Förderprogramm

Initiative Musik – Künstler*innenförderung

Förderart:
Zuschuss
Förderbereich:
Kultur, Medien & Sport, Corona-Hilfe
Fördergebiet:
bundesweit
Förderberechtigte:
Unternehmen, Privatperson
Fördergeber:
Die Initiative Musik gGmbH
Ansprechpunkt:

Initiative Musik gGmbH

Friedrichstraße 122

10117 Berlin

Tel: 030 531475450

Fax: 030 5314754599

Initiative Musik gGmbH

Weiterführende Links:
Initiative Musik - Termine

Kurzzusammenfassung

Kurztext

Wenn Sie als Solokünstler oder Band finanzielle Unterstützung für die Produktion und Veröffentlichung Ihrer Musikprojekte sowie für Konzertauftritte brauchen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss von bis zu 90 Prozent der Gesamtkosten erhalten. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) unterstützt das Programm im Rahmen des Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR mit zusätzlich EUR 10 Millionen.

Volltext

Die Bundesregierung unterstützt Einzelkünstler und Künstlerensembles im Bereich der Musikkultur und der Musikwirtschaft, insbesondere im Bereich der Rock-, Pop- und Jazzmusik.

Mit dieser Unterstützung wird der Nachwuchs gefördert und ein Beitrag zur Verbreitung deutscher Musik im Ausland sowie zur Integration von Personen mit Migrationshintergrund geleistet.

Sie können eine Förderung beantragen für:

  • Werkkreation, Vorproduktion und Probenzeiten,
  • audio- und audiovisuelle Aufnahmen,
  • Herstellung von Ton- und Bildtonträgern,
  • Digitalisierung,
  • Promotion- und Marketingmaßnahmen,
  • Konzertauftritte von Künstlern im Rahmen von Konzert- und sonstigen Veranstaltungstourneen,
  • die Teilnahme an internationalen Musikwettbewerben, Musikmessen und Showcases.

Sie erhalten die Förderung in Form eines Zuschusses.

  • Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 90 Prozent der jeweiligen Gesamtkosten pro Projekt, maximal EUR 67.500 pro Projekt und EUR 135.000 pro Jahr.
  • Sie müssen mindestens eine Fördersumme in Höhe von EUR 10.000 beantragen.

Ihren Antrag richten Sie elektronisch und in Papierform zu festgesetzten Abgabeterminen an die Initiative Musik gGmbH.

Zusatzinfos 

rechtliche Voraussetzungen

Die Künstlerförderung der Initiative Musik ist an folgende Bedingungen geknüpft:

Antragsberechtigt sind

  • Musikerinnen und Musiker,
  • Interpretinnen und Interpreten,
  • Autorinnen und Autoren sowie
  • Künstlerensembles.

Die Antragstellung muss meistens zusammen mit einem oder mehreren Unternehmen der Musikwirtschaft mit Wohn-/Firmensitz in Deutschland erfolgen, wie beispielsweise folgenden:

  • Management von Künstlerinnen und Künstlern,
  • Agenturen von Künstlerinnen und Künstlern,
  • Musikproduzentinnen und Musikproduzenten,
  • Musikverlage,
  • Herstellerinnen und Hersteller von Audio- beziehungsweise audiovisueller Aufnahmen,
  • Veranstalterinnen und Veranstalter von Tourneen und Konzerten.

Von der Förderung ausgeschlossen sind Projekte, an denen Unternehmen der öffentlichen Hand beteiligt sind.

Rechtsgrundlage

Richtlinie

Programmbeschreibung Neustart Kultur: Künstler*innenförderung

Die geänderte Programmbeschreibung gilt für die 51. und 52. Förderrunde ab dem 29. Juli 2020 bis zum 31. August 2021.

[…]

I Zweck

Das Programm dient der Förderung der Popularmusik in Deutschland. Es verfolgt das Ziel der Nachwuchsförderung, der Verbreitung deutscher Musik im Ausland sowie der Integrationsförderung von Personen mit Migrationshintergrund. Das Programm leistet einen Beitrag zur Standortförderung, der Förderung der Kultur und der Musikwirtschaft in Deutschland.

II Antragsberechtigung

Antragsberechtigt sind Musiker*innen, Interpret*innen, Künstler*innenensembles wie auch Autor*innen (nachfolgend: ‚Künstler*innen’) zusammen mit einem oder mehreren der nachfolgenden Unternehmen der Musikwirtschaft:

  • Künstler*innenmanagements
  • Künstler*innenagenturen
  • Musikproduzent*innen
  • Musikverlage
  • Hersteller Audio- bzw. audiovisueller Aufnahmen
  • Tournee- und Konzertveranstalter*innen

Die Antragstellung durch Künstler*innen setzt im Interesse der Gewährleistung des Förderzweckes grundsätzlich die Mitantragstellung durch zumindest einen der unter Ziffer (1) aufgeführten Unternehmer der Musikwirtschaft voraus.

