Förderprogramm

Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Baubegleitung

Förderart:
Zuschuss
Förderbereich:
Wohnungsbau & Modernisierung, Energieeffizienz & Erneuerbare Energien
Fördergebiet:
bundesweit
Förderberechtigte:
Verband/Vereinigung, Privatperson, Unternehmen
Fördergeber:

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Ansprechpunkt:

KfW Bankengruppe

Palmengartenstraße 5-9

60325 Frankfurt am Main

Tel: 0800 5399002

KFW

Weiterführende Links:
KfW: Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung (431)

Kurzzusammenfassung

Kurztext

Für Ihre Investitionen in die energetische Fachplanung und Baubegleitung bei Wohngebäuden können Sie einen Zuschuss bis zu EUR 4.000 erhalten.

Volltext

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wird die energetische Fachplanung und Baubegleitung bei Wohngebäuden.

Gefördert werden:

  • Leistungen zur Detailplanung
  • Unterstützung bei der Ausschreibung und Angebotsauswertung
  • Kontrolle der Bauausführung
  • Abnahme und Bewertung der Maßnahmen

Der Zuschuss beträgt bis zu EUR 4.000 für die Baubegleitung durch einen Experten für Energieeffizienz bei Investitionen in die energetische Sanierung oder den Neubau von Wohngebäuden.

In 4 Schritten zur Förderung:

  • Experten für Energieeffizienz beauftragen
  • Zuschuss beantragen
  • Vorhaben umsetzen und Identität nachweisen
  • Zuschuss erhalten

Ihr Energieeffizienz-Experte erstellt für Sie die Bestätigung zum Antrag und eine Bestätigung nach Durchführung: Hinweis für Energieeffizienz-Experten

Zusatzinfos 

rechtliche Voraussetzungen

Für die Förderung gelten folgende Bedingungen:

  • Der Zuschuss kann nur in Kombination mit den Förderprodukten Energieeffizient Sanieren (151, 152, 430) oder Energieeffizient Bauen (153) genutzt werden.
  • Für die Antragstellung ist ein Energieeffizienz-Experte für Förderprodukte der KfW aus der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes einzubinden.
  • Sie müssen sich als Zuschussempfänger gegenüber der KfW identifizieren. Dies erfolgt über das KfW-Zuschussportal nachdem Sie die Zusage von der KfW erhalten haben. Für Wohnungseigentümergemeinschaften erfolgt dies über die Person mit Vertretungsberechtigung, zum Beispiel den Verwalter der Wohnungseigentümergemeinschaft.
  • Innerhalb von 36 Monaten ab Zusage weisen Sie die Durchführung gegenüber der KfW nach.

Antragsberechtigt sind natürliche Personen als Eigentümer oder Ersterwerber von:

  • Ein- und Zweifamilienhäusern mit maximal 2 Wohneinheiten oder
  • Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften.

Rechtsgrundlage

Richtlinie

Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung

– Merkblatt der KfW
Stand März 2020

Zuschuss für die energetische Fachplanung und Baubegleitung bei Wohngebäuden im Rahmen des „CO2-Gebäudesanierungsprogramms“ des Bundes.

Förderziel

Mit dem Förderprodukt gewährt die KfW einen Zuschuss für die energetische Fachplanung und Baubegleitung bei Wohngebäuden durch einen unabhängigen Energieeffizienz-Experten (im Folgenden: Experte).

Teil 1: Das Wichtigste in Kürze

Wer erhält die Förderung?

Jeder, der energetische Fachplanungs- und Baubegleitungsleistungen für Wohngebäude durch einen unabhängigen Experten in Anspruch nimmt.

Die Investitionsmaßnahme muss in den KfW-Produkten „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ (Produktnummer 151/152, 153, 430) oder in einem von der KfW aus diesen Mitteln refinanzierten Programm eines Landesförderinstitutes gefördert werden.

