus den europäischen Struktur- und Investitionsfonds verstanden. Die Mittel aus diesen Programmen werden in der Regel nach europaweiten Ausschreibungen in zentralen Wettbewerbsverfahren vergeben.

Eine Aufstellung der EU-Aktionsprogramme, die für Sachsen-Anhalt von besonderer Bedeutung sind, kann auf den Internetseiten des Landes abgerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt vom 10. September 2019