Förderprogramm

Energieefizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Brennstoffzelle (KfW-Produktnummer 433)

Förderart:
Zuschuss
Förderbereich:
Wohnungsbau & Modernisierung, Energieeffizienz & Erneuerbare Energien
Fördergebiet:
bundesweit
Förderberechtigte:
Verband/Vereinigung, Privatperson, Kommune, Unternehmen
Förderorganisation:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Ansprechpunkt:

KfW-Bankengruppe

Palmengartenstr. 5-9

60325 Frankfurt am Main

Tel: 8005399002

Weiterführende Links:
Informationen zum Förderprogramm beim Durchführer

Merkblatt Investitionszuschüsse für den Einbau innovativer Brennstoffzellensysteme in Wohn- und Nichtwohngebäude im Rahmen des "Anreizprogramms Energieeffizienz" des Bundes. Die Förderung unterstützt die Markteinführung dieser innovativen Technologie.

Förderziel

Das Förderprodukt unterstützt die Einführung der Brennstoffzellentechnologie zur Wärme- und Stromversorgung von neuen und bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden in Deutschland.

Teil 1: Das Wichtigste in Kürze

Wer erhält die Förderung?

Anträge für eine Förderung des Einbaus eines Brennstoffzellensystems in ein selbstgenutztes oder vermietetes Wohn- oder Nichtwohngebäude können stellen:

  • Natürliche Personen
  • Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)
  • Freiberuflich Tätige, zum Beispiel Ärzte, Steuerberater, Architekten
  • Alle Unternehmen, die ein Brennstoffzellensystem in ein Wohngebäude einbauen (einschließlich Contractoren).
  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Sinne der EU-Definition, die ein Brennstoffzellensystem in ein Nichtwohngebäude einbauen (einschließlich Contractoren).
    KMU sind Unternehmen, die weniger als 250 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro. Haben. Diese Unternehmen müssen unabhängig von Unternehmen sein, die diese Kriterien nicht erfüllen. Vertiefende Informationen zu KMU finden Sie im KfW-Merkblatt zur „KMU-Definition” unter http://www.kfw.de/433 in der Rubrik „Downloads”.
  • Unternehmen mit mehrheitlich kommunalem Gesellschafterhintergrund (unmittelbare oder mittelbare Beteiligung einer oder mehrerer kommunaler Gebietskörperschaften oder Bundesländer mit insgesamt mehr als 50% bei einer kommunalen Mindestbeteiligung von 25%)
  • Alle gemeinnützigen Organisationsformen (z.B. Vereine, Stiftungen, gemeinnützige GmbH) einschließlich Kirchen. Der Nachweis der Gemeinnützigkeit erfolgt durch eine entsprechende Bestätigung über die Freistellung von der Körperschaftssteuer durch das Finanzamt.
  • Kommunale Gebietskörperschaften, deren rechtlich unselbstständige Eigenbetriebe sowie kommunale Zweckverbände

Für die Antragstellung ist ein Energieeffizienz-Experte (http://www.energie-effizienz-experten.de) einzubinden. Einzelheiten finden Sie beim Punkt „Antragstellung”.

Was wird gefördert?

Gefördert wird der Einbau von stationären Brennstoffzellensystemen mit einer elektrischen Leistung von mindestens Pel = 0,25 kWel bis maximal Pel = 5,0 kWel in neue oder bestehende Wohn- und Nichtwohngebäude.

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt durch einen Investitionszuschuss, der nach Abschluss des Vorhabens auf Ihr Konto überwiesen wird. Der Zuschuss setzt sich zusammen aus:

  • einem Festbetrag (Grundförderung) von 5.700 Euro und
  • einem leistungsabhängigen Betrag (Zusatzförderung) von 450 Euro je angefangene 0,1 kWel.

Es werden maximal 40% der förderfähigen Kosten bezuschusst. Unter „Weitergehende Informationen zu diesem Förderprodukt” finden Sie eine beispielhafte Berechnung der Zuschussbeträge auf Grundlage der elektrischen Leistung.

In 4 Schritten zu Ihrem Zuschuss:

1. Energieeffizienz-Experten einbinden (http://www.energie-effizienz-experten.de)
Der Energieeffizienz-Experte berät Sie und bestätigt die Förderfähigkeit des Brennstoffzellensystems.