Für die Antragstellung ist ein Experte einzubinden (www.energie-effizienz-experten.de). Einzelheiten finden Sie unter „Antragstellung“.

Was wird gefördert?

Gefördert wird die energetische Fachplanung und Baubegleitung, wahlweise mit einer Nachhaltigkeitszertifizierung, bei:

  • dem Neubau oder der Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus
  • der energetischen Sanierung mit Einzelmaßnahmen

Gefördert wird die Nachhaltigkeitszertifizierung vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) anerkannter Systeme. Diese finden Sie unter www.nachhaltigesbauen.de.

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt durch einen Zuschuss, der nach Abschluss des Vorhabens auf Ihr Konto überwiesen wird. Die Höhe beträgt:

  • 50% der förderfähigen Kosten
  • maximal 4.000 Euro pro Vorhaben

Als Vorhaben gilt der Neubau oder die Sanierung eines Wohngebäudes zu einem KfW-Effizienzhaus oder die Durchführung von Einzelmaßnahmen an einem Wohngebäude. Der gleichzeitige oder unmittelbar aufeinander folgende Neubau oder die Sanierung mehrerer baugleicher Wohngebäude zum gleichen KfW-Effizienzhaus-Niveau oder die Durchführung gleicher Einzelmaßnahmen wird dabei als ein Vorhaben gefördert.

Ein Zuschussbetrag unter 300 Euro wird nicht ausgezahlt.

In 4 Schritten zu Ihrem Zuschuss

1. Experten einbinden

Einen Experten, der die konkrete Planung der Baumaßnahmen und die Baubegleitung durchführen kann, finden Sie unter www.energie-effizienz-experten.de. Der Experte prüft die Förderfähigkeit und erstellt die „Bestätigung zum Antrag“ („BzA“).

2. Zuschuss beantragen

Sie beantragen Ihren Zuschuss im KfW-Zuschussportal (www.kfw.de/zuschussportal) unter Eingabe Ihrer „BzA-ID“ und erhalten sofort eine Antwort.

3. Vorhaben durchführen

Nach Erhalt der Antwort können Sie sofort mit Ihrem Vorhaben beginnen. Ihr Experte erstellt nach Abschluss der Maßnahmen die „Bestätigung nach Durchführung“ („BnD“).

4. Zuschuss erhalten

Zur Auszahlung ist Ihre Identifizierung erforderlich. Im Anschluss bestätigen Sie im KfW-Zuschussportal unter Eingabe Ihrer „BnD-ID“ die Durchführung Ihres Vorhabens.

Teil 2: Details zur Förderung

Anforderungen an den Energieeffizienz-Experten

Eine Förderung erfolgt für die Beauftragung eines unabhängigen Experten. Anerkannte Experten sind die in der Liste unter www.energie-effizienz-experten.de in den Kategorien für „Energieeffizient Bauen und Sanieren - Wohngebäude“ geführten Personen.

Neben einer Beratung, Planung und Baubegleitung für das Vorhaben ist der Experte wirtschaftlich unabhängig zu beauftragen. Das heißt, der Experte

  • ist nicht Inhaber, Gesellschafter oder Angestellter eines bauausführenden Unternehmens oder eines Lieferanten,
  • wird nicht von einem bauausführenden Unternehmen oder einem Lieferanten beauftragt und
  • vermittelt keine Lieferungen oder Leistungen.

Nicht unter diese Regelung zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit fallen angestellte Sachverständige von Bau- oder Handwerksunternehmen (z. B. Fertighausbauer), deren Produkte und Leistungen nach einer Gütesicherung definiert und überwacht werden. Weitere Informationen über die zugelassenen Gütegemeinschaften finden Sie z. B. in den FAQ unter www.kfw.de/153.

Ergänzend sind Leistungen förderfähig, die durch unabhängige Fachplaner erbracht werden. Siehe dazu Liste der förderfähigen Leistungen, die Sie als Anlage zu diesem Merkblatt unter www.kfw.de/431 finden.

