Förderprogramm

KfW-Kredit für Wachstum

Förderart:
Darlehen
Förderbereich:
Unternehmensfinanzierung, Forschung & Innovation (themenoffen), Digitalisierung
Fördergebiet:
bundesweit
Förderberechtigte:
Unternehmen
Ansprechpunkt:

KfW Bankengruppe

Palmengartenstraße 5–9

60325 Frankfurt am Main

Tel: 0800 5399001

KfW

Weiterführende Links:
KfW-Kredit für Wachstum 

Kurzzusammenfassung

Kurztext

Wenn Sie Investitionen und Betriebsmittel für größere Vorhaben in den Bereichen Innovation und Digitalisierung finanzieren möchten, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen ein Darlehen bekommen.

Volltext

Die KfW Bankengruppe unterstützt Sie als Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft bei der Finanzierung großer Vorhaben in diesen Bereichen:

  • Produkt- und Prozessinnovationen zur Erschließung neuer Märkte oder neuer Kundengruppen und
  • Digitalisierungsvorhaben, die zur Intensivierung der Digitalisierung ihres Unternehmens beitragen.

Die KfW beteiligt sich direkt als Konsortialpartnerin oder indirekt als Risikounterbeteiligung an Fremdkapitalfinanzierungen von Finanzierungspartnern. Der Umfang der Risikoübernahme beträgt maximal 50 Prozent der Vorhabenfinanzierung.

Alle am Konsortium teilnehmenden Banken können bilateral von der KfW refinanziert werden.

Der Risikoanteil der KfW beträgt meistens zwischen EUR 7,5 Millionen bis maximal EUR 100 Millionen. Das Gesamtvolumen von Risikoübernahme zuzüglich Refinanzierungsmittel ist je Maßnahme auf maximal EUR 100 Millionen begrenzt.

Sie erhalten den KfW-Kredit für Wachstum bei einem Kreditinstitut oder Finanzierungspartner Ihrer Wahl. Die Beteiligung der KfW erfolgt auf Einladung des Finanzierungspartners über eine gesonderte Vereinbarung (Risikounterbeteiligungsvertrag) zwischen dem jeweiligen Finanzierungspartner und der KfW. Der Antrag wird von ihrem Finanzierungspartner an die KfW weitergeleitet.

Der KfW-Kredit für Wachstum schließt andere Förderungen nicht aus. Die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen darf aber die Summe der Aufwendungen nicht übersteigen und der Risikoanteil der öffentlichen Hand insgesamt darf nicht mehr als 50 Prozent der gesamten Fremdfinanzierung betragen.

Zusatzinfos 

rechtliche Voraussetzungen

Für den KfW-Kredit für Wachstum gelten folgende Bedingungen:

Antragsberechtigt sind:

  • in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden und deren Gruppenumsatz EUR 2 Milliarden nicht überschreitet, sowie
  • Unternehmen, die im Rahmen einer Contracting-Vereinbarung (Energie-) Dienstleistungen für einen Dritten erbringen.

Für Innovationsvorhaben gilt:

  • Sie müssen einen Businessplan vorgelegen.
  • Die geplanten jährlichen Innovationsausgaben im Planungszeitraum müssen die durchschnittlichen jährlichen Innovationsausgaben der letzten 3 Jahre um mindestens 100 Prozent überschreiten oder
  • die geplanten jährlichen Innovationsausgaben im Planungszeitraum müssen 5 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes der letzten 3 Jahre übersteigen.

Für Digitalisierungsvorhaben gilt:

  • Sie müssen ein Digitalisierungskonzept vorgelegen.
  • Die geplanten jährlichen Digitalisierungsausgaben im Planungszeitraum müssen die durchschnittlichen jährlichen Digitalisierungsausgaben der letzten 3 Jahre um 100 Prozent überschreiten oder
  • die geplanten jährlichen Digitalisierungsausgaben im Planungszeitraum müssen 5 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes der letzten 3 Jahre übersteigen.

Rechtsgrundlage

Richtlinie

KfW-Kredit für Wachstum

– Merkblatt der KfW

Stand: 7/2020

Investitions- und Betriebsmittelkredite für größere Vorhaben in den Bereichen Innovation und Digitalisierung gewerblicher Unternehmen.

Die KfW beteiligt sich in marktüblicher Art und Weise zu gleichen Bedingungen wie andere Banken an Finanzierungen. Dabei übernimmt die KfW anteilig Kreditrisiken des finanzierten Unternehmens und bietet den beteiligten Banken optional eine Refinanzierung an. Die Finanzierungsstrukturen sind auf die individuellen Bedürfnisse des Kreditnehmers abgestimmt.

Wer kann Anträge stellen?

  • Das Programm wendet sich an in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, (die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden und) deren Gruppenumsatz bis in der Regel 2 Milliarden Euro beträgt.
  • Unternehmen, die im Rahmen einer Contracting-Vereinbarung (Energie-) Dienstleistungen für einen Dritten erbringen.

Auch Auslandsvorhaben von deutschen Unternehmen und deren Tochtergesellschaften mit Sitz im Ausland können finanziert werden. Vorhaben ausländischer Unternehmen sind auf Vorhaben in Deutschland beschränkt.

