Kurztext
Wenn Sie die Cyberresilienz durch benutzerfreundliche Informationstechnologie-Systeme stärken möchten, können Sie eine Förderung beantragen. Als Teil eines Forschungsverbunds erhalten Sie einen nicht rückzahlbaren Zuschuss für Ihr Projekt.
Volltext
Sie können eine Förderung für Ihr Forschungsprojekt erhalten, wenn Sie einen Beitrag zum Aufbau von Cyberresilienz in der Gesellschaft leisten möchten. Die Förderung unterstützt Vorhaben, die Informationstechnologie-Systeme so gestalten, dass diese leicht bedienbar, benutzerfreundlich und zielgruppengerecht sind. Dadurch sollen menschliche Fehler bei der Nutzung reduziert und die Gesamtsicherheit von Systemen verbessert werden.
Ihr Vorhaben muss sich an mindestens einer der folgenden Zielstellungen ausrichten:
- Sie untersuchen und verstehen die mentalen Modelle, das Nutzerverhalten und Hindernisse beim Aufbau einer allgemeinen Sicherheitskultur im Umgang mit Informationstechnologie-Systemen.
- Sie gestalten den Entwurf und die Entwicklung von Systemen menschengerechter, beispielsweise durch die Entwicklung besserer Werkzeuge für Softwareentwickler, bürgernahe Designmuster für nutzbare Sicherheit oder benutzerfreundliche Interaktionsmuster.
- Sie unterstützen Nutzende dabei, Systeme sicherer einzusetzen, etwa durch die gezielte Förderung von Verhaltensänderungen oder die Befähigung zur Einschätzung von Sicherheitsrisiken.
Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Projektförderung gewährt. Die Projektlaufzeit beträgt in der Regel 3 Jahre. Als Hochschule oder Forschungseinrichtung können Sie bis zu 100 % Ihrer zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert bekommen. Wenn Sie als Hochschule ein nichtwirtschaftliches Vorhaben durchführen, erhalten Sie zusätzlich eine Projektpauschale in Höhe von 20 %. Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft erhalten eine anteilige Förderung ihrer zuwendungsfähigen Kosten, die auf maximal 40 % begrenzt ist. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kann sich dieser Fördersatz auf bis zu 60 % erhöhen.
Gefördert werden ausschließlich interdisziplinäre Verbundprojekte, bei denen Partner aus der Wirtschaft (wie Unternehmen) und der Wissenschaft (wie Hochschulen) eng zusammenarbeiten. Um den Transfer in die Praxis sicherzustellen, müssen Sie Anwendungspartner in Ihr Verbundprojekt einbinden. Alle Projektergebnisse sollen nach Möglichkeit in quelloffener Form (Open Source) zur Verfügung gestellt werden.