Förderprogramm

Förderung für Hubs für die Fusion

Förderart:
Zuschuss
Förderbereich:
Forschung & Innovation (themenspezifisch)
Fördergebiet:
bundesweit
Förderberechtigte:
Unternehmen, Hochschule, Forschungseinrichtung, Verband/Vereinigung
Fördergeber:

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Ansprechpunkt:

VDI Technologiezentrum GmbH

Projektträgerschaft zur Fusionsforschung

VDI-Platz 1

40468 Düsseldorf

Weiterführende Links:
Informationsseite zur Förderung (externer Link) easy-Online: Elektronisches Formularsystem (externer Link)

Kurzzusammenfassung

Kurztext

Wollen Sie als Akteur aus Wirtschaft oder Wissenschaft ein Fusionskraftwerk entwickeln? Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert themenspezifische Hubs für die Fusion mit bis zu 30 Millionen EUR (30.000.000 EUR).

Volltext

Sie sind ein Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, eine Hochschule oder eine Forschungseinrichtung? Dann können Sie eine Förderung für „Hubs für die Fusion“ erhalten. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) bündelt mit diesen Zentren Kompetenzen für Fusionskraftwerke.

Es gibt 3 thematische Schwerpunkte für die Hubs. Diese sind

  • die Laserfusion,
  • die Magnetfusion mit Fokus auf den Stellarator sowie
  • der Brennstoffkreislauf samt Materialentwicklung.

Sie können in diesen Bereichen Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchführen. Auch das Hub-Management wird gefördert.

Die Art der Berechnung hängt von Ihrer Organisationsform ab:

Wenn Sie ein Unternehmen sind, berechnet sich die Förderung auf Kostenbasis (AZK). Der Zuschuss richtet sich also nach Ihren zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. Sie müssen sich in einem Verbundprojekt meist mit mindestens 25 % an den Kosten beteiligen.

Wenn Sie eine Hochschule oder Forschungseinrichtung sind, berechnet sich die Förderung in der Regel auf Ausgabenbasis (AZA). Hierbei sind Ihre projektbezogenen Ausgaben die Grundlage. Das Ministerium kann diese Ausgaben zu 100 % fördern. Führen Sie als Hochschule ein nichtwirtschaftliches Forschungsvorhaben durch, erhalten Sie zusätzlich eine Projektpauschale. Diese beträgt 20 % der geförderten Ausgaben.

Zentrale Voraussetzung ist, dass Sie mit Partnern in einem Verbund zusammenarbeiten. Sie erhalten die Förderung als nicht rückzahlbaren Zuschuss.

Zusatzinfos 

Verfahrensablauf

Das Antragsverfahren ist grundsätzlich zweistufig angelegt.

Damit die Hubs möglichst schnell arbeitsfähig sind, soll das Hub-Management-Projekt zusätzlich direkt als Vollantrag im einstufigen Verfahren eingereicht werden.

Bitte beachten Sie eine Besonderheit für die allererste Einreichungsfrist: Sie müssen die Strategieskizze und den Antrag für das Hub-Management zeitgleich einreichen. Dafür gibt es im System „easy-Online“ zwei separate Formularsätze. Eine Berücksichtigung ist nur möglich, wenn Sie beide Formulare einreichen.

Das grundsätzliche Verfahren für das Hub-Management:

  • Sie reichen den förmlichen Förderantrag direkt über das System „easy-Online“ (siehe weiterführende Links) ein.

Das grundsätzliche Verfahren für Forschungs- und Entwicklungsprojekte:

  • 1. Stufe: Ein Vertreter Ihres Konsortiums reicht eine Strategieskizze beim Projektträger ein. Bei der Erstellung von Projektskizzen und förmlichen Förderanträgen ist das elektronische Antragssystem „easy-Online“ (siehe weiterführende Links) zu nutzen.
  • 2. Stufe: Nach positiver Bewertung Ihrer Skizze werden Sie aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag einzureichen. Sie stellen diesen Antrag über das System „easy-Online“ (siehe weiterführende Links).

Fristen

Die Antragstellung für die Strategieskizze und den Vollantrag für das Hub-Management ist bis 18.05.2026 möglich.

Weitere Fristen zur Einreichung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten sind:

  • 30.09.2026
  • 31.03.2027
  • 30.09.2027
  • 31.03.2028
  • 29.09.2028
  • 30.03.2029

rechtliche Voraussetzungen

  • Sie sind ein Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, eine Hochschule oder eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung.
  • Sie verfügen zum Zeitpunkt der Auszahlung über eine Betriebsstätte, Niederlassung oder sonstige Einrichtung in Deutschland.
  • Sie arbeiten gemeinsam mit mehreren unabhängigen Partnern an Forschungsaufgaben in einem Verbundprojekt.
  • Sie regeln die Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung.
  • Sie weisen eine grundsätzliche Übereinkunft über weitere Kriterien nach (Vordruck des BMFTR, Nummer 0110).
  • Sie beteiligen sich als privater Akteur wesentlich am Arbeitsprogramm und der Finanzierung des Hubs.
  • Sie legen schriftliche Absichtserklärungen zur signifikanten Unterstützung durch das jeweilige Sitzbundesland vor.

Ausschlussgründe:

  • Eine Doppelförderung für die geplanten Arbeiten ist ausgeschlossen.
  • Sie dürfen im Rahmen des Verbunds keine indirekten Beihilfen an Unternehmen weitergeben.
  • Sie erhalten keine Förderung, wenn Sie ein Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) sind.
  • Zudem dürfen Sie die Ergebnisse nicht ausschließlich außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) oder der Schweiz verwerten.
  • Sie erhalten keine Förderung, wenn Sie einer Rückforderungsanordnung der Europäischen Kommission nicht nachgekommen sind.

weitere Informationen

Erforderliche Unterlagen

Stufe 1 (Konzeptphase):

  • Strategieskizze des Hubs (maximal 30 Seiten, englischsprachig).
  • Roadmap des Hubs.
  • Schriftliche Absichtserklärungen (Letters of Intent) von Partnern oder dem Sitzland.
  • Kurzsteckbriefe für bis zu 5 Forschungs- und Entwicklungsprojekte.
  • Tabellarische Finanzierungsübersicht.
  • Förmlicher Vollantrag für das Hub-Management-Projekt (Vorhabensbeschreibung, maximal 10 Seiten in englischer Sprache, sowie AZA- oder AZK-Formular).

Stufe 2 (Forschungsphase):

  • Förmliche Förderanträge für die Forschungs- und Entwicklungsprojekte über das System easy-Online (siehe weiterführende Links)
  • Eine ausführliche Vorhabenbeschreibung mit Arbeitsplan und Verwertungsplan.

Rechtsgrundlage

Richtlinie

Richtlinie zur Förderung von „Hubs für die Fusion“
vom: 25.03.2026

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
BAnz AT 17.04.2026 B3

Weblink zur Förderrichtlinie

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