Die Finanzierungen erfolgen im Rahmen eines Konsortiums, entweder direkt als Konsortialpartner oder indirekt als Risikounterbeteiligungen. Optional kann zusätzlich eine Refinanzierung der Partnerbanken durch einen Durchleitungskredit in deren Risiko erfolgen.

Was wird mitfinanziert?

Innovation und Digitalisierung

  • Innovation
    Es können Vorhaben finanziert werden, die dazu dienen, einen neuen Markt oder eine neue Kundengruppe zu erschließen, was aus dem vorgelegten Business Plan hervorgehen muss und die von Unternehmen durchgeführt werden,
    • deren geplanten jährlichen Innovationsausgaben im Planungszeitraum die durchschnittlichen jährlichen Innovationsausgaben der letzten 3 Jahre um mindestens 100% überschreiten oder
    • deren geplanten jährlichen Innovationsausgaben im Planungszeitraum 5% des durchschnittlichen Jahresumsatzes der letzten 3 Jahre übersteigen.
  • Digitalisierung
    Es können Vorhaben finanziert werden, die zur deutlichen Intensivierung der Digitalisierung eines Unternehmens beitragen, was aus einem Digitalisierungskonzept des Unternehmens hervorgehen muss und die von Unternehmen durchgeführt werden,
    • deren geplanten jährlichen Digitalisierungsausgaben im Planungszeitraum die durchschnittlichen jährlichen Digitalisierungsausgaben der letzten drei Jahre um 100% überschreiten oder
    • deren geplanten jährlichen Digitalisierungsausgaben im Planungszeitraum 5% des durchschnittlichen Jahresumsatzes der letzten drei Jahre übersteigen.

Bei Vorhaben in Deutschland müssen die gesetzlich geltenden umwelt- und sozialrechtlichen Standards eingehalten werden. Bei Vorhaben im Ausland müssen die gesetzlich geltenden umwelt- und sozialrechtlichen Standards des Investitionslandes erfüllt werden. Vorhaben mit Investitionsort in Ländern, die weder EU-Mitglied noch OECD-Hocheinkommensland sind, werden von der KfW im Einzelfall geprüft. Hier sind der KfW auf Anforderung ggf. weitere Unterlagen zur Durchführung einer Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung nach internationalen Standards zur Verfügung zu stellen.

Anrechenbare Innovations- und Digitalisierungsausgaben:

Eine detaillierte Übersicht über anrechenbare Innovations- und Digitalisierungsausgaben sowie Anforderungen an die Vorhabenbeschreibung, den Business Plan und Digitalisierungskonzept finden Sie in der Anlage „Definitionen und Vorhabenbeschreibung“

Von einer Finanzierung ausgeschlossen sind:

Eine Umschuldung beziehungsweise die Nachfinanzierung bereits abgeschlossener Vorhaben.

Die KfW schließt zudem bestimmte Vorhaben generell von einer Finanzierung aus oder gibt einzuhaltende Bedingungen vor. Details können Sie der Ausschlussliste der KfW Bankengruppe entnehmen. https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Nachhaltigkeit/Ausschlussliste.

Finanzierungsanteil / Refinanzierungsoption für Partnerbanken

Die KfW beteiligt sich mit Risikounterbeteiligungen an Fremdkapitalfinanzierungen, wobei der KfW- Risikoanteil in der Regel 7,5 Millionen Euro bis maximal 100 Millionen Euro beträgt. Die Risikoübernahme der KfW

  • kann maximal 50% der Vorhabenfinanzierung bei Vorhaben betragen
  • darf nicht dazu führen, dass die KfW größter Risikoträger wird, um eine adäquate Risikopartnerschaft zwischen KfW und Finanzierungspartnern sicherzustellen.

Optional können alle am Konsortium teilnehmenden Banken bilateral von der KfW refinanziert werden. Das Gesamtvolumen von Risikoübernahme zzgl. Refinanzierungsmittel ist je Maßnahme auf maximal 100 Millionen Euro begrenzt.

Konditionen

Die KfW beteiligt sich an Finanzierungen pari passu zu Marktkonditionen. Das heißt die KfW übernimmt für die Risikoübernahme die von den Finanzierungspartnern vereinbarten Konditionen (unter anderem Laufzeit, Tilgungsmodus, Margen, Bereitstellungsprovision, Gebühren, Besicherungsstruktur), sofern diese auf Basis einer Bonitäts- und Risikoeinschätzung durch die KfW als marktüblich angesehen werden.

Ist eine Kombination mit anderen Förderprogrammen möglich?

Die Kombination eines Kredites aus dem „KfW-Kredit für Wachstum“ mit anderen Fördermitteln (Kredite oder Zulagen/Zuschüsse) ist grundsätzlich möglich, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen oder Zulagen die Summe der förderfähigen Aufwendungen nicht übersteigt und sofern der Risikoanteil der öffentlichen Hand inklusive KfW-Finanzierung insgesamt nicht mehr als 50% der gesamten Fremdfinanzierung beträgt.

Eine Kombination mit folgenden Förderangeboten ist ausgeschlossen:

  • Nachrangfinanzierungen aus dem Programm ERP-Mezzanine für Innovationen und
  • haftungsfreigestellte Kredite aus ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit.

Mittelverwendung

Nach Durchführung der Maßnahmen ist der programmgemäße Einsatz der Mittel nachzuweisen.

Die KfW behält sich eine Vor-Ort-Prüfung der finanzierten Maßnahmen vor.

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