Kurztext
Wenn Sie die individuelle Lebenssituation von Familien und ihren Kindern, die von sozialer Ausgrenzung und Armut bedroht sind, verbessern möchten, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss erhalten.
Volltext
Es werden Kooperations- oder Projektverbünde unterstützt, die mit ihren Maßnahmen die soziale und ökonomische Teilhabe von Familien mit erhöhten individuellen Unterstützungsbedarfen verbessern.
Maßnahmen für folgende Zielgruppen werden gefördert:
- Familien/Eltern mit Kindern, die Leistungen nach dem SGB II oder nach dem SGB XII (auch ergänzende oder aufstockende Leistungen) beziehen oder darauf Anspruch haben,
- Familien, die Kinderzuschlag beziehen oder Anspruch darauf haben,
- Familien, das heißt Eltern und ihre Kinder, die von sozialer Ausgrenzung und Armut bedroht sind.
Sie erhalten die Förderung für
- Maßnahmen und Aktivitäten zur sozialen und ökonomischen Teilhabe der genannten Zielgruppen, mit folgenden möglichen Handlungsansätzen:
- Beratungs- und Coachingangebote und Familiencoaches mit einer ganzheitlichen Beratung, beispielsweise zu den Bereichen: eingeschränkte Mobilität, fehlende Kinderbetreuung, fehlende Alltagsstrukturierung, Konflikte und Probleme beim Zugang und Kontakt zu Behörden, Schulden oder Suchtprobleme,
- Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Sozialleistungen sowie von lokalen Bildungs- und Hilfsangeboten,
- Erhalt der Beschäftigung und/oder Ausweitung einer Beschäftigung zu einer bedarfsdeckenden Beschäftigung,
- Unterstützung von Eltern mit Behinderungen,
- Auf- und Ausbau der Kooperationsstrukturen für eine bessere Unterstützung der Familien.
Sie erhalten die Förderung als Zuschuss.
Die Höhe des Zuschusses beträgt bis zu 90 % der zuwendungsfähigen Ausgaben aus dem ESF Plus und Bundesmitteln. Je nach Region ist die Höhe der Zuschüsse unterschiedlich. Für die verschiedenen Zielregionen des ESF Plus gilt:
- für stärker entwickelte Regionen (hierzu gehören die alten Bundesländer mit dem Land Berlin und der Region Leipzig, ohne die Regionen Lüneburg und Trier) bis zu 40 % der förderfähigen Ausgaben,
- für das Zielgebiet Übergangsregionen (hierzu zählen die neuen Bundesländer mit Regionen Lüneburg und Trier, ohne Land Berlin und Region Leipzig) bis zu 60 % der förderfähigen Ausgaben.
In dem gesamten Förderzeitraum können die zuwendungsfähigen projektbezogenen Gesamtausgaben zwischen 700.000 EUR und 3 Millionen EUR (3.000.000 EUR) betragen. Für Projekte des ersten Förderaufrufs ist eine Verlängerung der Vorhaben bis zum 31.12.2028 möglich. Im Fall einer Verlängerung soll die Obergrenze der zuwendungsfähigen vorhabenbezogenen Gesamtausgaben für die gesamte Projektlaufzeit in der Regel 5 Millionen EUR (5.000.000 EUR) nicht überschreiten.
Ihre Eigenbeteiligung muss mindestens 10 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben betragen.