2. Zuschuss beantragen
Sie beantragen Ihren Zuschuss vor Vorhabensbeginn bei der KfW. Alle Informationen zur Antragstellung finden Sie beim Punkt „Antragstellung”.

3. Vorhaben durchführen
Nach Erhalt der Zusage von der KfW können Sie mit dem Vorhaben beginnen.

4. Zuschuss erhalten
Um die Zuschussauszahlung zu veranlassen, bestätigen Sie die Durchführung Ihres Vorhabens.

Teil 2: Details zur Förderung

Anforderungen an das Gebäude

Gefördert wird der Einbau von Brennstoffzellensystemen in Wohn- oder Nichtwohngebäude nach § 2 Energieeinsparverordnung (EnEV).

Ausschluss von der Förderung

Folgende Konstellationen sind von einer Förderung ausgeschlossen:

  • Treuhandkonstruktionen (Ausnahme WEG)
  • Sogenannte In-Sich-Geschäfte, wie z.B. der Erwerb aus dem Eigentum des Ehegatten beziehungsweise Lebenspartners, Vermögensübertragungen/-verschiebungen zwischen Unternehmen einer Unternehmensgruppe oder im Rahmen von Betriebsaufspaltungen oder zwischen Kapitalgesellschaften und deren Gesellschaftern

Anforderungen an das Brennstoffzellensystem

  • Die Brennstoffzelle ist in die Wärme- und Stromversorgung des Gebäudes einzubinden.
  • Beim Einbau der Brennstoffzelle ist ein hydraulischer Abgleich durchzuführen. Die Durchführung ist auf dem Bestätigungsformular des VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. (http://www.intelligent-heizen.info/broschueren) nachzuweisen (Verfahren A zulässig) und die Dokumentation aufzubewahren. Rohrleitungen sind gemäß der jeweils geltenden EnEV zu dämmen.
  • Der Einbau des Brennstoffzellensystems ist durch ein Fachunternehmen auszuführen; idealerweise durch vom Hersteller geschulte Fachunternehmer.
  • Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Brennstoffzelle muss der Gesamtwirkungsgrad Eta >= 0,82 und der elektrische Wirkungsgrad Etael. >= 0,32 betragen.
  • Der Hersteller stellt – z.B. über die Verfügbarkeit von Ersatzteilen – einen Betrieb der Brennstoffzelle für einen Zeitraum von 10 Jahren sicher.
  • Für die Brennstoffzelle ist eine Vollwartung über mindestens zehn Jahre zu vereinbaren, die dem Käufer einen elektrischen Wirkungsgrad von mindestens Etael >= 0,26 sowie die Reparatur und Wiederinbetriebnahme im Falle von Störungen zusichert.

Förderfähig sind sowohl integrierte Geräte als auch Beistellgeräte. Integrierte Geräte sind Geräte, die mit einem zusätzlichen Wärmeerzeuger verbunden sind und somit eine technische Einheit bilden. Beistellgeräte sind Geräte, die individuell durch weitere Wärmeerzeuger (z.B. Brennwertkessel) ergänzt werden müssen, um den notwendigen Wärmebedarf zu decken.

Förderfähige Kosten

Förderfähig sind alle folgenden Kosten, die mit dem Einbau des Brennstoffzellensystems entstehen:

  • Die Kosten für den Einbau des Brennstoffzellensystems:
  • Bei Beistellgeräten die Kosten für den Einbau der Brennstoffzelle.
  • Bei integrierten Geräten sind die Kosten für das Gesamtsystem, z.B. bestehend aus Brennstoffzelle, zusätzlichem Wärmerzeuger und Pufferspeicher.
  • Bei einzeln erworbenen Bestandteilen des Brennstoffzellensystems: Neben den Kosten für den Einbau der Brennstoffzelle sind auch die zum Gesamtsystem gehörenden Kosten z.B. für den zusätzlichen Wärmeerzeuger und Pufferspeicher förderfähig.
  • Die fest vereinbarten Kosten für den Vollwartungsvertrag in den ersten zehn Jahren.
  • Die Kosten für die Leistungen des Energieeffizienz-Experten.

