Förderprogramm

Förderung für Projekte zur Entwicklung robuster Biomanufacturing-Prozesse mit mikrobiellen Konsortien und KI

Förderart:
Sonstige
Förderbereich:
Forschung & Innovation (themenspezifisch), Umwelt- & Naturschutz
Fördergebiet:
bundesweit
Förderberechtigte:
Hochschule, Forschungseinrichtung, Unternehmen
Fördergeber:

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)

Ansprechpunkt:

Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND)

Lagerhofstraße 4

04103 Leipzig

Weiterführende Links:
Informationsseite zur Förderung Engineering Microbial Consortia (externer Link) Online-Bewerbungsportal für Engineering Microbial Consortia (externer Link)

Kurzzusammenfassung

Kurztext

Sie können eine Förderung zur Entwicklung robuster Biomanufacturing-Prozesse mittels mikrobieller Konsortien und KI erhalten. Die SPRIND finanziert Ihr Vorhaben stufenweise über 38 Monate mit insgesamt bis zu 4,3 Millionen EUR (4.300.000 EUR).

Volltext

Das Förderprogramm richtet sich an interdisziplinäre Teams aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen. Gefördert wird die Transformation petrochemischer Produktionsverfahren hin zu kreislauffähigen biologischen Prozessen. Wenn Sie neuartige Verfahren entwickeln, die herkömmliche mikrobielle Monokulturen durch steuerbare Konsortien (Stamm- und Artengemeinschaften) ersetzen und KI- sowie ML-Modelle zur Echtzeit-Prozessregelung in iterativen Design-Build-Test-Learn-Zyklen nutzen, können Sie eine Förderung erhalten.

Gefördert wird die Entwicklung durchgängiger, robuster Biomanufacturing-Prozesse zur Überführung von kohlenstoffreichen Abfallströmen und CO2-basierten Rohstoffen in wertvolle Chemikalien und Materialien. Die finanzielle Unterstützung erfolgt über die SPRIND GmbH auf Basis von individuellen Festpreisverträgen. Sie erhalten eine stufenweise Finanzierung mit einer Gesamtsumme von bis zu 4,3 Millionen EUR (4.300.000 EUR) pro Team über eine Gesamtlaufzeit von 38 Monaten. Zusätzlich erhalten teilnehmende Teams kostenfreie Shared Services wie Qualitätskontrollen, Datenaufbereitung, Coaching und Matchmaking mit Investoren.

Zusatzinfos 

Verfahrensablauf

Die Beantragung und Durchführung der Fördermaßnahme erfolgt in mehreren Schritten und Entwicklungsstufen:

Einreichung & Auswahl:

  • Sie reichen Ihre Bewerbungsunterlagen vor Ablauf der Frist digital über das Online-Bewerbungsportal (siehe weiterführende Links) ein.
  • Eine unabhängige Fachjury bewertet die eingereichten Konzepte und wählt die teilnehmenden Teams aus.
  • Nach der Zulassung schließen Sie individuelle Festpreisverträge mit der SPRIND GmbH ab.

Stufe 1 (Laufzeit: 14 Monate):

  • Vergabe einer Finanzierung von bis zu 1,2 Millionen EUR (1.200.000 EUR) pro Team.
  • Durchführen der ersten Entwicklungsphase zur Demonstration der Machbarkeit der Konsortien-Steuerung.
  • Durchlaufen einer Zwischenbewertung durch die Fachjury am Ende der Stufe.

Stufe 2 (Laufzeit: 12 Monate):

  • Vergabe einer Finanzierung von bis zu 1,3 Millionen EUR (1.300.000 EUR) pro Team nach erfolgreicher Zwischenbewertung.
  • Weiterentwicklung und Skalierung der Prozesse unter schwankenden Rohstoff- und Betriebsbedingungen.
  • Durchlaufen einer zweiten Zwischenbewertung zur Qualifikation für die Finalstufe.

Stufe 3 (Laufzeit: 12 Monate):

  • Vergabe einer Finanzierung von bis zu 1,8 Millionen EUR (1.800.000 EUR) pro Team nach positiver Jury-Entscheidung.
  • Finale Umsetzung, Validierung und Vorbereitung des Transfers in den industriellen Maßstab.

Fristen

Die Antragstellung ist bis zum 16.11.2026 um 11:00 Uhr (MEZ) möglich.

rechtliche Voraussetzungen

Folgende rechtliche Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Entwickelt werden müssen durchgängige, robuste und kreislauffähige Biomanufacturing-Prozesse zur Herstellung nachhaltiger Chemikalien oder Materialien.
  • Das technische Konzept muss auf steuerbaren mikrobiellen Konsortien (Gemeinschaften verschiedener Stämme oder Arten) anstelle von Reinkulturen basieren.
  • Der Prozess muss KI- oder ML-Modelle für quantitative Vorhersagen und die aktive Prozesssteuerung in iterativen Design-Build-Test-Learn-Zyklen einbinden.
  • Als Rohstoffe müssen kohlenstoffreiche Abfall- und Reststoffströme oder CO2-basierte Ausgangsstoffe genutzt werden.

Ausschlussgründe: Ausgeschlossen von der Förderung sind konventionelle Biomanufacturing-Verfahren, die ausschließlich auf etablierten einkulturellen Systemen (Monokulturen) beruhen. Ebenfalls ausgeschlossen sind Vorhaben, die keine KI- oder ML-gestützte Modellierung und Steuerung beinhalten.

weitere Informationen

Erforderliche Unterlagen

Allgemeine Unterlagen (für alle Antragstellenden):

  • Vollständige Einreichung der Bewerbungsunterlagen über das Online-Bewerbungsportal (siehe weiterführende Links).
  • Technisches Projektkonzept zur Steuerung mikrobieller Konsortien mittels KI-Modellen.
  • Arbeits-, Zeit- und Finanzierungsplan (Kostenschätzung).

Zusatzunterlagen bei Unternehmen:

  • Kostenkalkulation auf Kostenbasis (AZK).
  • Nachweise zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sowie beihilferechtliche Selbsterklärung (zum Beispiel AGVO-Konformität und KMU-Statusbewertung).

Zusatzunterlagen bei Hochschulen und Forschungseinrichtungen:

  • Ausgabenkalkulation auf Ausgabenbasis (AZA).
  • Ausweisung der Projektpauschale zur Deckung indirekter Projektkosten.
  • Nachweis des öffentlich-rechtlichen Status bzw. der gemeinnützigen Forschungsträgerschaft.

Rechtsgrundlage

Richtlinie

Ausschreibung & Teilnahmevereinbarung – SPRIND Challenge „Engineering Microbial Consortia
SPRIND GmbH (Bundesagentur für Sprunginnovationen) in Kooperation mit dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)

Weblink zur Teilnahmevereinbarung (PDF, nicht barrierefrei)

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