Kurztext
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert Forschungsverbünde, die Belastungen der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland empirisch untersuchen und praxisrelevante Ansätze für Schutz, Handlungsfähigkeit und organisationale Resilienz entwickeln.
Volltext
Wenn Sie ein Projekt zur Belastung der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland planen, können Sie eine Förderung erhalten.
Sie können empirisch orientierte Forschungsprojekte zu aktuellen Fragestellungen der Wissenschaftsfreiheit durchführen. Dazu gehören Untersuchungen zu Strukturen, Regeln und Verfahren an Hochschulen. Ihr Vorhaben muss sich einem von 4 Schwerpunkten widmen. Diese umfassen
- Anfeindungen und Gewalt,
- die Wahl von Forschungsthemen,
- organisationale Resilienz sowie
- das Monitoring von Belastungen der Wissenschaftsfreiheit.
Sie können auch forschungsbasierte Entwicklungs- und Erprobungsvorhaben wie Reallabore durchführen, wenn diese eng an die empirische Erkenntnisgewinnung gebunden sind. Zusätzlich können Sie als Einzel- oder Verbundvorhaben ein Begleitprojekt durchführen, das zentrale Vernetzungs- und Transferaufgaben übernimmt.
Sie erhalten die Förderung als nicht rückzahlbaren Zuschuss. Die Höhe Ihrer Zuwendung richtet sich nach dem Bedarf Ihres Projekts, da es keine festgelegte maximale Fördersumme gibt. Sie können bis zu 100 % Ihrer zuwendungsfähigen Ausgaben erstattet bekommen. Wenn Sie an einer Hochschule oder Universitätsklinik forschen, erhalten Sie zusätzlich eine Projektpauschale von 20 %. Sie können Mittel für Personal, für projektbezogene Reisen zu Arbeitstreffen und Konferenzen sowie für den Sachaufwand beantragen. Zu den Sachmitteln zählen beispielsweise Gebühren für das Forschungsdatenmanagement oder Open-Access-Publikationen.