Hinweis: Sofern der Zuschussempfänger zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, sind die förderfähigen Nettokosten (ohne Mehrwertsteuer) anzugeben.

Anforderungen an den Energieeffizienz-Experten

Anerkannte Energieeffizienz-Experten sind die in der Liste unter http://www.energie-effizienz-experten.de in den Kategorien für „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Wohngebäude” bzw. „- Nichtwohngebäude” geführten Personen. Der Energieeffizienz-Experte bestätigt gegenüber der KfW die Förderfähigkeit des Brennstoffzellensystems bei Antragstellung und nach Abschluss des Vorhabens.

Der Energieeffizienz-Experte muss mindestens folgende Leistungen im Rahmen der energetischen Fachplanung und Begleitung der Baumaßnahme erbringen und deren Umsetzung bestätigen:

  • Bei der Aufstellung der förderfähigen Kosten (durch Angebote oder Kostenschätzung) zur Antragstellung mitwirken.
  • Bei Ausschreibung bzw. Angebotseinholung mitwirken sowie die Angebote auf Übereinstimmung mit Umfang und Qualität der geplanten energetischen Maßnahmen prüfen.
  • Die Konzeptionierung der energetischen Anlagentechnik (ggf. Beratung zu Umsetzungsmöglichkeiten) erbringen.
  • Den Nachweis des hydraulischen Abgleichs und der Einbindung der Brennstoffzelle in die Wärme- und Stromversorgung des Gebäudes prüfen; die Übergabe der energetischen Anlagentechnik prüfen (ggf. mit ergänzender technischer Einweisung).
  • Die Ausführung der energetischen Anlagentechnik auf Übereinstimmung mit der Planung prüfen.
  • Die energetische Fachplanung und die Begleitung der Baumaßnahme dokumentieren.

Werden Teilleistungen durch Dritte (z.B. Fachplaner oder bauüberwachender Architekt) erbracht, sind diese vom Energieeffizienz-Experten im Rahmen seiner Gesamtverantwortung zu überprüfen.

Antragstellung

Der Zuschuss ist vor Beginn des Vorhabens zu beantragen. Als Beginn des Vorhabens gilt die verbindliche Bestellung des Brennstoffzellensystems bzw. der Abschluss des Lieferungs- und Leistungsvertrags. Planungs- und Beratungsleistungen einschließlich der Beauftragung des Energieeffizienz-Experten gelten nicht als Vorhabensbeginn.

Nach Erhalt der Zusage durch die KfW können Sie mit dem Vorhaben beginnen.

Je nach Antragsteller beantragen Sie den Zuschuss entweder online im KfW-Zuschussportal oder mit einem Antragsformular. Nachfolgend sind die beiden Antragswege beschrieben. Weitere Informationen zur Antragsstellung finden Sie unter: http://www.kfw.de/433.

A: Natürliche Personen als Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Wohnungseigentümer und Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)

Sie beantragen den Zuschuss im KfW-Zuschussportal (http://www.kfw.de/zuschussportal). Hierfür benötigen Sie von Ihrem Energieeffizienz-Experten eine gültige „BzA-ID” (Identifikationsnummer Ihrer „Bestätigung zum Antrag (BzA)”). Für die Antragstellung im KfW-Zuschussportal können Sie auch einen Bevollmächtigten beauftragen.

Für eine WEG stellt ein Vertretungsberechtigter (z.B. der Verwalter der WEG oder ein Miteigentümer, der zur Vertretung bestimmt wurde.) als Bevollmächtigter einen gemeinschaftlichen Antrag im KfW-Zuschussportal. In diesem Fall laden Sie bitte bei Antragstellung eine entsprechende aktuelle Vollmacht hoch (z.B. Vollmacht der Eigentümer, Verwalterbestellung, Beschluss der Eigentümerversammlung zur Vertreterbestellung).

Sofern Sie Wohneinheiten vermieten, müssen Sie im Zuschussportal eine De-minimis-Erklärung über bereits erhaltene De-minimis-Beihilfen abgeben. Weitere Informationen zu Beihilfen finden Sie beim Punkt „Beihilferechtliche Regelungen”.

Identifizierung durchführen

Als Zuschussempfänger müssen Sie sich über das KfW-Zuschussportal identifizieren, bevor Sie den Einbau des Brennstoffzellensystems nachweisen und damit die Auszahlung des Zuschusses veranlassen.