Leistungen des Energieeffizienz-Experten

Der Experte führt eine energetische Fachplanung und Baubegleitung gemäß den Bedingungen der KfW-Produkte „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ (Produktnummern 151/152, 153, 430) oder eines von der KfW aus diesen Mitteln refinanzierten Programms eines Landesförderinstituts durch. Die Durchführung der energetischen Fachplanung und Baubegleitung ist durch den Experten zu dokumentieren. Die Dokumentation ist dem Bauherrn zu übergeben. Die förderfähigen Leistungen finden Sie unter www.kfw.de/431 in der Anlage zu diesem Merkblatt „Liste der förderfähigen Leistungen“.

Die Leistungen können durch Dritte (z. B. unabhängige Fachplaner) erbracht werden. Es ist Aufgabe des Experten, diese Leistungen für die Berücksichtigung der geforderten Nachweise („Bestätigung zum Antrag“, „Bestätigung nach Durchführung“, Dokumentationspflichten) zu prüfen und anzuerkennen.

Antragstellung

Der Zuschuss ist vor Beginn des Vorhabens zu beantragen. Als Beginn eines Vorhabens gilt der Start der Bauarbeiten vor Ort. Planungs- und Beratungsleistungen sowie der Abschluss von Liefer-und Leistungsverträgen gelten nicht als Vorhabensbeginn.

Sie beantragen den Zuschuss im KfW-Zuschussportal (www.kfw.de/zuschussportal) unter Eingabe Ihrer „BzA-ID“ (der Identifikationsnummer Ihrer "BzA") und erhalten eine sofortige Antwort. Sie können mit dem Vorhaben am gleichen Tag beginnen. Für die Antragstellung im KfW-Zuschussportal können Sie auch einen Bevollmächtigten beauftragen.

Sie erhalten eine Zusage über die maximal mögliche Zuschussförderung in Höhe von 4.000 Euro. Die individuelle Höhe der Auszahlung wird an Hand der in der „Bestätigung nach Durchführung“ nachgewiesenen förderfähigen Kosten ermittelt.

Besonderheiten bei gemeinschaftlichen Vorhaben von Wohnungseigentümergemeinschaften

Zuschussempfänger ist die Wohnungseigentümergemeinschaft. Hierfür stellt der Vertretungsberechtigte (z. B. der Verwalter der Wohnungseigentümergemeinschaft) oder ein anderer Bevollmächtigter im KfW-Zuschussportal (www.kfw.de/zuschussportal) einen gemeinschaftlichen Antrag. Zur Antragstellung benötigen Sie eine Liste mit Namen und Anschriften der antragstellenden Wohnungseigentümer.

Identifizierung

Als Zuschussempfänger müssen Sie sich über das KfW-Zuschussportal identifizieren, nachdem Sie die Zusage von der KfW erhalten haben.

Beispiele für die Identifizierung:

  • Bei einer Wohnungseigentümergemeinschaft wird der Vertretungsberechtigte z. B. der Verwalter der Wohnungseigentümergemeinschaft identifiziert.
  • Bei einem Unternehmen wird der Vertretungsberechtigte gemäß Handels- oder Genossenschaftsregister oder bei nicht registergeführten Unternehmen der Gesellschafter identifiziert.

Nachweis der Vorhabensdurchführung

Innerhalb von 36 Monaten nach Zusage weisen Sie die Durchführung wie folgt nach:

  • Der Energieeffizienz-Experte prüft die förderfähigen Maßnahmen, bestätigt die Umsetzung des Vorhabens und erstellt die „Bestätigung nach Durchführung“ mit Identifikationsnummer („BnD-ID“).
  • Der Zuschussempfänger bzw. der Bevollmächtige gibt die „BnD-ID“ im KfW-Zuschussportal ein und bestätigt die Durchführung sowie die Höhe der geleisteten Zahlungen. Zusätzlich lädt der Zuschussempfänger bzw. der Bevollmächtige alle Rechnungskopien über die erbrachten förderfähigen Leistungen des Experten im KfW-Zuschussportal hoch.