Die Antragsteller*innen müssen über einen Wohn-/Firmensitz in Deutschland verfügen, wobei einer der Antragsteller*innen auch einen Wohn-/Firmensitz im europäischen Wirtschaftsraum haben kann.

Die Antrag stellenden Nachwuchskünstler*innen sollten bisher nicht mehr als zwei Alben veröffentlicht haben, von denen bisher keines Goldstatus erreicht haben sollte. Die Antrag stellenden Unternehmen sollten möglichst über eine Berufserfahrung von mindestens drei Jahren verfügen und, soweit es sich um ein kaufmännisches Unternehmen handelt, entsprechend amtlich registriert sein (Gewerbe-/Handelsregisteranmeldung).

III Gegenstand

Gefördert werden

  • Werkkreation, Vorproduktion und Probenzeiten
  • Audio- und audiovisuelle Aufnahmen
  • Herstellung von Ton- und Bildtonträgern
  • Digitalisierung
  • Promotion- und Marketingmaßnahmen
  • Konzertauftritte von Künstler*innen im Rahmen von Konzert- und sonstigen Veranstaltungstourneen
  • die Teilnahme an internationalen Musikwettbewerben oder Musikmessen/Showcases

jeweils einschließlich der Personalkosten, soweit diese in unmittelbarem Zusammenhang mit den vorgenannten Inhalten stehen. Das Projekt kann aus einzelnen oder mehreren der vorstehenden Punkte bestehen.

Bei den Darbietungen bzw. Aufnahmen der antragstellenden Künstler*innen sollte es sich in erster Linie um neugeschaffene Original Musikwerke handeln.

Nicht förderberechtigt sind Projekte, an denen mittelbar oder unmittelbar Unternehmen der öffentlichen Hand und/oder Rundfunk- und Fernsehunternehmen beteiligt sind.

IV Fördervolumen

Die Förderung erfolgt im Wege einer Fehlbedarfsfinanzierung.

Die Förderung beträgt max. 90% der jeweiligen Gesamtkosten pro Projekt. Der nachgewiesene Eigenanteil muss mindestens 10% betragen.

Die Förderleistung ist pro Projekt beschränkt auf 67.500 EUR pro Jahr. Kein*e Antrag- bzw. Mitantragsteller*in, einschließlich rechtlich selbständiger Tochterunternehmen bzw. verbundener Unternehmen i.S.d. § 15 Aktiengesetz, soll pro Jahr Nutznießer*in von Förderbeträgen der Initiative Musik von mehr als 135.000 EUR sein. Projekte mit einer beantragten Fördersumme unter 9.000 EUR finden in der Regel keine Berücksichtigung, d.h. die erforderlichen Gesamtkosten betragen bei der Künstler*innenförderung mindestens 10.000 EUR.

V Antrag

Der Förderantrag sowie nach Bewilligung auch der Fördervertrag sind im Original sowie in digitaler Form bei der Geschäftsstelle der Initiative Musik einzureichen. Das vorgegebene Antragsformular wird im Onlineantragsportal ausgefüllt und anschließend der Geschäftsstelle in Papierform zugeschickt. Art und Umfang ist dem Formular zu entnehmen.

VI Antragsunterlagen

Neben den im Förderantrag benannten Unterlagen sind dem Antrag ferner beizufügen:

  • Erläuterung des Förderprojekts im Rahmen eines schlüssigen Gesamtkonzepts zur Entwicklung des*der Künstlers*in

Künstler*in

  • Vita und Kurzporträt Künstler*in
  • mindestens ein aktuelles Foto
  • soweit vorhanden: Videoaufnahmen

Unterlagen der Unternehmen der Musikwirtschaft:

  • Firmenporträt des Unternehmens
  • Vertragliche Vereinbarung mit Künstler*in
  • Handels- oder Vereinsregistereintrag oder Gewerbeanmeldung

Bei Audio-/audiovisuellen Produktionen:

  • Drei Demoaufnahmen
  • Treatment für AV-Produktion
  • Produktionsplan

Bei Live-Entertainment:

  • Tourneeplan

Bei Musikfestivals:

  • Ausschreibungsunterlagen, Beschreibung des Festivals

Bei Promotion- und Marketingmaßnahmen:

  • Marketing- und Promotionplan

VII Auswahlverfahren

1. Förderentscheidungen werden durch den Aufsichtsrat der Initiative Musik bzw. ein von diesem beauftragtes Gremium getroffen. Die Anträge werden ausschließlich anhand der eingereichten Unterlagen beurteilt. Die Entscheidung des Aufsichtsrats ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

2. Kriterien sind u.a.:

  • Erwartete Effekte für den Musikstandort Deutschland
  • künstlerische Qualität
  • Marktchancen des Repertoires und Künstlers*in
  • Plausibilität des Förderprojekts im Rahmen eines schlüssigen Gesamtkonzepts zur Entwicklung des*der Künstlers*in
  • Live-Performance Künstler*in
  • Umfang und Qualität des Tourneevorhabens/Festivals

3. Die Förderentscheidungen werden den Antragsteller*innen durch die Geschäftsstelle der Initiative Musik per E-Mail bekannt gegeben.