Bei einer WEG erfolgt die Identifizierung durch den Vertretungsberechtigten, z.B. den Verwalter der WEG oder einen Miteigentümer, der zur Vertretung bestimmt wurde.

Auszahlung veranlassen

Innerhalb von 12 Monaten ab Zusage weisen Sie die Durchführung des Vorhabens wie folgt nach:

  • Der Energieeffizienz-Experte prüft die förderfähigen Maßnahmen, bestätigt die Umsetzung des Vorhabens und erstellt die „Bestätigung nach Durchführung” mit Identifikationsnummer („BnD-ID”).
  • Der Zuschussempfänger bzw. der Bevollmächtige gibt die „BnD-ID” im KfW-Zuschussportal ein und bestätigt die Durchführung des Vorhabens sowie die Höhe der geleisteten Zahlungen.
  • Bei Zuschussbeträgen ab 15.000 Euro und Abwicklung durch einen Bevollmächtigten (z.B. Hausverwalter) ist ein Nachweis erforderlich, dass der Zuschussempfänger mit dem Kontoinhaber identisch ist (z.B. Kontoauszug oder eine Kontobestätigung der Bank).

Nachdem die „Bestätigung nach Durchführung” erfolgreich durch die KfW geprüft wurde, wird der Zuschuss auf das Konto des Zuschussempfängers überwiesen. Dies erfolgt in der Regel am Ende des auf die Prüfung folgenden Monats.

B: Eigentümer von Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten, Unternehmen, Freiberufler, kommunale Einrichtungen, gemeinnützige Organisationen

Sie beantragen den Zuschuss mit dem Antragsformular, das Sie unter http://www.kfw.de/433 in der Rubrik „Downloads” finden. Bitte fügen Sie dem Antrag alle nach der Checkliste „Anlagen zum Antrag” erforderlichen Unterlagen bei. Die KfW behält sich vor, ergänzende Unterlagen anzufordern, sofern diese für die Bearbeitung notwendig sind.

Bitte beachten Sie: Auf dem Antragsformular muss Ihr Energieeffizienz-Experte die Förderfähigkeit des Vorhabens bestätigen.

Den vollständig ausgefüllten, vom Energieeffizienz-Experten und Ihnen unterschriebenen Antrag senden Sie bitte mit allen Anlagen an die KfW, Niederlassung Frankfurt, 60325 Frankfurt am Main.

Auszahlung veranlassen

Sie veranlassen die Auszahlung des Zuschusses mit dem Formular „Bestätigung nach Durchführung”, das Sie unter http://www.kfw.de/433 in der Rubrik „Downloads” finden. Auf diesem Formular bestätigt Ihr Energieeffizienz-Experte die Umsetzung und Förderfähigkeit des Vorhabens. Die vollständig ausgefüllte, vom Energieeffizienz-Experten und Ihnen unterschriebene „Bestätigung nach Durchführung” senden Sie bis spätestens 12 Monate nach Zusage an die KfW, Niederlassung Frankfurt, 60325 Frankfurt am Main.

Bei Zuschussbeträgen ab 15.000 Euro ist ein Nachweis erforderlich, dass der Zuschussempfänger identisch mit dem Kontoinhaber ist (z.B. Kontoauszug oder eine Kontobestätigung der Bank).
Nachdem die „Bestätigung nach Durchführung” erfolgreich durch die KfW geprüft wurde, wird der Zuschuss auf das Konto des Zuschussempfängers überwiesen. Dies erfolgt in der Regel am Ende des auf die Prüfung folgenden Monats.

Beihilferechtliche Regelungen

Liegt eine wirtschaftliche Tätigkeit (z.B. Vermietung von Gebäuden oder das Einspeisen von Strom in das öffentliche Stromnetz) vor, vergibt die KfW in diesem Produkt eine Beihilfe im Sinne der EU-Vorgaben nach den nachstehenden beihilferechtlichen Regelungen:

  • Antragsweg A (KfW-Zuschussportal): De-minimis-Beihilfen gemäß De-minimis-Verordnung (Nr. 1407/2013/EU vom 18.12.2013, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union L 352 am 24.12.2013) (Komponente 1).
  • Antragsweg B (manueller Antragsweg): Investitionsbeihilfen für hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung gemäß Art. 40 AGVO (Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission vom 17. Juni 2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) geregelt (veröffentlicht im Amtsblatt der EU Nummer L 187/1 vom 26.6.2014) (Komponente 7).
    Die Investitionsmehrkosten berechnet die KfW standardisiert auf Grundlage der im Antrag angegebenen elektrischen Leistung des Brennstoffzellensystems und der förderfähigen Kosten. Beim Ermitteln der Zuschusshöhe berücksichtigt die KfW bereits die mögliche KWKG-Zulage, die Sie nach Anzeige der Inbetriebnahme der Brennstoffzelle beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragen können. D. h. der Zuschussbetrag wird durch die KfW so bemessen, dass Sie die KWKG-Zulage in voller Höhe in Anspruch nehmen können.

Die verschiedenen beihilferechtlichen Regelungen verpflichten KfW und Antragsteller zur Einhaltung spezifischer beihilferechtlicher Vorgaben. Aufgrund dieser Vorgaben sind Unternehmen in bestimmten Branchen und Unternehmen, die einer früheren Beihilfenrückforderungsentscheidung der EU-Kommission nicht nachgekommen sind, nicht förderfähig.

Sofern eine Beihilfe nach AGVO beantragt wird, sind darüber hinaus Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der AGVO von einer Förderung ausgeschlossen.

Die KfW ist verpflichtet, gewährte Einzelbeihilfen von über 500.000 Euro nach Art. 9 Abs. 1 lit. c) i.V.m. Anhang III der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission vom 17. Juni 2014 (Amtsblatt der EU Nr. L 187 vom 26. Juni 2014) zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf einer Beihilfe-Website der EU-Kommission zu veröffentlichen.

Vertiefende Informationen zu den beihilferechtlichen Regelungen finden Sie im KfW-Merkblatt „Allgemeines Merkblatt zu Beihilfen”, das Sie unter http://www.kfw.de/433 finden.

Besonderheiten bei gemeinschaftlichen Vorhaben von Wohnungseigentümergemeinschaften

Bei gemeinschaftlichen Vorhaben in Wohngebäuden nach § 2 Ziffer 1 EnEV ist immer die WEG der Zuschussempfänger. Ein Vertretungsberechtigter (z.B. der Verwalter der WEG) oder ein anderer Bevollmächtigter beantragt den Zuschuss im KfW-Zuschussportal (www.kfw.de/zuschussportal). Für natürliche Personen, die vermieten, sowie für juristische Personen ist im KfW-Zuschussportal die Einhaltung der De-minimis-Höchstgrenzen zu bestätigen. Zur Antragstellung benötigen Sie eine Liste mit Name, Anschrift und sofern vorhanden Geburtsdaten der antragstellenden Eigentümer.

Kombination mit anderen Fördermitteln

Die mit diesem Investitionszuschuss geförderten Brennstoffzellensysteme dürfen ausschließlich mit der Zuschlagzahlung für KWK-Strom nach dem „Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung” (KWK-Gesetz, www.bafa.de) kombiniert werden. Für dieselben förderfähigen Kosten ist eine Kombination lediglich bis zur maximalen Höhe der Beihilfeintensität der gewährten Investitionsbeihilfe möglich.

Für Brennstoffzellensysteme ist die gleichzeitige Inanspruchnahme dieses Zuschusses und einer Förderung nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz (Einspeisevergütung) ausgeschlossen.

Für weitere energetische Maßnahmen im Rahmen einer Sanierung oder eines Neubaus können die Produkte „Energieeffizient Sanieren” (151/152, 430) und „Energieeffizient Bauen” (153) genutzt werden.