Es gelten folgende Anforderungen an die Rechnung/en des Experten:

  • die förderfähigen Leistungen müssen separat von anderen Leistungen ausgewiesen werden
  • der Rechnungsempfänger muss mit dem Zuschussempfänger identisch sein
  • die Adresse des Investitionsobjektes muss aufgeführt werden
  • die Ausfertigung der Rechnung muss in deutscher Sprache erfolgen

Die Rechnungen über die erbrachten förderfähigen Leistungen sind unbar zu begleichen.

Auszahlung

Nachdem der "Nachweis der Vorhabensdurchführung" erfolgreich durch die KfW geprüft wurde, wird der Zuschuss auf das Konto des Zuschussempfängers überwiesen. Dies erfolgt in der Regel zum Ende des auf die Prüfung folgenden Monats.

Kombination mit anderen Fördermitteln

Die Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln, z. B. Krediten, Zulagen und Zuschüssen ist grundsätzlich möglich. Dabei darf die Summe der öffentlichen Förderzusagen die förderfähigen Kosten nicht übersteigen.

Auskunfts- und Sorgfaltspflichten des Zuschussempfängers

Zusätzlich zu den Anforderungen in den KfW-Produkten "Energieeffizient Bauen und Sanieren" (Produktnummern 151/152, 153, 430) sind innerhalb von 10 Jahren nach Zuschusszusage von Ihnen aufzubewahren und der KfW auf Verlangen vorzulegen:

  • Die Rechnungen und Nachweise über geleistete Zahlungen (i. d. R. Kontoauszüge).
  • Unterlagen zur Dokumentation der vom Experten erbrachten Leistungen (Planung und Vorhabensbegleitung)
  • Das Zertifikat für Nachhaltiges Bauen, sofern eine Nachhaltigkeitszertifizierung nach einem anerkannten Zertifizierungssystem durchgeführt wurde.

Die KfW behält sich eine jederzeitige Überprüfung der Berechnungsunterlagen und Nachweise sowie eine Vor-Ort-Kontrolle der geförderten Gebäude/Maßnahmen vor. Weitere Hinweise zur Qualitätssicherung der KfW finden Sie unter www.kfw.de/qualitaet-ebs.

Sonstige Hinweise

Alle Angaben zum Verwendungszweck, zur Höhe der förderfähigen Kosten und zum Nachweis der Einhaltung der Fördervoraussetzungen sind subventionserheblich im Sinne des § 264 des Strafgesetzbuches in Verbindung mit § 2 des Subventionsgesetzes.

Die Inanspruchnahme öffentlich geförderter Mittel kann abhängig von Ihrer individuellen steuer-rechtlichen Situation steuerliche Folgen auslösen. Dies betrifft insbesondere die Steuerermäßigung gemäß § 35a EStG ("Handwerkerleistungen") und den steuerlichen Ansatz von absetzungsfähigen Investitionskosten.

Bitte beachten Sie, dass die KfW zur steuerrechtlichen Behandlung der durch KfW-Kredite oder KfW-Zuschüsse geförderten Maßnahmen keine einzelfallbezogenen Auskünfte erteilt. Verbindliche Auskünfte über die steuerrechtliche Behandlung der durch KfW-Kredite, KfW-Zuschüsse oder andere öffentliche Mittel geförderten Maßnahmen dürfen nur von der zuständigen Finanzbehörde erteilt werden. Alternativ dazu können Sie sich individuell von fachkundigen Personen (Steuerberater, Lohnsteuerhilfeverein) steuerlich beraten lassen.

Weitergehende Informationen zu diesem Förderprodukt

Beispiele, häufige Fragen etc. finden Sie im Internet unter www.kfw.de/431.

Anlage

− "Liste der förderfähigen Leistungen"

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