VIII Dauer der Förderung

Die Vergabe von Fördermitteln erfolgt ausschließlich für den Einzelfall. Sie ist einmalig und begründet keinen Anspruch auf weitere Förderung und/oder Erhöhung des Förderumfangs.

IX Schlussprüfung

Die Initiative Musik prüft nach Durchführung des Projektes, ob es antrags- und vertragsgemäß durchgeführt wurde.

Näheres regeln die allgemeinen Vertragsbedingungen.

Anlage 1
Fördergrundsätze

Vom 4. April 2017

Rechtsgrundlage:

Der Bund gewährt nach Maßgabe dieser Fördergrundsätze und der Verwaltungsvorschriften nach § 44 BHO Zuwendungen für die Förderung der Musikkultur und der Musikwirtschaft, insbesondere im Bereich der Rock-, Pop- und Jazzmusik.

Schwerpunkte ihrer Fördertätigkeit sind die Nachwuchsförderung, die Integrationsförderung von Personen mit Migrationshintergrund und die Förderung der Verbreitung populärer deutscher Musik im Ausland.

Ein Anspruch des Antragstellers (1) auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Vielmehr entscheidet die Bewilligungsbehörde aufgrund pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Antragsberechtigte:

Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen.

Art und Umfang der Förderung:

Die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH (2) fördert im Wege der Fehlbedarfsfinanzierung und in der Regel nicht dauerhaft. Die Förderung von mehrjährigen Projekten ist jedoch möglich.

Institutionelle Förderungen sind ausgeschlossen. Als institutionelle Förderung gilt die Finanzierung der Infrastruktur oder der laufenden Tätigkeit bereits bestehender oder neu zu gründender Einrichtungen (z.B. Veranstaltungshäuser, Musikensembles, Vereine, Verbände, Stiftungen). Während eine derartige Förderung nicht erfolgt, kann die Initiative Musik einzelne Projekte von Institutionen fördern. Sie kann ebenfalls eine Anschubfinanzierung gewähren, wenn der Antragsteller die geordnete Weiterführung der neu zu gründenden Institution sichergestellt hat.

Doppelförderungen sind ausgeschlossen. Die Initiative Musik darf keine Projekte unterstützen, die eine Förderung vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) oder von einer vom BKM ständig geförderten Einrichtung erhalten (z.B. Kulturstiftung des Bundes, Hauptstadtkulturfonds).

Verfahren:

Die Initiative Musik fördert Projekte auf Antrag. Neben der antragsoffenen Förderung entwickelt sie auch eigene Programme, die vom Aufsichtsrat beschlossen werden.

Geförderte Projekte müssen in Deutschland realisiert werden oder einen klar erkennbaren Bezug zum Musikleben in Deutschland aufweisen.

Projekte, für die eine Förderung beantragt wird, dürfen zum Zeitpunkt der Aufsichtsratsentscheidung noch nicht begonnen haben.

Die Förderung setzt in der Regel voraus, dass Eigen- und Drittmittel in einem angemessenen Verhältnis zur beantragten Fördersumme zur Verfügung stehen. Die Initiative Musik zielt auf Nachhaltigkeit: Die Fördermittel sollen so eingesetzt werden, dass die mit einzelnen Projekten verbundenen Förderziele auch nach Ende der Förderung durch die Initiative Musik weiter verfolgt werden können.

Die erforderlichen Gesamtkosten betragen bei der Künstlerförderung mindestens 10.000 EUR und bei der Infrastrukturförderung mindestens 25.000 EUR. Die Initiative Musik trägt bei einer Förderung bis zu 40 Prozent der Projektkosten. Projekte mit einer beantragten Fördersumme unter 4.000 EUR (Künstlerförderung) und 10.000 EUR (Infrastrukturförderung) finden in der Regel keine Berücksichtigung.

Diese Fördergrundsätze werden durch Vertragsbedingungen ergänzt, die Hinweise für Antragsteller und relevante zuwendungsrechtliche Regelungen enthalten. Die Vertragsbedingungen werden vom Aufsichtsrat der Initiative Musik beschlossen.

Bei nicht rechtzeitiger oder nicht zweckentsprechender Verwendung der Fördermittel sind unverzüglich sämtliche ihm gewährten Fördermittel nebst Verzinsung in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz an die Initiative Musik zurückzuzahlen.

Erfolgskontrolle:

Zum Nachweis der vertragsgemäßen Verwendung der Fördermittel haben die Projektträger der Initiative Musik eine Dokumentation vorzulegen (siehe Verwendungsnachweis Seite 15).

Inkrafttreten

Diese Fördergrundsätze treten am 9. Juni 2008 in Kraft, aktualisiert am 4. April 2017.

(1) Alle Bezeichnungen für Personen sind im Folgenden geschlechtsneutral zu verstehen.

(2) Im Folgenden Initiative Musik genannt.

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