Auskunfts- und Sorgfaltspflichten des Zuschussempfänger

Bis 10 Jahre nach Zuschusszusage sind aufzubewahren und der KfW auf Verlangen vorzulegen:

  • Die Rechnungen und Nachweise über die geleisteten Zahlungen (i.d.R. Kontoauszüge). (Die Rechnungen müssen die Arbeitsleistung sowie die Adresse des Investitionsobjektes ausweisen und in deutscher Sprache ausgefertigt sein. Diese sind unbar zu begleichen.)
  • Das Datenblatt des Herstellers, welches den Gesamtwirkungsgrad und den elektrischen Wirkungsgrad der Brennstoffzelle ausweist.
  • Die Vollwartungsverträge.
  • Unterlagen zur Dokumentation der vom Energieeffizienz-Experten erbrachten Leistungen (Planung und Vorhabensbegleitung).
  • Nachweis zum hydraulischen Abgleich unter Verwendung des Bestätigungsformulars des „VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e. V.” (http://www.intelligent-heizen.info/broschueren).
  • Gemeinnützige Organisationsformen: Zum Zeitpunkt der Antragstellung gültige Bestätigung über die Freistellung von der Körperschaftssteuer durch das zuständige Finanzamt als Nachweis der Gemeinnützigkeit.

Die KfW behält sich eine jederzeitige Überprüfung der Nachweise sowie eine Vor-Ort-Kontrolle des geförderten Vorhabens vor.

Sonstige Hinweise

Alle Angaben zum Verwendungszweck, zur Höhe der förderfähigen Kosten, zum Nachweis der Einhaltung der Fördervoraussetzungen und zur Einhaltung der beihilferechtlichen Vorgaben der EU-Kommission sind subventionserheblich im Sinne des § 264 des Strafgesetzbuches in Verbindung mit § 2 des Subventionsgesetzes.

Bei Vermietung von Wohnungen: Die Zuschüsse aus diesem Produkt sind anrechenbare Drittmittel im Sinne von § 559a Absatz 1 und 2 BGB. Sie sind daher bei einer Mieterhöhung nach Modernisierungsmaßnahmen gemäß § 559 BGB entsprechend zu berücksichtigen.

Bitte beachten Sie, dass die KfW zu der steuerrechtlichen Behandlung der durch KfW-Kredite oder -Zuschüsse geförderten Maßnahmen keine einzelfallbezogenen Auskünfte erteilt. Verbindliche Auskünfte über die steuerrechtliche Behandlung der durch KfW-Kredite, KfW-Zuschüsse oder andere öffentliche Mittel geförderten Maßnahmen dürfen nur von der zuständigen Finanzbehörde erteilt werden. Alternativ dazu können Sie sich individuell von fachkundigen Personen (Steuerberater, Lohnsteuerhilfeverein) steuerlich beraten lassen.

Weitergehende Informationen zu diesem Förderprodukt

Weitere Informationen, Beispiele und häufige Fragen finden Sie im Internet unter http://www.kfw.de/433.

Der folgenden Tabelle können Sie entnehmen, wie hoch der Zuschuss auf Grundlage der elektrischen Leistung der Brennstoffzelle ist. Bitte beachten Sie, dass unabhängig von dieser Darstellung maximal 40% der förderfähigen Kosten bezuschusst werden und – bei Vergabe einer Beihilfe nach Art. 40 AGVO – wegen der berücksichtigten später möglichen KWKG-Zulage der Zuschuss gegebenenfalls nicht in voller Höhe ausgezahlt werden kann.

elektr. Leistung bisZuschuss in Euroelektr. Leistung bisZuschuss in Euro
0,25 KW7.0502,60 KW17.400
0,30 KW7.0502,70 KW17.850
0,40 KW7.5002,80 KW18.300
0,50 KW7.9502,90 KW18.750
0,60 KW8.4003,00 KW19.200
0,70 KW8.8503,10 KW19.650
0,80 KW9.3003,20 KW20.100
0,90 KW9.7503,30 KW20.550
1,00 KW10.2003,40 KW21.000
1,10 KW10.6503,50 KW21.450
1,20 KW11.1003,60 KW21.900
1,30 KW11.5503,70 KW22.350
1,40 KW12.0003,80 KW22.800
1,50 KW12.4503,90 KW23.250
1,60 KW12.9004,00 KW23.700
1,70 KW13.3504,10 KW24.150
1,80 KW13.8004,20 KW24.600
1,90 KW14.2504,30 KW25.050
2,00 KW14.7004,40 KW25.500
2,10 KW15.1504,50 KW25.950
2,20 KW15.6004,60 KW26.400
2,30 KW16.0504,70 KW26.850
2,40 KW16.5004,80 KW27.300
2,50 KW16.9504,90 KW27.750
        5,00 KW28.200

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